WILD­WALD neu­tra­li­siert „Co2-foot­print“

23. Januar 2013
von Redaktion
Bildunterschrift: Besucher können den Wildwald ab April Co2-neutral kennenlernen. Quelle: Wildwald Vosswinkel

Bild­un­ter­schrift: Besu­cher kön­nen den Wild­wald ab April Co2-neu­tral ken­nen­ler­nen. Quel­le: Wild­wald Voss­win­kel

Arns­berg-Voß­win­kel (Hoch­sauer­land) WILD­WALD-Besu­cher haben schon bald die Mög­lich­keit, auf frei­wil­li­ger Basis den Co2-Aus­stoß ihrer Anfahrt zu kom­pen­sie­ren. Die zunächst ein­jäh­ri­ge Koope­ra­ti­on mit „Pri­ma­Kli­ma“ beginnt zum Sai­son­start 2013.

Mit mehr 100.000 Besu­chern zäh­len WILD­WALD VOSS­WIN­KEL und Wald­aka­de­mie Voß­win­kel e. V. zu den größ­ten Anbie­tern von umwelt- und natur­päd­ago­gi­schen Ange­bo­ten in NRW. Etwa 70 % der Gäs­te rei­sen dabei mit dem eige­nen PKW an. Das ent­spricht einer rech­ne­ri­schen Co2-Belas­tung von rund 500 Ton­nen pro Jahr.

„Das durch die An- und Abfahrt unse­rer Gäs­te frei­ge­setz­te Co2 ist uns schon lan­ge ein Dorn im Auge“, erklärt Geschäfts­füh­rer Fran­zis­kus von Ket­te­ler. Des­halb habe man nach sinn­vol­len Mit­teln und Wegen gesucht, die als „foot­print“ (Fuß­ab­druck) bezeich­ne­te Kli­ma­be­las­tung ein­fach und güns­tig aus­zu­glei­chen.

Mit dem Sai­son­start haben die Besu­cher jetzt die Mög­lich­keit, eine frei­wil­li­ge Kli­ma­ab­ga­be zu leis­ten. Dabei soll ein ein­fa­ches Stu­fen­mo­del den Gäs­ten Ori­en­tie-rung bie­ten: Für eine An- und Abrei­se­stre­cke von 50 km soll z. B. pro PKW nicht mehr als € 0,50 vor­ge­schla­gen wer­den. „Etwa die Hälf­te davon geht direkt in den Kli­ma­schutz, mit der ande­ren Hälf­te finan­ziert die Wald­aka­de­mie ganz kon­kre­te Bil-dungs­an­ge­bo­te zu den The­men Kli­ma, Natur­schutz und Nach­hal­tig­keit“, so von Ket-teler wei­ter.

Koope­ra­ti­ons­part­ner von WILD­WALD und Wald­aka­de­mie ist dabei der gemein­nüt­zi-ge Ver­ein „Pri­ma­Kli­ma“ aus Düs­sel­dorf, der das in die Atmo­sphä­re abge­ge­be­ne Co2 durch Wie­der­auf­fors­tungs­maß­nah­men in Deutsch­land und Nica­ra­gua bin­det und damit für einen rech­ne­ri­schen Aus­gleich sorgt.

„Die Koope­ra­ti­on ist zunächst auf ein Jahr ange­legt, damit wir erst ein­mal Erfah­run­gen sam­meln“, erläu­tert der mit Pro­jekt­lei­tung beauf­trag­te WILD­WALD-Mit­ar­bei­ter Ste­phan Fischer. Mit­tel­fris­tig sei es geplant, zumin­dest auch eige­ne Pro­jekt­flä­chen für den Co2-Aus­gleich zu ent­wi­ckeln, so Fischer wei­ter.

In Arns­berg wird das Enga­ge­ment in Voss­win­kel posi­tiv gese­hen: „Das Pro­jekt ist ein tol­ler Bei­trag zum Kli­ma­schutz in der Stadt Arns­berg und hat ganz klar Vor­bild­cha­rak­ter. Ich freue mich dar­über, dass für mit Pri­ma­Kli­ma ein aner­kann­ter und zer­ti­fi­zier­ter Part­ner gefun­den wur­de, der die Maß­nah­men für den CO2-Aus­gleich u.a. auch in Deutsch­land vor­nimmt“, so der Kli­ma­schutz­ma­na­ger der Stadt Arns­berg, Sebas­ti­an Wit­te.