Wie gestal­ten Fami­li­en das Leben mit Demenz?

25. April 2013
von Redaktion

Teil­neh­me­rIn­nen für Befra­gung gesucht

p7472404-Projekt-Dem-Net-DArns­berg. In Deutsch­land wer­den die Men­schen immer älter: Im Jahr 2040 wer­den Schät­zun­gen zufol­ge etwa 24 Mil­lio­nen Men­schen über 65 Jah­re in der Bun­des­re­pu­blik leben. Mit der stei­gen­den Zahl von älte­ren und sehr alten Men­schen nimmt aller­dings auch die Anzahl demen­zi­el­ler Erkran­kun­gen zu. Schon heu­te lei­den in  etwa 1,4 Mil­lio­nen Men­schen mit Demenz. Die Stadt Arns­berg betei­ligt sich des­halb an einem weg­wei­sen­den For­schungs­pro­jekt. Dafür wer­den aktu­ell noch wei­te­re Teilnehmer/innen gesucht.

Im Ver­lauf einer Demenz wer­den bestimm­te geis­ti­ge Fähig­kei­ten wie Erin­ne­rungs­ver­mö­gen, Ori­en­tie­rungs­sinn und Sprach­ver­mö­gen nach und nach schwä­cher; die Gefühls­ebe­ne wird dabei sen­si­bler und der Bezug zu ver­trau­ten Per­so­nen noch wich­ti­ger. Für die Betrof­fe­nen und ihre Ange­hö­ri­gen bedeu­tet es eine immense Her­aus­for­de­rung, sich auf die neue Lebens­si­tua­ti­on ein­zu-las­sen und sie zu gestal­ten. Bis­her ist noch rela­tiv wenig dar­über bekannt, wie Men­schen, die von einer Demenz betrof­fen sind, ihr Leben orga­ni­sie­ren, wie sie und ihre Ange­hö­ri­gen mit der Ver­än­de­rung umge­hen und wel­che Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te sie ken­nen und nut­zen.

Die Stadt Arns­berg ist dabei bei einem For­schungs­pro­jekt mit von der Par­tie, das genau hier an-setzt. Ins­ge­samt 55 Men­schen mit Demenz sol­len zusam­men mit einem Ange­hö­ri­gen zu ihrer Le-bens­si­tua­ti­on befragt wer­den. Hier­zu führt Manue­la Völ­kel von der Fach­stel­le Zukunft Alter der Stadt Arns­berg Inter­views mit den Teil­neh­mern durch.  Aktu­ell wer­den noch wei­te­re Teil­neh­mer gesucht: Inter­es­sier­te mel­den sich bit­te bei Manue­la Völ­kel, Stadt Arns­berg, Fach­stel­le Zukunft Alter, Lan­ge Wen­de 16a, 59755 Arns­berg, m.völkel@arnsberg.de, 02932 2012213.

Bis­her wur­den bereits 20 Befra­gun­gen durch­ge­führt, in denen Men­schen ihre ganz per­sön­li­che Situa­ti­on geschil­dert haben. Die Ergeb­nis­se der Befra­gung wer­den anonym von den wis­sen­schaft-lichen Part­ner­in­sti­tu­ten aus­ge­wer­tet, das heißt, es ist nicht mög­lich, die ana­ly­sier­ten Daten auf ein­zel­ne Teil­neh­mer zurück­zu­füh­ren. Ziel des Vor­ha­bens ist es, wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se zu einem Bereich zu gewin­nen, über den die For­schung bis­her sehr wenig weiß. Die Ergeb­nis­se der Stu­die sol­len dazu die­nen, bes­se­re Unter­stüt­zungs­struk­tu­ren in ganz Deutsch­land auf­zu­bau­en.

Die Stu­die Dem­Net-D wird durch­ge­führt im Rah­men der Zukunfts­werk­statt Demenz des Bun­des-gesund­heits­mi­nis­te­ri­ums. An der Stu­die betei­ligt sind neben Arns­berg 12 wei­te­re Demenz-Netz­wer­ke sowie vier wis­sen­schaft­li­che Insti­tu­te. Geför­dert wird das For­schungs­pro­jekt vom Bun­des­ge­sund-heits­mi­nis­te­ri­um.