Was­ser­ver­sor­gung in Bachum und Voßwinkel

8. April 2014
von Redaktion

Arns­berg. Das Rohr­lei­tungs­netz in Bachum und Voß­win­kel besteht zum größ­ten Teil aus Guss­lei­tun­gen, die teil­wei­se kei­nen aus­rei­chen­den Innen­schutz haben. Auf Grund von Kor­ro­si­ons­pro­zes­sen, bei denen Eisen gelöst wird, kommt es in die­sen Lei­tungs­ab­schnit­ten häu­fig zu einer Braun­fär­bung (Rost­was­ser­bil­dung) des Trinkwassers.

Grund­sätz­lich ist eisen­hal­ti­ges Was­ser nicht gesund­heits­ge­fähr­lich und wird nach der Auf­nah­me im Kör­per wie­der aus­ge­schie­den. Rost­was­ser wird als stö­rend und unäs­the­tisch empfunden.

Die bes­te Lösung das Pro­blem der Rost­was­ser­bil­dung in den Griff zu bekom­men ist es, die was­ser­füh­ren­den Rohr­lei­tun­gen durch neue, kor­ro­si­ons­be­stän­di­ge Werk­stof­fe zu erset­zen. Dies ist jedoch aus finan­zi­el­len Grün­den, nur mit­tel- bis lang­fris­tig realisierbar.

Als alter­na­ti­ve Maß­nah­me, um das Pro­blem kurz­fris­tig in den Griff zu bekom­men, hat sich die Dosie­rung von Inhi­bi­to­ren (vor­wie­gend Phos­pha­te und Sili­ka­te) bewährt. Die­se Inhi­bi­to­ren bil­den in den Rohr­net­zen schüt­zen­de Deck­schich­ten und ver­hin­dern somit wei­test­ge­hend die wei­te­re Korrosion.

Nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen der Phos­phat­zu­fuhr über das Trink­was­ser sind nicht zu erwar­ten. Die Auf­nah­me von Phos­phat über die Nah­rung ist im Ver­gleich ein zig­fa­ches höher.

Für die Was­ser­be­hand­lung wer­den nur zuge­las­se­ne Mit­tel und Anla­gen ver­wen­det  deren Eig­nung durch ein Prüf­zeug­nis (DVGW, Deut­sche Ver­ei­ni­gung des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.) nach­ge­wie­sen ist.

Gemäß § 16, Abs. 4 der Trink­was­ser­ver­ord­nung (Trink­wV) in der ab 03. Mai 2011 gel­ten­den Fas­sung geben wir bekannt, dass in den Ver­sor­gungs­ge­bie­ten Bachum und Voß­win­kel dem Trink­was­ser ab dem 14.04.2014 ein Inhi­bi­tor auf Phos­phat-Basis  dosiert wird. Das ein­ge­setz­te Pro­dukt ist  zuge­las­sen nach § 11 der Trinkwasser”„ver”„ordnung und wird in der vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit und Sozia­le Siche­rung ver­öf­fent­lich­ten Lis­te aufgeführt.

Soll­ten Sie Fra­gen haben, steht Ihnen Herr Phil­ipp Hege­ner (02932 201‑3218) ger­ne zur Verfügung.