Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke (Aus­ga­be 24)

18. Dezember 2017
von Redaktion

Arns­berg-Voß­win­kel. Gera­de noch recht­zei­tig vor dem Weih­nachts­fest legt der Arbeits­kreis Dorf­ge­schich­te die neue Aus­ga­be sei­ner hei­mat­ge­schicht­li­chen Zeit­schrift „Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke“ vor. Die Leser kön­nen sich wie­der auf ein Heft mit ganz unter­schied­li­chen The­men aus der Geschich­te des Dor­fes freuen.

 

Mit dem Leh­rers Wil­helm Gos­mann, der sei­nem Vater Anton im Amt gefolgt war, wird die Schul­ge­schich­te fort­ge­setzt. Bei­de Leh­rer zusam­men haben das Schul­we­sen des Ortes fast ein Jahr­hun­dert mehr oder weni­ger posi­tiv geprägt. Ein Auf­satz befasst sich mit der töd­lich aus­ge­gan­ge­nen Züch­ti­gung eines Schü­lers durch einen ande­ren Leh­rer um 1900.

 

Aus Anlass der geplan­ten Indus­trie­be­bau­ung gibt es eini­ge Infor­ma­tio­nen zum Gut Nier­hoff, des­sen Geschich­te aber noch genau­er erforscht wer­den muss. Wei­te­re The­men der neu­en Aus­ga­be sind Fami­lie und Hof „San­der an der Ruhr“, der frü­he­re Tier­fried­hof am Has­bach, die Sie­pen­stra­ße in alten und neu­en Bil­dern und tra­di­tio­nell ein platt­deut­sches Gedicht von Holbeck‘s Gerd.

 

Mit dem Denk­mal „Sie­ben Fuß­fäl­le“, um des­sen Ent­ste­hung sich Legen­den ran­ken, haben sich die Mit­glie­der des Arbeits­krei­ses inten­siv befasst. Um jün­ge­re Geschich­te geht es in dem Bericht über die Errich­tung des Pfarr­hei­mes der Kir­chen­ge­mein­de, das vor 25 Jah­re ein­ge­weiht wurde.

 

Zwei wei­te­re Auf­sät­ze über die Indus­trie­ge­schich­te Voß­win­kels befas­sen sich mit der Fir­ma Robert Tem­me und der Unter­neh­mer­fa­mi­lie Witt­mann. Tem­me hat­te sei­nen Betrieb nach dem zwei­ten Welt­krieg schnell zu einem bedeu­ten­den Unter­neh­men der Fahr­rad­tei­le-Indus­trie gemacht, muss­te aber wegen Platz­man­gels schon bald nach Wim­bern ausweichen.

 

Wäh­rend die Fir­ma Tem­me älte­ren Voß­win­kel­ern noch ein Begriff ist, dürf­ten die Leser über die Geschich­te der Unter­neh­mer­fa­mi­lie Witt­mann über­rascht sein. Erst durch ein Gespräch mit Mar­lis Witt­mann (85), die selbst aus Berg­heim stammt und erst 1954 durch Hei­rat nach Voß­win­kel kam, wur­de dem AK die­se Fami­li­en- und Fir­men­ge­schich­te bekannt. Inter­es­siert hat­te Frau Witt­mann immer zuge­hört, wenn in der Fami­lie ihres Man­nes Kon­rad über die Ver­gan­gen­heit gespro­chen wur­de. Daher weiß sie, dass die Vor­fah­ren 1884 sich hier mit einem Kolo­ni­al­wa­ren­la­den im spä­te­ren Haus der Fami­lie Herbst nie­der­ge­las­sen haben, um dann neben der heu­ti­gen Schüt­zen­hal­le ein Wohn- und Geschäfts­haus und ein Fabrik­ge­bäu­de zu errich­ten. Alte Fotos und Unter­la­gen hat­te sie für ihre Kin­der und Enkel­kin­der auf­ge­ho­ben und jetzt dem AK zur Ver­fü­gung gestellt.

 

Zu erwer­ben sind die „Voß­win­ke­ler Rück­bli­cke” mit 24 Sei­ten und vie­len Bil­dern bei den Mit­glie­dern des Arbeits­krei­ses, in Voß­win­ke­ler Geschäf­ten und im Nehei­mer Buch­han­del zum Preis von nur drei Euro.

 

Foto: Die bei­den Vor­sit­zen­den des Arbeits­krei­ses Dorf­ge­schich­te Micha­el Rade­ma­cher (re.) und Micha­el Filt­haut über­rei­chen Mar­lis Witt­mann, die die Infor­ma­tio­nen und Bil­der zur Titel­ge­schich­te gelie­fert hat­te, die neue Aus­ga­be der „Voß­win­ke­ler Rückblicke“.