Vor 90 Jah­ren wur­de ein Stumm­film in Arns­berg gedreht Im Kunst­som­mer ist er wie­der zu sehen

22. August 2013
von Redaktion

Vor 90 Jah­ren wur­de ein Stumm­film in Arns­berg gedreht Im Kunst­som­mer ist er wie­der zu sehen

Arnsberg bei Nacht

Arns­berg bei Nacht

Arns­berg. 1923 – Arns­berg steht Kopf: Hen­ny Por­ten (1890–1960), einer der ers­ten gro­ßen weib­li­chen Stars des noch jun­gen deut­schen Films, dreht in Arns­berg. Ihr Erschei­nen vor dem Land­ber­ger Hof, jede Fahrt, jede Kame­ra­ak­ti­on wird bestaunt.

Gedreht wur­de der Film „Das Geheim­nis vom Brin­ken­hof” in Arns­berg und Sun­dern-Ame­cke. Neben Hen­ny Por­ten spiel­ten noch ande­re Film­be­rühmt­hei­ten: Paul Henckels, Alf Blü­te­cher, Ger­trud Eysoldt, um nur eini­ge zu nennen.

Jetzt ist der Film wie­der zuse­hen: Im Kunst­som­mer, am Sonn­tag, 25. August, ab cir­ca 20.30 Uhr – und zwar erst­mals an einem der dama­li­gen Dreh­or­te, dem Hof der ehe­ma­li­ge Schmie­de Hövel, Eich­holz­stra­ße 20, in Arnsberg.

Mög­lich gemacht haben das, neben Chris­ta und Rudi Olms, vor allem der Arns­ber­ger Hei­mat­bund e.V. und das Medi­en­zen­trum des HSK. Wer­ner Büh­ner hat schon lan­ge alle Spu­ren des Films ver­folgt; wur­de fün­dig in Tou­lou­se vor allem aber in Ber­lin. Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr der Film im Zeug­haus­ki­no Ber­lin in der Rei­he wie­der­ent­deckt zu sehen war, stellt nun das Bun­des­ar­chiv-Film­ar­chiv Ber­lin dem Arns­ber­ger Kunst­som­mer eine eigens gefer­tig­te dvd-Kopie zur Verfügung.

Aber was wäre ein sol­cher Film ohne Musik? Das ist die zwei­te Pre­mie­re die­ses Abends: Der Musi­ker Tho­mas Lud­wig, bekannt unter dem Label one­tro­nic, der unter ande­rem im letz­ten Kunst­som­mer mit sei­nem Pro­jekt „Statt­Lärm” vie­le Men­schen begeis­ter­te wird live sei­ne Inter­pre­ta­ti­on zum Film geben.

Der Ein­tritt ist frei, es wird aber um Spen­den für das Chris­to­pho­rus-Haus der Cari­tas in Oeven­trop gebe­ten. Dort wer­den Behin­der­te ihr Leben lang betreut.

Und wor­um geht es im Film? Hen­ny Por­ten gibt eine Guts­her­rin im Sauer­län­di­schen, die den Hof streng und sou­ve­rän führt. Doch auf ihr las­tet ein Geheim­nis aus der Ver­gan­gen­heit. Die ver­dräng­ten Ereig­nis­se dro­hen sie und den Brin­ken­hof aber­mals in den Abgrund zu rei­ßen … Der Film besticht nicht zuletzt durch wun­der­ba­re Ansich­ten von Arns­berg und Umgebung.

Der Film erzählt sei­ne Geschich­te fast nur über Bil­der und weni­ge Zwi­schen­ti­tel, ohne gespro­che­ne Wor­te und Töne. Der Betrach­ter kon­zen­triert sich also unver­stellt auf die beweg­ten Bil­der. Das passt gut zum Kunst­som­mer, der in die­sem Jahr vor allem eine Rei­se zu den Bil­dern ist, sei es im (Straßen-)Theater, sei es im Film, sei es im Comic.