Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel „Roun­dup“ ist sehr wahr­schein­lich nicht harm­los, im Gegenteil!

11. Mai 2014
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Arns­berg. Vor­wort:  Das Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel Roun­dup gilt, ent­ge­gen den Beteue­run­gen des Her­stel­lers, bei Umwelt­ver­bän­den kei­nes­wegs als harm­los. Nichts des­to trotz ver­treibt der Kon­zern Mon­s­an­to das Breit­band­her­bi­zid seit vie­len Jahr­zehn­ten welt­weit. Roun­dup wird im gro­ßen Maße sowohl in der Land­wirt­schaft und in Weih­nachts­baum­kul­tu­ren wie von Gärt­nern und Hob­by­gärt­nern eingesetzt.

(Kurz­fris­ti­ger) Vor­teil: Gift sprit­zen ist ein­fach und spart wahr­schein­lich Arbeits­kraft und Arbeitszeit!?

(Lang­fris­ti­ger) Nach­teil: Ergeb­nis­se neu­er Stu­di­en geben gro­ßen Anlass zur Befürch­tung, dass das Unkraut­be­kämp­fungs­mit­tel nicht nur das Unkraut, son­dern auch “erfolg­reich” unse­re Gesund­heit bekämpft.

Nach­fra­ge: Die Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL/FW) nahm am 07. Mai 2014 den Hin­weis eines Spa­zier­gän­gers zum Anlass, fol­gen­de Anfra­ge an den Land­rat des Hoch­sauer­land­krei­ses zu stellen:

Anfra­ge gemäß § 11 Abs. 1 der Geschäfts­ord­nung des Kreistags
The­ma: Ein­satz von Roun­dup auf kreis­ei­ge­nen Grundstücken

Sehr geehr­ter Herr Landrat,
sehr geehr­ter Herr Ausschussvorsitzender,
das angeb­lich harm­lo­se Unkraut­ver­nich­tungs­mit­tel „Roun­dup“ kommt lei­der mas­sen­haft in deut­schen Vor­gär­ten zum Ein­satz. Der NABU-Bun­des­ver­band und ande­re Umwelt­or­ga­ni­sa-tio­nen und Umwelt­schüt­zer war­nen immer wie­der vor den Gefah­ren, die von die­sem Her­bi­zid für Mensch, Tier und Umwelt aus­geht. Eine neue­re Stu­die des Inter­na­tio­nal Jour­nal of Envi­ron­men­tal Rese­arch and Public Health kam zu dem Ergeb­nis, das Unkraut­gift Roun­dup von Mon­s­an­to könn­te für töd­li­che Nie­ren­er­kran­kun­gen ver­ant­wort­lich sein. Bericht siehe:
http://​deut​sche​-wirt​schafts​-nach​rich​ten​.de/​2​0​1​4​/​0​3​/​0​3​/​s​t​u​d​i​e​-​m​o​n​s​a​n​t​o​-​r​o​u​n​d​u​p​-​k​o​e​n​n​t​e​-​z​u​-​t​o​e​d​l​i​c​h​e​m​-​n​i​e​r​e​n​-​v​e​r​s​a​g​e​n​-​f​u​e​h​r​en/
In einer wei­te­ren kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten Stu­die wird Gly­pho­sat, ein Bestand­teil von Roun­dup, u.a. auch für das ver­mehr­te Auf­tre­ten von Darm­er­kran­kun­gen ver­ant­wort­lich gemacht. Klick:
http://​deut​sche​-wirt​schafts​-nach​rich​ten​.de/​2​0​1​4​/​0​5​/​0​3​/​n​e​u​e​-​s​t​u​d​i​e​-​r​o​u​n​d​u​p​-​v​o​n​-​m​o​n​s​a​n​t​o​-​g​r​e​i​f​t​-​v​e​r​d​a​u​u​n​g​-​an/
Ein Pas­sant beob­ach­te­te am 05.05.2014, dass in den Bee­ten vor dem Kreis­haus in Arns­berg ein Mit­ar­bei­ter eines offen­bar von der Kreis­ver­wal­tung beauf­trag­ten Gar­ten­be­triebs Spritz­mit­tel zur Unkraut­be­kämp­fung einsetzte.

Dazu bit­te ich zu beantworten:
• Ist es zutref­fend, dass auf den Grund­stü­cken des Hoch­sauer­land­krei­ses gif­ti­ge Spritz­mit­tel wie Roun­dup zum Ein­satz kommen?
• Wenn ja, wel­che Mit­tel wer­den dabei ver­wen­det, wie oft und in wel­chem Maße?
• Wenn ja, wann wer­den Sie den Ein­satz von gif­ti­gen Pflan­zen­schutz­mit­teln auf kreis-eige­nen Grund­stü­cken unterbinden?“

Nach­wort:
Die Lis­te der mög­li­chen Gesund­heits­ge­fah­ren „Dank“ Roun­dup könn­ten wir noch ergän­zen. Das spa­ren wir uns und emp­feh­len, statt­des­sen die­sen auf­schluss­rei­chen Arti­kel des NABU zu lesen:
http://​www​.nabu​.de/​t​h​e​m​e​n​/​l​a​n​d​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​p​f​l​a​n​z​e​n​s​c​h​u​t​z​/​r​o​u​n​d​u​p​/​i​n​d​e​x​.​h​tml

Noch was:
Über die Ant­wort der Kreis­ver­wal­tung berich­ten wir sobald sie uns vorliegt.

Quel­le: Sauer­län­der Bür­ger­lis­te (SBL/FW)