Über The­men reden, die uns ange­hen

29. April 2016
von Redaktion

160429-Über-TArns­berg Neheim-Hüs­ten. Erfolg­rei­che Reli­giö­se Schul­wo­che am Berufs­kol­leg Ber­li­ner Platz Hüs­ten. 250 Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Berufs­kol­legs am Ber­li­ner Platz in Arns­berg-Hüs­ten aus den Berei­chen Höhe­re Berufs­fach­schu­le Wirt­schaft Unter­stu­fe, Wirt­schafts­gym­na­si­um Unter­stu­fe und Höhe­re Berufs­fach­schu­le Medi­en Unter­stu­fe erleb­ten im April eine beson­de­re Schul­wo­che. Reli­gi­ons­leh­re­rin Chris­ti­na Hein­si­us hat­te in ihrer Rol­le als Schul­seel­sor­ge­rin die „Reli­giö­se Schul­wo­che“ ans Berufs­kol­leg ein­ge­la­den. Das Theo­lo­gen­team Meli­na Loh­mann und Heinz Bodo Mar­kus, bei­de katho­lisch, war für eine Woche mit 9 evan­ge­li­schen und katho­li­schen Theo­lo­gie­stu­die­ren­den zu Gast an der Schu­le. Reli­gi­ons­leh­re Theo Spren­ger unter­stütz­te sei­ne Kol­le­gin und das Team.
Mit ihren Bemü­hun­gen erreich­ten sie die Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Das mach­ten die­se im Abschluss­got­tes­dienst am 29. April in der St. Petri-Kir­che am Hüs­te­ner Markt deut­lich. Schul­stun­den waren durch klei­ne Gesprächs­grup­pen ersetzt wor­den. Man­che kann­ten sich. Ande­re begeg­ne­ten sich zum ers­ten Mal. Nach die­ser Woche hat­ten alle sich ken­nen­ge­lernt, neue Bli­cke auf ein­an­der gewor­fen und gemerkt, dass man selbst sich oft ande­res wahr­nimmt als ande­re. Über Zukunft, Freund­schaft, über Sucht und Abtrei­bung, über die Sehn­sucht nach Frie­den haben die Grup­pen gespro­chen. „Immer hat es Spaß gemacht. Die Team­lei­ter sind auf uns ein­ge­gan­gen. Wir durf­ten unse­re Gesprächs­the­men selbst aus­wäh­len.“ Das hat den Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen beson­ders gut gefal­len. Und dass die The­men sie rich­tig angin­gen. Einer erzähl­te: „Wir haben über Abtrei­bung gespro­chen. Dabei wur­de deut­lich: Die Jun­gen wol­len, dass die Mäd­chen ent­schei­den. Über sol­che The­men soll­ten wir auch im Reli­gi­ons­un­ter­richt spre­chen.“ Im Got­tes­dienst, zu dem Pfar­rer Tobi­as Has­sel­mei­er sie begrüß­te, bau­ten Stell­ver­tre­ter der Gesprächs­grup­pen Sym­bo­le für ihre The­men vor dem Altar auf: Eine Uhr stand für die Zukunft “denn wir haben nur begrenz­te Zeit“, eine Ziga­ret­ten­schach­tel für das The­ma Sucht „Und wir wol­len das Rau­chen nicht unter­stüt­zen“, eine Ket­te mit viel­far­bi­gen Stei­nen „dafür, dass wir so ver­schie­den sind“, Hän­de, die sich hal­ten „für den Zusam­men­halt in unse­rer Gesprächs­grup­pe.“ Eine Schü­le­rin blick­te im Gebet auf Fröh­li­ches und Schwie­ri­ges in der Woche zurück und bat: „Gott, du nimmst uns so, wie wir sind. Lass uns das im All­tag erle­ben.“ In der Reli­giö­sen Schul­wo­che haben sie es erlebt. Heinz Bodo Mar­kus for­der­te sie in der Pre­digt auf: „Lebt eure Träu­me, sorgt für euch selbst und die, die euch nahe sind, und nutzt eure Gaben dafür, dass unse­re Welt ein klein wenig bes­ser wird.“ Die Schü­ler und Schü­le­rin­nen wün­schen sich eine Wie­der­ho­lung der Ver­an­stal­tung. Meli­na Loh­mann bedank­te sich bei der Schul­ge­mein­de: „Es war eine beson­de­re Woche für uns. Jeden Tag sind wir gern gekom­men und haben am Nach­mit­tag Neu­es geplant für den nächs­ten Tag.“ Beein­druckt war sie auch von Felix, Max und Flo­ri­an, die am E-Pia­no, mit Gei­ge und E-Gitar­re solis­tisch und zusam­men roman­ti­sche Musik­stü­cke und moder­ne Kir­chen­lie­der vor­tru­gen. Die Gemein­de dank­te ihnen mit Applaus. Im Bilanz­ge­spräch bezeich­ne­ten die Schü­ler die reli­giö­se Schul­wo­che als gute Abwechs­lung vom Schul­all­tag und lob­ten beson­ders die gute Orga­ni­sa­ti­on. „Anders hät­te es in unse­rer gro­ßen Schu­le nicht geklappt.“
Die Reli­giö­se Schul­wo­chen­ar­beit wird getra­gen vom Dienst an den Schulen/Pädagogisches Insti­tut der EDV Schwer­te und der Abtei­lung Schülerpastoral/Erzbischöfliches Gene­ral­vi­ka­ri­at Pader­born durch­ge­führt wird. Sie ver­steht sich als offe­nes Gesprächs­an­ge­bot der Schul­seel­sor­ge an die Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Daher gibt es kei­ne vor­her fest­ge­leg­ten The­men und kei­ne Vor­trä­ge. Im Mit­tel­punkt ste­hen Fra­gen, wel­che die Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf dem Hin­ter­grund ihrer eige­nen Lebens­er­fah­run­gen und Lebens­er­war­tun­gen für wich­tig hal­ten – und damit die Fra­ge, was dem Leben Sinn gibt.
Text und Bil­der: KKB Bil­der: 1: v.l.n.r.: Heinz Bodo Mar­kus und Meli­na Loh­mann und die gro­ße Schul­ge­mein­de