Sun­derns CDU stellt Wahl­pro­gramm vor

7. August 2020
von Redaktion

Sie­ben Punk­te beinhal­tet das Pro­gramm mit dem die CDU in den Wahl­kampf star­ten will.

 

Nach­hal­ti­ge Bil­dung vor Ort, moder­ne Infra­struk­tur, star­ke Wirt­schaft, Genera­tio­nen­zu­sam­men­halt, Kul­tur- und Sport­för­de­rung, star­ke Dör­fer – star­ke Stadt und  nach­hal­ti­ger Kli­ma- und Umwelt­schutz –  sie­ben Kern­the­men ste­hen auf dem Pro­gramm von Sun­derns CDU, mit denen die Par­tei in den Wahl­kampf star­ten möch­te. Am Frei­tag stell­ten Spit­zen­kan­di­da­ten der Frak­ti­on die­se The­men bei einer Pres­se­kon­fe­renz vor und erläu­ter­ten Punkt für Punkt ihre Posi­ti­on. Dabei mach­ten Frak­ti­ons­füh­rer Ste­fan Lan­ge und Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Georg Te Pass deut­lich – CDU-Frak­ti­on und Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat ver­tre­ten ein und die­sel­ben Zie­le. „Wir tre­ten als Gesamt­pa­ket an und stel­len unser gemein­sa­mes Pro­gramm vor“, ver­si­cher­te Lan­ge. Dabei geht die CDU mit einem nied­ri­gen Alter­durschnitt der Kan­di­da­ten von 40 Jah­ren in den Wahl­kampf und will mit die­sem Team den Still­stand in Sun­dern been­den, wie Lan­ge erklär­te.

Eva- Maria Tank­la­ge, Gerd Haff­ner, Sibyl­le Rohe-Tekath, Ste­fan Lan­ge, Tim Hoff­mann, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Georg Te Pass, Clau­dia Hach­en­ei und Sebas­ti­an Boo­ke haben maß­geb­lich das Wahl­pro­gramm der CDU-Frak­ti­on erar­bei­tet.

 

„Nach­hal­ti­ge Bil­dung vor Ort“ – Gute moder­ne Bil­dungs­an­ge­bo­te, vom Kin­der­gar­ten bis zum Schul­ab­schluss, gehö­ren für die CDU zum ers­ten Wahl­pro­gramm­punkt. „Kitas und Grund­schu­len vor Ort erhal­ten, alle Bil­dungs­ein­rich­tun­gen mit moder­ner Aus­stat­tung wie tech­ni­scher Infra­struk­tur und End­ge­rä­ten ver­se­hen. Dazu gehö­ren auch Fach­kräf­te die den Sup­port über­neh­men, also Hard- und Soft­ware kun­dig sind sowie aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal, um die Kern­kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln und zu för­dern“, erklär­te Clau­dia Hach­en­ei, Orts­vor­ste­he­rin vom Sun­derner Orts­teil Hach­en und Rats­kan­di­da­tin.

„Moder­ne Infra­struk­tur“ – Punkt zwei ist einer der Schlüs­sel­punk­te für eine funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft, Tou­ris­mus aber auch für die Anbin­dung von Berufs­pend­lern in unse­re Nach­bar­städ­te“, erklär­te Sebas­ti­an Boo­ke, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der und Rats­kan­di­dat. Die Ver­bes­se­rung des Ver­kehrs­flus­ses durch mehr Kreis­ver­keh­re, der Aus­bau der Bau­ern­au­to­bahn bis zur A46 und der Aus­bau der Rad­we­ge­net­ze habe obers­te Prio­ri­tät. Die wach­sen­de Infra­struk­tur z. B. in Wes­ten­feld und Helle­feld wür­de pro­fi­tie­ren, der Ver­kehr im Röhr­tal ent­las­tet. Die alte Bahn­tras­se gel­te es zu erhal­ten. Nicht für die Reak­ti­vie­rung der Röhr­tal­bahn, son­dern um zukunfts­fä­hi­ge Alter­na­ti­ven zu ermög­li­chen, wie z.B. als Tras­se für Elek­tro­bus­se. Grund­sätz­lich sei die CDU-Frak­ti­on nicht gegen die Reak­ti­vie­run­gen von Bahn­tras­sen, wohl aber von der in Sun­dern, ergänz­te Boo­ke. Denn zusätz­li­che Bahn­über­gän­ge wür­den hier den Ver­kehrs­fluss nur noch mehr behin­dern, wie es dahin­ge­hen­de Stu­di­en beleg­ten.

„Star­ke Wirt­schaft“ steht an zwei­ter Stel­le des Wahl­pro­gramms.  „Das pro­du­zie­ren­de Gewer­be, mit­tel­stän­di­scher Unter­neh­men prä­gen Sun­dern und sind maß­geb­lich für unse­ren Wohl­stand. Um die Wirt­schaft zu stär­ken, bedarf es einer funk­tio­nie­ren­den Infra­struk­tur und einer her­vor­ra­gen­den digi­ta­len Anbin­dung“, mach­te Ste­fan Lan­ge deut­lich. „Schluss mit dem Her­um­ei­ern der ver­gan­ge­nen Jah­re. Wir müs­sen Gewer­be­flä­chen für Unter­neh­men aus­wei­sen und nicht wie­der und wie­der die Pro­ble­me sezie­ren, die damit ver­bun­den sind“, rede­te der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Klar­text. Dazu begrüß­te Lan­ge die Ent­schei­dung aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit, eine Stel­le mit einer Wirt­schafts­för­de­rin in der Stadt­ver­wal­tung geschaf­fen zu haben. Eben­so gra­tu­lier­te Lan­ge einer Fir­ma aus dem Sun­derner Orts­teil Hagen, „Co-Working-Spaces“ wie dort gel­te es für ganz Sun­dern vor­an­zu­trei­ben.

„Genera­tio­nen­zu­sam­men­halt“ – die­sen Punkt stell­te Jugend­hil­fe­aus­schuss­vor­sit­zen­de und erneu­te Rats­kan­di­da­tin Sibyl­le Rohe-Tekath vor. „Unse­re Gesell­schaft lebt vom Zusam­men­spiel der Genera­tio­nen. Jung und Alt, Män­ner und Frau­en, Kin­der und Her­an­wach­sen­de müs­sen in Sun­dern Gege­ben­hei­ten vor­fin­den die ihre unter­schied­li­chen Inter­es­sen und Bedar­fe wider­spie­geln. Die CDU Sun­dern setzt sich dafür ein, die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf zu ver­bes­sern, Bus­ver­bin­dun­gen zu erhal­ten und Fami­li­en­für­sor­ge- und Pfle­ge­an­ge­bo­te finan­zi­ell zu unter­stüt­zen. „Nicht zuletzt müs­sen aus­rei­chend Kita-Plät­ze zur Ver­fü­gung ste­hen. Die Kin­der­ta­ge­stät­ten benö­ti­gen eine soli­de finan­zi­el­le Aus­stat­tung, damit Gebäu­de erhal­ten und Spiel­an­ge­bo­te aus­ge­baut wer­den kön­nen“, erklär­te Rohe-Tekath zum fünf­ten Punkt des Wahl­pro­gramms.

„Kul­tur und Sport­för­de­rung“ – als wich­ti­ger Stand­ort­fak­tor ist die­ser Punkt für unse­re Stadt irgend­wie auch Wirt­schafts­för­de­rung, mach­te Rats­kan­di­dat Tim Hoff­mann deut­lich: „Die Ent­schei­dung nach Sun­dern zu kom­men um dort zu arbei­ten, hän­ge auch vom kul­tu­rel­len und sport­li­chen Ange­bot ab. Unse­re For­de­run­gen blei­ben unmiss­ver­ständ­lich ste­hen; Wir benö­ti­gen geeig­ne­te Räu­me für Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de und müs­sen auch wei­ter­hin Mit­tel für eine lebens­wer­te Stadt mit kul­tu­rel­lem Ange­bot bereit­stel­len. Im Zen­trum der Über­le­gun­gen ste­he daher wei­ter­hin ein Kul­tur­haus, dass die­se Vor­ga­ben unter einem Dach ver­ei­ne. Glei­ches gel­te für Sport. Die CDU wer­de alles dar­an setz­ten, dass es trotz aller Wid­rig­kei­ten nicht zu Ein­schnit­ten bei die­sen frei­wil­li­gen Leis­tun­gen kom­men wird. „Kul­tur- und Sport­för­de­rung ist Daseins­für­sor­ge“, so Hoff­mann.

„Star­ke Dör­fer – star­ke Stadt“ – Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Georg Te Pass bekennt sich als Sun­derner zur Stadt samt sei­nen Dör­fern., Te Pass erklär­te zu Punkt sechs: „Eine kinder‑, fami­li­en- und senio­ren­freund­li­che Stadt sei das Leit­bild der Kom­mu­nal­po­li­tik. Gesund­heits­vor­sor­ge, Bil­dung, Mobi­li­tät, digi­ta­le Ver­net­zung und Nah­ver­sor­gung mit Gütern des täg­li­chen Bedarfs müs­sen genau­so die viel­fäl­ti­ge Frei­zeit­an­ge­bo­te für alle Men­schen in allen Orts­tei­len Sun­derns zugäng­lich sein. Städ­te­bau und Dorf­er­neue­rungs­pro­gram­me müss­ten noch pass­ge­nau­er auf die Bedürf­nis­se der Sun­de­re­ner zuge­schnit­ten wer­den. Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr, die Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen und flä­chen- und bedarfs­ge­rech­te medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung haben Prio­ri­tät. Sun­dern ist die Sum­me aller Orts­tei­le.“, erklär­te Te Pass.

„Nach­hal­ti­ger Kli­ma- und Umwelt­schutz“ – Fabi­an Blo­me, zum ers­ten Mal als Rats­kan­di­dat dabei, fass­te Punkt sie­ben, zusam­men. „Wir set­zen auf ein ver­ant­wor­tungs­vol­les Zusam­men­brin­gen von Öko­no­mie und Öko­lo­gie, ohne radi­ka­le For­de­rung und Ideo­lo­gie, son­dern durch prag­ma­ti­sche Taten vor Ort.“ Das beinhal­te z.B. einen schnel­le­ren Rade­we­ge­aus­bau, eine Ver­bes­se­rung der ÖPNV-Ver­bin­dun­gen und den Aus­bau des E‑Ladenetzes.“ Bei anste­hen­den Neu­bau­ten, wie dem Bau­be­triebs­hof und der Feu­er­wehr­wa­che müs­se man auf rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­trä­ger set­zen.  Die CDU for­cie­re Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen bei Bestands­ge­bäu­den und den Ein­satz von alter­na­ti­ven Antrie­ben bei Neu­käu­fen für den städ­ti­schen Fuhr­park und Unter­stüt­zung  bei der Ver­mitt­lung von kli­mare­le­van­ten Inves­ti­tio­nen von Unter­neh­mern und Bür­ge­rIn­nen.

„Umwelt­schutz ist Hei­mat­schutz. Auch wir als CDU set­zen auf den Schutz unse­res Lebens­um­fel­des“, so Blo­me.

„Wir freu­en uns auf den Wahl­kampf, denn Wett­be­werb gehört zur Demo­kra­tie”, erklärt Frak­ti­ons­füh­rer Ste­fan Lan­ge abschlie­ßend. ”