Kom­mu­nal­auf­sicht sieht kei­ne fal­schen Stel­len­be­wer­tun­gen – Alles recht­lich ver­tret­bar ‑Bür­ger­meis­ter äußert sich per­sön­lich

24. Juni 2020
von Redaktion

Sun­dern. Nach dem, vor eini­gen Wochen die Stadt­käm­me­rin dem Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del angeb­lich fal­sche Stel­len­be­wer­tun­gen und dar­aus resul­tie­rend, zu hohe Gehäl­ter eini­ger städ­ti­scher Mit­ar­bei­ter vor­ge­wor­fen hat­te, und sich die­sen Vor­wür­fen die Frak­tio­nen der CDU, WiSu, Bür­ger für Sun­dern und zwei Par­tei­lo­se Rats­mit­glie­der anschlos­sen, hat nun die Kom­mu­nal­auf­sicht den Bür­ger­meis­ter ent­las­tet.

Bür­ger­meis­ter Bro­del äußert sich in einem Schrei­ben selbst zu dem Bescheid der Kreis­auf­sicht. Sei­ne Stel­lung­nah­me im Wort­laut:

Kreis sieht kei­ner­lei unrecht­li­che Vor­ge­hens­wei­sen

Am Ende bleibt nichts übrig von den unzäh­li­gen Vor­wür­fen.

Zu die­sem Ergeb­nis kommt jetzt der Kreis in sei­nem acht Sei­ten dicken Bericht. Sämt­li­che Vor­gän­ge wur­den durch die Kreis­auf­sicht begut­ach­tet, zahl­lo­se Akten gewälzt, klein­tei­li­ge Unter­su­chun­gen ange­stellt, jeder Vor­wurf auf den Prüf­stand gestellt und peni­bel durch­leuch­tet. Fazit, wie in der Pres­se­mit­tei­lung des Krei­ses kurz auf den Nen­ner gebracht:

Damit bestä­tigt die Kreis­auf­sicht, die immer wie­der vom Bür­ger­meis­ter klar gemach­te Hal­tung, dass am Ende nichts von den Vor­wür­fen übrig­blei­ben wer­de. „Doch“, so Bür­ger­meis­ter Ralph Bro­del, „es bleibt etwas übrig: vie­le Ver­letz­te. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, die völ­lig zu Unrecht und will­kür­lich als Rechts­bre­cher ange­klagt wur­den. Das erschüt­tert mich am meis­ten. Mei­ne­Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der­ma­ßen in Ihrer per­sön­li­chen Inte­gri­tät zu ver­let­zen, das sitzt sehr tief.“ Vie­le von ihnen, so berich­tet der Ver­wal­tungs­chef, haben in ihrem pri­va­ten Umfeld oder in dienst­li­chen Bezü­gen, Anfein­dun­gen und teil­wei­se Schmä­hun­gen erle­ben müs­sen. Durch die nega­ti­ve Bericht­erstat­tung ist das Image der Stadt nach­hal­tig beschä­digt wor­den. „Völ­lig halt­lo­se Vor­wür­fe der Käm­me­rin und der sich die­ser anschlie­ßen­den Rats­mit­glie­der der CDU, der LIN­KEN, der Bür­ger für Sun­dern und der WISU, Durch­ste­che­rei­en von ver­trau­li­chen Doku­men­ten, einer Son­der­rats­sit­zung, die als Ankla­ge­tri­bu­nal ende­te und der Ver­wei­ge­rung der Rats­mehr­heit zur Auf­klä­rung wirk­lich bei­tra­gen zu wol­len haben der Stadt Sun­dern als Stand­ort für Inves­to­ren schwers­ten Scha­den zuge­fügt. Alles mit einem mora­lisch ver­werf­li­chen Ziel: Mei­ne Repu­ta­ti­on maxi­mal zu beschä­di­gen, kos­te es was es wol­le. Jetzt fällt das gan­ze Kar­ten­haus in sich zusam­men und begräbt wei­te Tei­le die­ser poli­ti­schen Unkul­tur hof­fent­lich für immer unter sich. Was bleibt ist ein Scher­ben­hau­fen. Ich bin stolz auf mei­ne Mitarbeiter*innen, die mehr­heit­lich hin­ter mir ste­hen und auch unter
die­sen schwers­ten emo­tio­na­len Rah­men­be­din­gun­gen immer bes­te Leis­tung für die Bürger*innen die­ser Stadt gelie­fert haben. Ohne sie wäre die Cora­na Kri­se in Sun­dern nicht so gut über­stan­den wor­den.“ Mit die­sen Mitarbeiter*innen und den anstän­di­gen Bürger*innen und den Vertreter*innen im Rat, denen unse­re Stadt am Her­zen liegt, will der Ver­wal­tungs­chef das Trüm­mer­feld an die Sei­te räu­men und die Stadt den Stel­len­wert zukom­men las­sen, den sie ver­dient hat. „Popu­lis­mus der ver­gan­ge­nen Mona­te hat unse­re Stadt nicht ver­dient. Weder die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Sun­derns, noch die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter die sich für unse­re Stadt täg­lich ein­set­zen. Las­sen Sie uns gemein­sam neu begin­nen.“
Sun­dern, den 24. 06. 2020 Bür­ger­meis­ter­bü­ro