Frak­tio­nen stel­len Antrag zur Mach­bar­keits­stu­die eines neu­en Kul­tur­hau­ses

5. März 2020
von Redaktion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stadt­ga­le­rie von Sun­dern braucht eine neue Blei­be. Schon län­ger ist sicher, die jet­zi­gen Räu­me, nahe der Fuß­gän­ger­zo­ne ste­hen bald nicht mehr zur Ver­fü­gung. In einem inter­frak­tio­nel­len Antrag an den Bür­ger­meis­ter for­dern Rats­mit­glie­der die Prü­fung des Baus eines kom­plett neu­en Kul­tur­hau­ses

Im Fol­gen­den der Antrag:

 

An den
Bür­ger­meis­ter der Stadt Sun­dern
Herrn Ralph Bro­del
Rat­haus­platz 1
59846 Sun­dern                                                                                                                          Sun­dern, 03. März 2020

Kul­tur för­dern, Sun­dern stär­ken

Hier: Mach­bar­keits­stu­die für Neu­bau eines Kul­tur­hau­ses auf dem Rat­haus­platz
oder im Innen­stadt­be­reich

Sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter,

der Fach­aus­schuss Arbei­ten und Leben in Sun­dern hat sich im ver­gan­ge­nen Jahr
mehr­heit­lich für die Fort­füh­rung einer Stadt­ga­le­rie an geeig­ne­ter Stel­le
aus­ge­spro­chen und sicher­ge­stellt, dass Mit­tel i.H.v. 30.000 Euro für eine
Mach­bar­keits­stu­die zu einem neu­en Ort der Kul­tur in Ver­bin­dung mit wei­te­ren
sinn­vol­len Nut­zungs­mög­lich­kei­ten in den Haus­halts­plan 2020 ein­ge­stellt
wur­den.
Nach vie­len kon­struk­ti­ven Dis­kus­sio­nen im Fach­aus­schuss und der inten­si­ven
Aus­ein­an­der­set­zung mit infra­ge kom­men­den Bestands­ob­jek­ten im
Kern­stadt­ge­biet blie­ben als rea­lis­ti­sche Optio­nen zunächst die ehe­ma­li­gen
Gast­wel­ten-Flä­chen, die zum Zeit­punkt zur Dis­po­si­ti­on stan­den und das
ehe­ma­li­ge, bau­fäl­li­ge Stadt­wer­ke-Gebäu­de an der Schwem­ke. Aus heu­ti­ger Sicht
las­sen sich etwai­ge Vor­ha­ben nicht mehr rea­li­sie­ren, da der Eigen­tü­mer der
Gast­wel­ten-Flä­chen nun selbst eine Nut­zung geplant hat und ers­te
Kos­ten­schät­zun­gen für einen Umbau der ehe­ma­li­gen Stadt­wer­ke die­sen nahe­zu
unbe­zahl­bar machen. Oben­drein bie­tet das Gebäu­de auch Sicht vie­ler
Kul­tur­schaf­fen­der kei­ne opti­ma­len Flä­chen für Kunst und Kul­tur.

Dar­über hin­aus hal­ten die Unter­zeich­ner die­ses Antrags es für gebo­ten, neue
Flä­chen für Kul­tur mit ande­ren sinn­vol­len Nut­zun­gen zu kom­bi­nie­ren –
ins­be­son­de­re auch um Syn­er­gi­en zu heben und die finan­zi­el­le Dar­stell­bar­keit zu
gewähr­leis­ten. Daher besteht bereits jetzt ein inter­frak­tio­nel­ler Kon­sens, wenn
es um die fol­gen­den Eck­punk­te zur Errich­tung eines eige­nen Kul­tur- und
Bil­dungs­hau­ses geht:
1. Die Unter­zeich­ner unter­strei­chen den Wunsch, einen Neu­bau zu
errich­ten, der mul­ti­funk­tio­nal aus­ge­stat­tet wird und durch
zeit­wei­se Ver­mie­tun­gen eini­ger der zu schaf­fen­den Flä­chen eine
teil­wei­se Refi­nan­zie­rung erzie­len soll.
2. Der geeig­ne­te Stand­ort für ein sol­ches Vor­ha­ben soll­ten ent­we­der
der Rat­haus­platz oder eine ver­gleich­ba­ren Flä­che im
Innen­stadt­be­reich sein.
3. Bei Berück­sich­ti­gung des Rat­haus­plat­zes, könn­te das jet­zi­ge
Gebäu­de „Rat­haus­platz 7“ abge­ris­sen wer­den, da die­ses Gebäu­de
aus Sicht der Unter­zeich­ner künf­tig hohe Sanie­rungs­kos­ten
ver­ur­sa­chen wür­de.
4. Die Unter­zeich­ner möch­ten die Nied­rig­zins­pha­se für Inves­ti­tio­nen
in blei­ben­de Wer­te nut­zen und es soll eine wei­test­ge­hen­de
Refi­nan­zie­rung über Ver­mie­tung der Flä­chen geschaf­fen wer­den.
5. Der Rat­haus­platz und sein Umfeld soll – wenn er denn
Berück­sich­ti­gung fin­det – in Gän­ze neu gedacht und geplant
wer­den.

Aus Sicht der unter­zeich­nen­den Rats­mit­glie­der soll ein neu zu errich­ten­der
Gebäu­de­kom­plex mit mög­li­chen vier Geschos­sen (ange­passt an die Höhen
bestehen­der Bau­kör­per wie Rat­haus und Sun­der­land Hotel) die fol­gen­den
Attri­bu­te auf­wei­sen und die nach­ste­hend genann­ten Teil­be­rei­che umfas­sen:
Erd­ge­schoss:

• Bar­rie­re­frei­er Kul­tur­saal mit einer mög­li­chen Bestuh­lung von ca.
500 Plät­zen
• Tou­rist – Info im groß­zü­gi­gen Foy­er
• Bis­tro im Foy­er (Ver­pach­tung)
• Sani­tär- und Sozi­al­räu­me
• Grund­flä­che von min­des­tens 1000 m²
• Boden­tie­fe Glas­ele­men­te
1. Eta­ge
• Stadt­ga­le­rie mit zusätz­li­chen Nut­zungs- bzw.
Ver­mie­tungs­mög­lich­kei­ten
• Sani­tär­räu­me
• Klei­ner Film­saal
• Even­tu­ell Dach­ter­ras­se
2. Eta­ge
• Semi­nar­räu­me zur Ver­mie­tung an Unter­neh­men und Hotels
• Neu­es, groß­zü­gi­ges Trau­zim­mer
• Sani­tär­räu­me
3. Eta­ge
• Büro­räu­me für Stadt­mar­ke­ting, Wirt­schafts­för­de­rung, Kul­tur­bü­ro
und wei­te­ren Flä­chen­be­darf aus dem Rat­haus
• Büro­räu­me zur wei­te­ren Ver­mie­tun­gen
Dach­ter­ras­se (Roof­top)
• Für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen und Emp­fän­ge

Die unter­zeich­nen­den Rats­mit­glie­der for­dern die Ver­wal­tung (Fach­be­reich 3 &
5) auf, eine zeit­na­he Ver­ga­be der Mach­bar­keits­stu­die an ein Pla­nungs­bü­ro
ein­zu­lei­ten. Dar­über hin­aus wird die zeit­na­he, wei­te­re Bera­tung über die
Mach­bar­keit eines sol­chen Pro­jekt in den zustän­di­gen Aus­schüs­sen gewünscht.
Der Pro­zess soll­te auf den Stand­ort bezo­gen so offen wie mög­lich gestal­tet
wer­den und eine ers­te kauf­män­ni­sche Berech­nung auf­grund der Ergeb­nis­se der
Mach­bar­keits­stu­die erfol­gen. Soll­te die­se posi­tiv ver­lau­fen, könn­te der Rat der
Stadt Sun­dern mit einem Archi­tek­ten­wett­be­werb in die Pla­nun­gen ein­stei­gen.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Rats­mit­glie­der
Tim Hoff­mann Jens Kunen Sabi­ne Rie­chert-Rother
Ste­fan Lan­ge Micha­el Ste­che­le Rüdi­ger Lauf­möl­ler
Sebas­ti­an Boo­ke Lars Dün­ne­ba­cke Doro­thee Thie­le
Ulla Kai­ser Ute Beren­fän­ger Hanns-Rüdi­ger Feh­ling
Hol­ger Hen­ges­bach Peter Penz Bir­t­he Hirsch­berg
Mari­us Ross Eli­sa­beth Schöler- Bräu­er
Mar­cus Schau­er­te Jür­gen Ter Braak Wer­ner Kauf­mann
Fried­rich Becker Mar­kus Alle­feld Clau­dia Hach­en­ei
Sibyl­le Rohe-Tekath Georg Te Pass Hans-Fried­rich Dros­te
Heinz-Gerd Pöt­ter Marc-Oli­ver Stiewe Wer­ner Kauf­mann
Sven Fran­ke Sieg­fried Huff Andre­as Bah­de