CDU stellt Antrag auf Wald­kin­der­gar­ten

19. Juni 2020
von Redaktion

Kita-Neu­bau im Orts­teil Sun­dern – Prü­fung wei­te­rer Stand­or­te unter Ein­be­zie­hung eines „Waldkindergarten“-Konzepts

Laut aktu­el­len Kita­platz-Bedarfs­si­tua­ti­on feh­len für das Jahr 2021 163 Kita-Plät­ze im Orts­teil

Sun­dern. Eine Unter­de­ckung bleibt auch per­spek­ti­visch bestehen, da nach dem aktu­el­len Platz­an­ge­bot auch für das Jahr 2030 ein Man­gel an 86 Kita-Plät­zen im Orts­teil Sun­dern vor­aus­zu­se­hen ist. Im Jugend­hil­fe­aus­schuss soll daher über die Errich­tung einer wei­te­re Kita und deren mög­li­chen Stand­ort im Orts­teil Sun­dern dis­ku­tiert wer­den.

Der CDU Orts­ver­band Sun­dern spricht sich aus­drück­lich für eine wei­te­re Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung aus, um den drin­gen­den Bedarf zu decken. „Aus unse­rer Sicht muss die­ses Vor­ha­ben mit höchs­ter Prio­ri­tät behan­delt wer­den, da der aktu­el­le Man­gel abso­lut unbe­frie­di­gend ist. Jedem Kind muss orts­nah ein Kita­platz ange­bo­ten wer­den kön­nen“, so CDU-Rats­mit­glied Georg Te Pass. Da die bestehen­den Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen laut Aus­kunft der Stadt kei­ne Erwei­te­rungs­mög­lich­keit sehen, muss ein wei­te­rer Stand­ort gefun­den wer­den. Die Stadt Sun­dern hat als einen mög­li­chen Stand­ort den Bolz­platz in der Johann-Bet­ten-Stra­ße genannt.

„Wir als CDU Orts­ver­band bean­tra­gen, wei­te­re Flä­chen zu ermit­teln, die als Stand­ort für eine Kita in Fra­ge kom­men. In NRW ent­ste­hen momen­tan vie­le Wald­kin­der­gär­ten. Auch in Sun­dern soll­te geprüft wer­den, ob ein ent­spre­chen­der Stand­ort dafür zu Ver­fü­gung steht.“, ver­deut­licht Fabi­an Blo­me den
Wunsch der CDU nach einer brei­ten und inten­si­ven Stand­ort­su­che, die auch neue Kon­zep­te eines Kin­der­gar­tens mit­denkt.

Das Kon­zept des Wald­kin­der­gar­tens bie­tet Natur­er­fah­run­gen und kom­bi­niert die­se mit Bewe­gung. Der jah­res­zeit­li­che Rhyth­mus, die Abläu­fe im Natur­kreis­lauf sowie die ver­schie­de­nen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se wer­den unmit­tel­bar erlebt. Zudem erwer­ben die Kin­der auf natür­li­che Wei­se Kennt­nis­se über die Pflan­zen- und Tier­welt. Die viel­fäl­ti­gen Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten wie Lau­fen, Klet­tern, Sprin­gen und Hüp­fen geben Kin­dern Sicher­heit und ver­mit­teln Kör­per­ge­fühl.
Die aktu­el­len Unter­su­chun­gen bezüg­lich der Kin­des­ent­wick­lung in einem Wald­kin­der­gar­ten zei­gen posi­ti­ve Ergeb­nis­se auf. So ist eine bes­se­re Moto­rik, ein stär­ke­res Immun­sys­tem, eine ver­bes­ser­te Sprach­ent­wick­lung und eine genau­so gute Vor­be­rei­tung auf schu­li­sche Anfor­de­run­gen wie in einem
Regel­kin­der­gar­ten fest­ge­stellt wor­den.

„Für mich ist es von zen­tra­ler Bedeu­tung, die­ser Unter­de­ckung an Kita­plät­zen mas­siv ent­ge­gen­zu­wir­ken und auch noch vor der Kom­mu­nal­wahl eine Stand­ort­ent­schei­dung für eine neue Kita zu tref­fen“, so Rats­mit­glied Georg Te Pass abschlie­ßend.

 

Der Antrag der CDU-Frak­ti­on an den Bür­ger­meis­ter im Wort­laut:

Sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter,
laut der aktu­el­len Kita­platz-Bedarfs­si­tua­ti­on feh­len für das Jahr 2021 163 Kita-Plät­ze im Orts­teil Sun­dern. Eine Unter­de­ckung bleibt auch per­spek­ti­visch bestehen, da nach dem aktu­el­len Platz­an­ge­bot auch für das Jahr 2030 ein Man­gel an 86 Kita-Plät­zen im Orts­teil Sun­dern vor­aus­zu­se­hen ist.
In der nächs­ten Sit­zung des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses soll daher über die Errich­tung einer wei­te­ren Kita und deren mög­li­chen Stand­ort im Orts­teil Sun­dern dis­ku­tiert wer­den. Der CDU Orts­ver­band Sun­dern spricht sich aus­drück­lich für eine wei­te­re Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung aus, um den drin­gen­den Bedarf zu
decken. Aus Sicht der CDU Sun­dern muss die­ses Vor­ha­ben mit höchs­ter Prio­ri­tät behan­delt wer­den, da der aktu­el­le Man­gel abso­lut unbe­frie­di­gend ist. Jedem Kind muss orts­nah ein Kita­platz ange­bo­ten wer­den kön­nen. Da die bestehen­den Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen laut Aus­kunft der Stadt kei­ne Erwei­te­rungs­mög­lich­keit
sehen, muss ein wei­te­rer Stand­ort gefun­den wer­den.

Die Stadt Sun­dern hat als einen mög­li­chen Stand­ort den Bolz­platz in der Johann-Bet­ten-Stra­ße genannt.
Der CDU Orts­ver­band bean­tragt, wei­te­re Flä­chen zu ermit­teln , die als Stand­ort in Fra­ge kom­men könn­ten. Auch die Ent­ste­hung eines Wald­kin­der­gar­tens ist aus Sicht des CDU Orts­ver­bands zu prü­fen.
Ein Wald­kin­der­gar­ten bie­tet Natur­er­fah­run­gen und kom­bi­niert die­se mit Bewe­gung. Der jah­res­zeit­li­che Rhyth­mus, die Abläu­fe im Natur­kreis­lauf sowie die ver­schie­de­nen Wit­te­rungs­ver­hält­nis­se wer­den unmit­tel­bar erlebt. Zudem erwer­ben die Kin­der auf natür­li­che Wei­se Kennt­nis­se über die Pflan­zen- und Tier­welt. Die viel­fäl­ti­gen Bewe­gungs­mög­lich­kei­ten wie Lau­fen, Klet­tern, Sprin­gen und Hüp­fen geben Kin­dern Sicher­heit und ver­mit­teln Kör­per­ge­fühl.
Die aktu­el­len Unter­su­chun­gen bezüg­lich der Kin­des­ent­wick­lung in einem Wald­kin­der­gar­ten zei­gen posi­ti­ve Ergeb­nis­se auf:
Der täg­li­che Auf­ent­halt in der frei­en Natur unter­stützt eine posi­ti­ve Ent­wick­lung der kind­li­chen Moto­rik und Wahr­neh­mung in den Berei­chen Grob- und Fein­mo­to­rik, Koor­di­na­ti­on , tak­ti­ler Wahr­neh­mung und Tie­fen­sen­si­bi­li­tät. Kin­der, die einen Wald­kin­der­gar­ten besucht haben, sind auf schu­li­sche Anfor­de­rung nicht weni­ger gut vor­be­rei­tet als Kin­der, wel­che einen Regel­kin­der­gar­ten besucht haben – sie wer­den sogar in der Mehr­zahl der Berei­che etwas bes­ser beno­tet (Häf­ner 2002; Gor­ges, 1999, 2002).
Kin­der im Wald­kin­der­gar­ten sind gesund­heit­lich sta­bi­ler, haben weni­ger Unfäl­le und fal­len siche­rer. Da die meis­ten Wald­kin­der­gär­ten kon­zep­tio­nell kein kon­ven­tio­nel­les Spiel­zeug mit „vor­ge­schrie­be­ner“ Bedeu­tung nut­zen und die Kin­der mit Natur­ge­gen­stän­den spie­len, wirkt sich die Wald­päd­ago­gik auch auf die Sprach­ent­wick­lung unter­stüt­zend aus, weil sich die Kin­der über Bedeu­tung von Gegen­stän­den und das Spiel­ge­sche­hen häu­fi­ger ver­bal aus­tau­schen (Warm­bold 2002). Im Wald­kin­der­gar­ten sind Kin­der und Päd­ago­gen gene­rell weni­ger lärm­be­las­tet als in geschlos­se­nen Räu­men. Tra­di­tio­nel­le Kin­der­gär­ten wei­sen eine
höhe­re Lärm­be­las­tung und daher auch einen erhöh­ten Stress bei Kin­dern und Erzie­hern auf.
Fest­ge­stellt wur­den auch posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Immun­sys­tem von Kin­dern und Erzie­hern durch den stun­den­lan­gen Auf­ent­halt im Frei­en (Warm­bold 2002).
Für uns als CDU ist es von zen­tra­ler Bedeu­tung, die­ser Unter­de­ckung an Kita-Plät­zen mas­siv ent­ge­gen­zu­wir­ken. Daher wün­schen wir uns eine prio­ri­sier­te Behand­lung die­ser The­ma­tik.
Am 30.01.19 sag­te Fach­be­reichs­lei­ter Hustadt im Rat, „dass Kita-Lei­tun­gen auf­grund der Platz­si­tua­ti­on den Unmut von Eltern schon zu spü­ren bekom­men hät­ten. […] dass die Anspan­nung im Stadt­teil Sun­dern sehr hoch sei. […] Grund­sätz­lich sei­en eini­ge Kin­der­gar­ten­lei­tun­gen von Eltern schon hef­tig ange­gan­gen wor­den.“ (Nie­der­schrift der Stadt Sun­dern)
Die­se Situa­ti­ons­be­schrei­bung ver­deut­licht die unbe­frie­di­gen­de Aus­gangs­la­ge und den drin­gen­den Hand­lungs­be­darf.

Georg Te Pass
Sebas­ti­an Boo­ke
Fabi­an Blo­me