Sun­dern – Win­ter­berg: Over­sum und kein Ende – Sauer­län­der Bür­ger­lis­te stellt Anfra­ge zu Ferienparks

8. April 2013
von Redaktion

Hoch­sauer­land­kreis. Win­ter­berg. Sun­dern. Die Sauer­län­der Bürgerliste

(SBL) stell­te am 8. April 2013 fol­gen­de Anfra­ge an den Landrat:

 

Tou­ris­mus ist für das Sauer­land seit Jahr­zehn­ten von gro­ßer Bedeutung.

Wir freu­en uns dar­über, dass zu allen Jah­res­zei­ten Urlau­ber und Gäs­te das Sauer­land besu­chen, die viel­fäl­ti­gen tou­ris­ti­schen Ange­bo­te nutzen

und so zum wirt­schaft­li­chen Erfolg unse­rer Regi­on beitragen.

Doch die Pla­nung und Pro­jek­tie­rung immer neu­er Feri­en­an­la­gen und ande­rer tou­ris­ti­scher Ein­rich­tun­gen beob­ach­ten vie­le Men­schen mit Sorge.

Nicht erst der „Fall Over­sum“ macht deut­lich, zu wel­chen Pro­ble­men Über­an­ge­bot und finan­zi­ell aus dem Ruder lau­fen­de Bau­vor­ha­ben und voll­mun­di­ge Ver­spre­chen dubio­ser Inves­to­ren füh­ren kön­nen, ins­be­son­de­re im Rah­men von „PPP“-Projekten. Kri­tisch zu sehen sind auch Natur- und Flächenverbrauch.

 

Daher bit­te ich fol­gen­de Fra­gen zu beantworten:

1.    Wie vie­le Feri­en­parks, Feri­en­häu­ser und gro­ße Hotel­an­la­gen sind

im HSK aktu­ell auf dem Markt und wie groß ist ihre Bettenzahl?

2.    Wel­che Daten sind Ihnen bekannt über die durchschnittliche

Aus­las­tung der Feri­en­an­la­gen und Hotels?

3.    Ist Ihnen bekannt, ob und wie vie­le Feri­en­an­la­gen, Ferienhäuser,

Feri­en­parks und Hotels der­zeit unge­nutzt sind und leer ste­hen oder sich in Abwick­lung befinden?

4.    Wenn ja, wo befin­den sich grö­ße­re, leer ste­hen­de Ferienkomplexe,

in wel­chem bau­li­chen Zustand sind  sie und  wer sind die jeweiligen

Eigen­tü­mer?

5.    Wel­che Bau­vor­ha­ben für wei­te­re, neue Feri­en­parks und ‑anla­gen,

sowie für grö­ße­re Hotel­an­la­gen im HSK sind Ihnen bekannt, wo sol­len sie ent­ste­hen (in wel­cher Kom­mu­ne, Orts­nä­he, Wald­nä­he, am See) und über wel­che Bet­ten­ka­pa­zi­tä­ten wer­den sie nach jet­zi­gen Pla­nun­gen verfügen?

6.    Wer sind die jewei­li­gen Inves­to­ren und wie vie­le die­ser Vorhaben

sind als PPP-Pro­jek­te konzipiert?

7.    Wel­che Feri­en­an­la­gen könn­ten Ihrer Ein­schät­zung nach jetzt und

in Zukunft in unmit­tel­ba­rer Kon­kur­renz zuein­an­der stehen?

8.    Wie vie­le Hal­len- und Frei­bä­der sind bestehen­den Ferienanlagen

und Hotels ange­glie­dert, wie vie­le wei­te­re Bäder sind geplant?

9.    Wie groß sind die Flä­chen (ein­schließ­lich des Wege­net­zes), die

für die in Pla­nung und im Bau befind­li­chen Feri­en­an­la­gen ver­braucht wer­den (im Ein­zel­nen und insgesamt)?

10.   Gibt es Ihrer Ein­schät­zung nach bei ein­zel­nen Pro­jek­ten negative

Aus­wir­kun­gen auf Natur und Umwelt?

11.   Sind Ihnen Gut­ach­ten auch von unab­hän­gi­gen Fach­leu­ten über

Bedeu­tung und Aus­wir­kun­gen von Feri­en­parks und –anla­gen auf die regio­na­le Wirt­schaft bekannt und wie sind die Ergeb­nis­se hin­sicht­lich der Wirtschaftlichkeitsberechnungen?

12.   Gibt es auch Pro­gno­sen oder Gut­ach­ten über die Aus­wir­kun­gen des

Ver­drän­gungs­wett­be­werbs und, wenn ja, wo wer­den die stärks­ten Ver­drän­gungs­ef­fek­te erwartet?

SBL

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