SPD-Orts­ver­ein Arns­berg: Jubi­lar­eh­rung im Zei­chen des Par­tei­ju­bi­lä­ums

19. Juni 2013
von Redaktion

Jubilarehrung 2013 Ehrung WulfArns­berg. Seit vie­len Jah­ren ehrt der SPD-Orts­ver­ein Arns­berg sei­ne lang­jäh­ri­gen Mit­glie­der in einer beson­de­ren Ver­an­stal­tung im Rit­ter­saal des Alten Rat­hau­ses. Die­ses Jahr fei­ert die SPD ihr 150 jäh­ri­ges Bestehen. Was liegt näher, als bei­de Ereig­nis­se mit­ein­an­der zu ver­bin­den?

Nach den ein­lei­ten­den Wor­ten des Orts­ver­eins­vor­sit­zen­den E. Felix Werker mit aktu­el­len Bezü­gen zum Kampf für Demo­kra­tie etwa in der Tür­kei spiel­te der SPD-Ehren­vor­sit­zen­de des Unter­be­zirks Hoch­sauer­land­kreis Jochen Wes­ter­mann eini­ge Tra­di­ti­ons­lie­der der Arbei­ter­be­we­gung und lud zum Mit­sin­gen ein.

Die Par­tei in Arns­berg ist zwar noch kei­ne 150 Jah­re alt, aber mit Wil­helm Hasen­cle­ver stammt einer der Grün­der­vä­ter der deut­schen Sozi­al­de­mo­kra­tie aus der Stadt. Er war Vor­sit­zen­der des ADAV, maß­geb­lich am Zusam­men­schluss mit den Eisen­ach­ern um August Bebel und Wil­helm Lieb­knecht betei­ligt, ers­ter Mit­her­aus­ge­ber des Vor­wärts und eine prä­gen­de Gestalt der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Reichs­tags­frak­ti­on.

Fer­di Fran­ke, der sei­ner­zeit die Erin­ne­rung an Hasen­cle­ver hier wie­der ins Bewusst­sein rück­te, hat das Leben die­ses gro­ßen Soh­nes der Stadt Revue pas­sie­ren las­sen. Beson­de­ren Wert leg­te er dabei auf die fami­liä­ren und sozia­len Wur­zeln von Hasen­cle­ver. Was weni­ge wis­sen ist, dass Hasen­cle­ver nicht nur poli­tisch son­dern auch lite­ra­risch aktiv war. Das Spek­trum reicht von Lie­bes­ge­dich­ten bis hin zu poli­ti­scher Lyrik und Kampf­lie­dern. Ein paar Kost­pro­ben hat Kat­ja Bett­stel­ler prä­sen­tiert.

Die eigent­li­che Jubi­lar­eh­rung nahm der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Franz Mün­te­fe­ring jeweils mit einer Ein­stim­mung in die poli­ti­sche Situa­ti­on in Zeit des Ein­tritts vor. Die eigent­li­che Jubi­lar­eh­rung hat Franz Mün­te­fe­ring vor­ge­nom­men. Eri­ka Wulf, die Wit­we des frü­he­ren Redak­teurs und Rats­mit­glie­des Gün­ther Wulf, ist schon 60 Jah­re in der Par­tei. Als sie 1953 in die Par­tei ein­trat, gehör­te dazu noch viel Über­zeu­gung, wie Mün­te­fe­ring beton­te. Beson­ders zahl­reich waren die­je­ni­gen Jubi­la­re, die seit 40 Jah­ren der Par­tei ange­hö­ren. Sie ström­ten im Zuge der gro­ßen Auf­bruch­stim­mung Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jah­re in die SPD. Vie­le von die­sen waren poli­ti­sche Weg­ge­fähr­ten von Mün­te­fe­ring und so gab es eini­ge Anek­do­ten und Erin­ne­run­gen an gemein­sa­me poli­ti­sche Arbeit. Anwe­send waren Wal­ter Tho­mas, Klaus Strau­bin­ger, Mar­gret und Johann Wüb­bens sowie Doris Tam­pier. Wei­te­re geehrt wur­den Genos­sin­nen und  Genos­sen, die 25 oder 10 Jah­re der Par­tei ange­hö­ren.  Unter den Mit­glie­dern, die seit mehr als 25 Jah­re in der SPD sind, ist auch der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Rat der Stadt Arns­berg Ralf Bitt­ner.

Den Abschluss der Ver­an­stal­tung bil­de­te das von Jochen Wes­ter­mann geschrie­ben Lied zur Geschich­te des Orts­ver­eins.