So kom­men Fahr­rad­fah­rer sicher durch den Herbst

8. November 2013
von Redaktion

So kom­men Fahr­rad­fah­rer sicher durch den Herbst

p10620811 Radfahren im HerbstArns­berg. Regen­nas­se Fahr­bah­nen mit glit­schi­gem Laub, lan­ge Brems­we­ge und Dun­kel­heit – der Herbst hat gera­de für All­tags­rad­ler, die im Dun­keln zur Arbeit hin und bei früh her­ein­bre­chen­der Dun­kel­heit zurück pen­deln, eini­ge Tücken! Auch das Unfall­ri­si­ko steigt. Dies vor allem, weil weni­ger Men­schen mit einem Fahr­rad unter­wegs sind und des­halb von Auto­fah­rern eher über­se­hen wer­den.

Das heißt aber nicht, dass man das Fahr­rad ste­hen las­sen muss. Man muss nur sich und das Rad herbst­taug­lich machen und ein eini­ge Regeln beach­ten.  Die Stadt Arns­berg, die das All­tags­ra­deln för­dert, und die Kreis­po­li­zei­be­hör­de geben daher ein paar Tipps, wie Rad­fah­re­rIn­nen sicher durch die dunk­le und nas­se Jah­res­zeit kom­men.

„Das größ­te Pro­blem für Rad­fah­rer ist gese­hen und wahr­ge­nom­men zu wer­den”, sagt Rapha­el Pavan, Poli­zei­haupt­kom­mis­sar und Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter der Kreis­po­li­zei­be­hör­de HSK. „Das A und O ist daher eine auf­fäl­li­ge Beklei­dung und eine gute Beleuch­tung.“ Vor­der­licht und Rück­licht soll­ten regel­mä­ßig kon­trol­liert und gege­be­nen­falls aus­ge­tauscht wer­den. Pflicht sind auch Reflek­to­ren in den Spei­chen des Vor­der- und Hin­ter­ra­des. Anstatt Kat­zen­au­gen sind auch Reflex­strei­fen am Rei­fen zuläs­sig. Als sehr prak­tisch haben sich die im Han­del erhält­li­chen „Spei­chen­röhr­chen“ her­aus­ge­stellt. Sie  bestehen rund­um aus Reflek­ti­ons­ma­te­ri­al und reflek­tie­ren jeden Auf­treff­win­kel. Zudem wer­den reflek­tie­ren­de Ele­men­te an Klei­dung, Helm und Ruck­sack emp­foh­len. „Noch bes­ser ist es, eine reflek­tie­ren­de Warn­wes­te über­zu­zie­hen. Die­se gibt es für schma­les Geld“, so der Poli­zei­haupt­kom­mis­sar. Auch wenn es in Deutsch­land kei­ne Helm­pflicht gibt, so wird doch das Tra­gen eines Helms  befür­wor­tet. Wer sich mit dem Gedan­ken trägt, einen Helm zu kau­fen, der soll­te nach einem Modell Aus­schau hal­ten mit einer Ober­scha­le aus reflek­tie­ren­dem Mate­ri­al.

Die Emp­feh­lun­gen der Kreis­po­li­zei­be­hör­de fußen auf ver­schie­de­nen Test, die Fol­gen­des erge­ben haben:

  • Rad­fah­rer mit dunk­ler Beklei­dung wer­den vom Pkw-Fah­rer in einer Ent­fer­nung von 25 Meter gese­hen
  • Rad­fah­rer mit Reflek­to­ren wer­den bereits 40 Meter im Vor­aus gese­hen
  • Warn­wes­ten wer­den schon im Abstand von 130 Metern wahr­ge­nom­men
  • Bei schlech­ten Sicht­ver­hält­nis­sen kann eine sol­che Wes­te größt­mög­li­chen Schutz bie­ten

Übri­gens! Wer ohne Licht fährt bzw. mit defek­ter Beleuch­tung, gefähr­det nicht nur sich und ande­re, son­dern ris­kiert ein Buß­geld von 10 Euro.

Stadt und Poli­zei raten dar­über hin­aus, jetzt die Brem­sen noch­mals zu kon­trol­lie­ren. Um län­ge­re Brems­we­ge auf nas­sen Stra­ßen aus­zu­glei­chen, soll­ten die Brem­sen im Herbst ange­zo­gen wer­den und etwas schnel­ler grei­fen als im Som­mer. Aus­rei­chend Pro­fil auf den Rei­fen gibt die nöti­ge Haf­tung. Renn­rä­der mit ihren dün­nen und glat­ten Rei­fen sind bei schlech­ten Wet­ter­be­din­gun­gen im Herbst eher unge­eig­net. Glei­ches gilt für glat­te Peda­le: Im Herbst sam­meln sich öfter Blät­ter oder ande­rer Schmutz unter den Schu­hen. Da kann man sehr schnell aus­rut­schen, und das ist gefähr­lich.  Rutsch­fes­te Peda­len geben dage­gen siche­ren Halt.