Scheck in Höhe von 1000 Euro aus dem Tom­bo­la-Erlös der „Weih­nachts­ga­le­rie Hand­werk 2012” über­ge­ben.

20. Dezember 2012
von Redaktion
Scheckübergabe: Gerd Heiler-Schwarz (l.) und Hwk-Hauptgeschäftsführer Meinolf Niemand

Scheck­über­ga­be: Gerd Hei­ler-Schwarz (l.) und Hwk-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Meinolf Nie­mand

Arns­berg (hwk). Einen Scheck in Höhe von 1000 Euro konn­te jetzt Gerd Hei­ler-Schwarz von der Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg e. V. in Emp­fang neh­men. Der Betrag stammt aus der tra­di­tio­nel­len „Weih­nachts­ga­le­rie Hand­werk”, die am 1. und 2. Dezem­ber in den Räum­lich­kei­ten der Hand­werks­kam­mer  Süd­west­fa­len am Arns­ber­ger Brü­cken­platz statt­ge­fun­den hat.

„Die teil­neh­men­den Aus­stel­ler haben jeweils eines ihrer Wer­ke gespen­det, wel­ches wir dann im Rah­men einer Tom­bo­la ver­lost haben”, erklärt Meinolf Nie­mand, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len. Jedes Jahr unter­stützt die Kam­mer mit dem Erlös eine sozia­le Ein­rich­tung, dies­mal die Obdach­lo­sen­hil­fe der Dia­ko­nie Ruhr-Hell­weg, die ihren Sitz in der Arns­ber­ger Ruhr­stra­ße hat.

Drei Sozi­al­ar­bei­ter, eine Ver­wal­tungs­kraft und eine Mit­ar­bei­te­rin im haus­ei­ge­nen Cafe küm­mern sich hier um die Belan­ge der Men­schen, die in beson­de­ren sozia­len Schwie­rig­kei­ten ste­cken. „Wir unter­stüt­zen auf viel­fäl­ti­ge Art und Wei­se. Haupt­säch­lich ver­su­chen wir natür­lich, den Leu­ten ohne fes­te Blei­be eine neue Unter­kunft zu ver­schaf­fen”, macht Hei­ler-Schwarz klar. „Vor kur­zen haben wir zum Bei­spiel einem Mann eine neue Woh­nung besorgt, der zuvor fast ein Jahr lang im Wald gelebt hat.”

Aber nicht nur hier greift die Insti­tu­ti­on den Bedürf­ti­gen unter die Arme. Auch wenn jemand die Pra­xis­ge­bühr für den Arzt benö­ti­ge, oder drin­gen­de medi­zi­ni­sche oder anwalt­li­che Hil­fe, wer­de sein Team aktiv. Dar­über hin­aus kön­nen bei­spiels­wei­se auch Zug­fahr­kar­ten für wei­te Rei­sen finan­ziert wer­den. „Wenn einer der Obdach­lo­sen beim Schwarz­fah­ren erwischt wird, dann dro­hen ihm bei­spiels­wei­se als Wie­der­ho­lungs­tä­ter im schlimms­ten Fall auch schon ein­mal drei Mona­te Gefäng­nis”, ver­deut­licht der Sozi­al­ar­bei­ter die Bri­sanz.

Dar­über hin­aus hat sich die Obdach­lo­sen­hil­fe auch auf die Fah­ne geschrie­ben, den betreu­ten Per­so­nen zurück­zu­hel­fen in die Nor­ma­li­tät und hier vor­dring­lich in die Arbeits­welt. „Dazu gehört auch, dass wir vor allem Jugend­li­chen die Mög­lich­keit einer Aus­bil­dung ver­mit­teln.”

Mit beson­de­rem Stolz berich­tet er von einem Fall, wo dem Schü­ler einer För­der­schu­le ein Aus­bil­dungs­platz in einer Zim­me­rei besorgt wur­de. „Die Ange­stell­ten haben sich wirk­lich den Aller­wer­tes­ten auf­ge­ris­sen, und den Jun­gen mit allen ver­füg­ba­ren Mit­teln auf die Gesel­len­prü­fung vor­be­rei­tet.” Am Tag der Prü­fung waren alle viel ner­vö­ser als der Prüf­ling selbst. „Er hat bestan­den, arbei­tet mitt­ler­wei­le in der Schweiz und sein Stun­den­lohn ist deut­lich höher als 40 Euro”, freut sich Hei­ler-Schwarz für den ehe­mals Betreu­ungs­be­dürf­ti­gen.

Ein Bei­spiel von vie­len, das ein­drucks­voll belegt, wie wich­tig und auch för­de­rungs­wür­dig der auf­op­fe­rungs­vol­le Ein­satz ist, den die Mit­ar­bei­ter der Obdach­lo­sen­hil­fe tag­täg­lich aufs Neue betrei­ben.