Rück­schau – Auf­lö­sung der Regio­na­len Ver­kehrs­leit­zen­tra­le (RVLZ) Arns­berg

13. Mai 2013
von Redaktion

Mit der Schaf­fung der Ver­kehrs­leit­zen­tra­le für das gesamt Land Nord­rhein-West­fa­len in Lever­ku­sen ist zugleich die über zwan­zig­jäh­ri­ge Geschich­te der Regio­na­len Ver­kehrs­leit­zen­tra­le (RVLZ) in Arns­berg zu Ende gegan­gen. Im Zuge  orga­ni­sa­to­ri­scher Ände­run­gen wur­den die Auf­ga­ben der RVLZ Arns­berg und der RVLZ Köln in der, neu errich­te­ten, Ver­kehrs­zen­tra­le (VZ) in Lever­ku­sen zusam­men­ge­fasst. Orga­ni­sa­to­risch gehört die neue VZ dem Lan­des­be­trieb Stra­ßen NRW an. Die­ser  über­nahm  ab 29.4. 2013  die Ver­ant­wor­tung für die Schal­tun­gen aller ver­kehrs­te­le­ma­ti­schen Anla­gen auf den Auto­bah­nen in NRW. Ziel die­ser Maß­nah­me ist u.a. eine Ver­bes­se­rung des Bau­stel­len­ma­nage­ments und die Ver­rin­ge­rung von Staus auf Auto­bah­nen.

Die RVLZ Arns­berg nahm im Jahr 1991 in zwei Büro­räu­men der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg ihre Arbeit auf. Ab Janu­ar 1992 waren sechs Ope­ra­to­ren, gemein­sam mit dem Lei­ter der RVLZ, Ver­kehrs­in­ge­nieurs Franz J. Ditz,  im Schicht­dienst an 365 Tagen im Jahr und 24 Stun­den am Tag für die RVLZ tätig. Zuletzt boten über 40 Bild­schir­me und eine ent­spre­chen­de Anzahl an Rech­nern und Ser­vern den acht Ope­ra­to­ren eine stän­di­ge Über­sicht über die Ver­kehrs­la­ge und alle 96 Anla­gen.

In enger Zusam­men­ar­beit mit der Poli­zei, dem Lan­des­be­trieb Stra­ßen NRW und dem WDR haben die Ope­ra­to­ren der RVLZ Unfall-und Bau­stel­len abge­si­chert, vor Glät­te gewarnt und die Ver­kehrs­teil- neh­mer über Staus sowie zeit­spa­ren­de Alter­na­tivstre­cken infor­miert.

Zunächst über­wach­ten und steu­er­ten die Ope­ra­to­ren die zwei in Nord­rhein-West­fa­len bereits bestehen­den Ver­kehrs­be­ein­flus­sungs- anla­gen (VBA) auf der A43, der A45 (Nebel­warn­an­la­ge) und die Wech­sel­weg­wei­sung (WWW) zwi­schen dem Auto­bahn­kreuz Wup­per­tal und dem Auto­bahn­kreuz Müns­ter. In den fol­gen­den Jah­ren wur­de die, auf Tele­ma­tik basie­ren­de, Ver­kehrs­be­ein­flus­sung auf den Auto­bah­nen in Nord­rhein-West­fa­len kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut. Hin­zu kamen Stau­warn­an­la­gen, die durch mobi­le Anla­gen an gro­ßen Auto­bahn­bau­stel­len ergänzt wur­den.

An 49 Auto­bahn­auf­fahr­ten im Bereich beson­ders belas­te­ter Stre­cken­ab­schnit­te (z.B. A40, A43) wur­den Zufluss­re­ge­lun­gen (ZFR) instal­liert. Die­se dosie­ren, bei hohem Ver­kehrs­auf­kom­men auf der Auto­bahn, mit Hil­fe von Ampeln die Men­ge und die zeit­li­che Abfol­ge der zuflie­ßen­den KFZ.

Seit dem Jahr 2006 ergän­zen frei pro­gram­mier­ba­re Infor­ma­ti­ons­ta­feln (dWiSta=dynamische Wech­sel­ver­kehrs­zei­chen mit inte­grier­ter Stau­in­for­ma­ti­on) an ver­schie­de­nen Auto­bahn­kreu­zen die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten, um den Ver­kehrs­fluss zu steu­ern, die eben­falls durch dir RVLZ in Arns­berg gesteu­ert wur­den. Die­se ermög­li­chen es die Auto­fah­rer und Auto­fah­re­rin­nen über Staus und ggf.  Alter­na­tiv­rou­ten zu Infor­mie­ren. Ergänzt durch drei mobi­le dWiS­ta ist deren Zahl inzwi­schen auf 21 gestie­gen.

Die VBA A45 zw. dem AK Hagen und dem AK West­ho­fen wur­de durch eine, mit Kame­ra­un­ter­stüt­zung betrie­be­ne, tem­po­rä­re Stand­spur­frei­ga­be ergänzt und im Janu­ar die­sen Jah­res in Betrieb genom­men.

Gleich­zei­tig wur­de das, von der RVLZ Arns­berg initi­ier­te, Stau­aus­wer­te­sys­tem (SAS) instal­liert. Das SAS lie­fert allen, an der Pla­nung von Auto­bahn­bau­stel­len und neu­en ver­kehrs­len­ken­den Sys­te­men, betei­lig­ten Stel­len wich­ti­ge sta­tis­ti­sche Daten zum Ver­kehrs­auf­kom­men auf den Auto­bah­nen in Nord­rhein-West­fa­len.