Rain­bow-Gos­pel-Chor besucht Flan­dern

26. Juli 2016
von Redaktion

IMG_6585-GruppeArns­berg Neheim Flan­dern ist eine der drei Regio­nen des König­rei­ches Bel­gi­en. Ob man Flan­derns Charme in Form sei­ner Kunst, Archi­tek­tur oder sei­ner roman­ti­schen Städ­te ent­de­cken möch­te: Hier ist für jeden etwas dabei.
 
So mach­te sich der Gos­pel­chor aus Neheim mit sei­nen Part­nern und Chor­lei­ter Albert Göken auf, um die­se vie­len Sehens­wür­dig­kei­ten zu genie­ßen.
 
Das ers­te Ziel der mehr­tä­gi­gen Rei­se war Brüs­sel. Die beson­de­re Atmo­sphä­re der Bel­gi­schen Haupt­stadt zieht Besu­cher schnell in ihren Bann. Am Rand der Stadt glänz­te im Son­nen­schein das Ato­mi­um, das Wahr­zei­chen der Stadt. Im his­to­ri­schen Zen­trum war­te­te der Markt­platz mit dem impo­san­ten Rat­haus. Die High­lights in Brüs­sel lie­gen nah bei­ein­an­der und konn­ten bei einer Stadt­füh­rung bequem erkun­det wer­den. Einen Gang durch die präch­ti­ge Saint-Huber­tus-Gale­rie mit sei­nen luxu­riö­sen Edel­bou­ti­quen und Cafes konn­te man sich nicht ent­ge­hen las­sen. Bel­gi­sche Pra­li­nen sind berühmt. Die bes­ten und teu­ers­ten wer­den per Hand her­ge­stellt. Erfun­den wur­de die Pra­li­ne in Brüs­sel. Vie­le Chor­mit­glie­der nah­men sich Kost­pro­ben für sich oder ihre Lie­ben daheim mit.
 
Als Nächs­tes stand Brüg­ge auf dem Rei­se­pro­gramm. Die Welt­kul­tur­er­be­stadt Brüg­ge ist einer jener Orte, die einen direkt ins Herz tref­fen. Mit einem pro­fes­sio­nel­len Rei­se­lei­ter schlen­der­ten die Gäs­te aus Neheim durch gewun­de­ne Gas­sen ent­lang der stim­mungs­vol­len Grach­ten und Fes­tungs­an­la­gen – reiz­vol­le Zeu­gen einer rei­chen Ver­gan­gen­heit. Man emp­fand es als spi­ri­tu­ell oder ein­fach nur gemüt­lich. Alle genos­sen die­sen Tag, nicht, ohne der Lieb­frau­en­kir­che mit ihrer reich­hal­ti­gen Kunst­samm­lung, wie z.B. der welt­be­rühm­ten „Madon­na mit Kind“ von Michel­an­ge­lo, einen Besuch abge­stat­tet zu haben.
 
Am nächs­ten Tag führ­te die Rei­se wei­ter in die Hafen­stadt Ant­wer­pen. Sowohl mit dem Bus, aber auch zu Fuß wur­de die­se Stadt von der Rei­se­grup­pe aus dem Sauer­land erkun­det. Von gro­ßer inter­na­tio­na­ler Bedeu­tung ist Ant­wer­pen durch sei­nen See­ha­fen, den zweit­größ­ten Euro­pas. Das Rat­haus, die Gil­de­häu­ser am Gro­ßen Markt und die Kathe­dra­le sind nur eini­ge Sehens­wür­dig­kei­ten, für die man sich Zeit nahm. Wer woll­te, stat­te­te der Lieb­frau­en-Kathe­dra­le noch einen Besuch ab. Eine Ent­schei­dung, die nie­mand bereu­te. Die höchs­te Kir­che Bel­gi­ens beher­bergt eine Rei­he von euro­päi­schen Meis­ter­wer­ken. Dar­un­ter sind auch vier Gemäl­de des Ant­wer­pe­ner Künst­lers Rubens. Es han­delt sich dabei um „Die Kreuz­auf­rich­tung“, „Maria Him­mel­fahrt“, „Die Auf­er­ste­hung Chris­ti“ und „Die Kreuz­ab­nah­me“. Letz­te­res ist eines der berühm­tes­ten Bil­der über­haupt von Rubens. Bei strah­len­dem Son­nen­schein ließ es sich so man­cher in Cafes mit außer­ge­wöhn­li­chem Charme rich­tig gut gehen.
 
Der letz­te Tag die­ser Rei­se war für Gent vor­ge­se­hen. Das his­to­ri­sche Gent ist eine der schöns­ten Städ­te im bel­gi­schen König­reich. Mit mehr denk­mal­ge­schütz­ten Gebäu­den als jede ande­re bel­gi­sche Stadt gibt es hier viel Archi­tek­tur zu sehen. Wäh­rend eines Rund­gangs durch das Zen­trum fiel sofort jedem „Burg Gra­vens­te­en“ ins Auge. Ursprüng­lich 1180 erbaut und Sitz für Ade­li­ge, Gericht und Gefäng­nis. Mit­ten in der Stadt nutz­te man die Mög­lich­keit, mit Boo­ten auf Gent’s Kanä­len einen ande­ren Blick auf die Stadt zu wer­fen. Da für die Besich­ti­gung die­ser Stadt genü­gend Zeit ein­ge­plant war, hat­te jeder noch die Mög­lich­keit, per­sön­lich auf Ent­de­ckungs­rei­se zu gehen, um die Viel­fäl­tig­keit die­ser Stadt auf sich wir­ken zu las­sen.
 
Am nächs­ten Tag tra­ten die Gäs­te aus Neheim die Heim­rei­se an. Die Fahrt ging über Brüs­sel. Dort emp­fing uns die Deut­sche Gemein­de St. Pau­lus herz­lich zur Gestal­tung eines gemein­sa­men Got­tes­diens­tes. Wäh­rend der gesam­ten Rei­se such­te der Chor mit sei­nem Chor­lei­ter immer wie­der Kir­chen auf, um dort einen Teil sei­nes Reper­toires dar­zu­bie­ten. Frem­de Men­schen, die dort ver­weil­ten, waren dar­über sehr dank­bar und taten dies auch kund.
 
Alles in allem war es eine beein­dru­cken­de Rei­se bei bes­ter Stim­mung und her­vor­ra­gen­dem Wet­ter. Wie sag­te bereits schon Barack Oba­ma? „Es ist leicht, ein Land zu lie­ben, das für Scho­ko­la­de und Bier bekannt ist.“