Poli­zei im Hoch­sauer­land warnt erneut vor Betrügern

26. September 2013
von Redaktion

Poli­zei warnt erneut vor Betrügern

PolizeiHoch­sauer­land­kreis  Nach­dem in den zurück­lie­gen­den Tagen und Wochen im Hoch­sauer­land­kreis ver­mehrt Betrü­ger mit einer Gewinn­spiel­ma­sche auf­ge­tre­ten sind (wir berich­te­ten), wur­den am Mitt­woch bei den Poli­zei­dienst­stel­len im Kreis fünf Straf­an­zei­gen im Zusam­men­hang mit dem soge­nann­ten Enkel­trick erstattet.

 

Hier­bei wer­den über­wie­gend älte­re Men­schen ange­ru­fen. Die­sen wird durch die Anru­fer geschickt vor­ge­täuscht, es han­de­le sich bei den Anru­fern um Ver­wand­te wie zum Bei­spiel Nef­fen oder Nichten.

Anschlie­ßend wird ein Not­la­ge geschil­dert, die ledig­lich durch eine sofor­ti­ge finan­zi­el­le Zuwen­dung von Sei­ten des Ange­ru­fe­nen besei­tigt wer­den kön­ne. So wird bei­spiels­wei­se berich­tet, der angeb­li­che Ver­wand­te hät­te bei einem Unfall ein Kind schwer ver­letzt und müs­sen nun sofort einen Geld­be­trag bezah­len, um nicht ins Gefäng­nis zu müs­sen. Oder es wer­den all­ge­mei­ne Geld­nö­te geschil­dert. Eine wei­te­re Vari­an­te besteht dar­in, dass angeb­li­che Rechts­an­wäl­te oder Staats­an­wäl­te anru­fen und über Not­la­gen von angeb­li­chen Ange­hö­ri­gen der Ange­ru­fe­nen berich­ten. Letzt­end­lich geht es den Betrü­gern jedoch immer nur dar­um, die Sor­ge der Ange­ru­fe­nen aus­zu­nut­zen, um an deren Geld zu gelan­gen. Regel­mä­ßig sol­len hohe Geld­be­trä­ge schnellst­mög­lich auf ande­re Kon­ten über­wie­sen wer­den oder ein „Beauf­trag­ter” erscheint an der Wohn­an­schrift und soll das Bar­geld direkt in Emp­fang nehmen.

 

In den fünf Fäl­len vom Mitt­woch, bei denen die Ange­ru­fe­nen in Arns­berg, Mesche­de und Ols­berg woh­nen, blieb es bei Ver­su­chen der Täter. Drei­mal wur­den die Opfer miss­trau­isch und lehn­ten von sich aus Geld­über­wei­sun­gen ab. In den bei­den ande­ren Fäl­len beka­men auf­merk­sa­me Zeu­gen mit, dass die Ange­ru­fe­nen Geld über­wei­sen woll­ten und ver­hin­der­ten dies. Und natür­lich konn­te jeweils schnell her­aus­ge­fun­den wer­den, dass es sich bei den Anru­fern nicht um die vor­ge­ge­be­ne Per­son han­del­te und der oder die Ange­hö­ri­ge auch nicht in einer Not­la­ge steckte.

 

Noch ein­mal möch­te die Poli­zei ein­dring­lich dar­auf auf­merk­sam machen, dass es sich in allen die­sen Fäl­len um Betrü­ge­rei­en handelt.

Schüt­zen sie sich vor die­ser per­fi­den Masche und beach­ten sie bit­te die fol­gen­den Punkte:

 

- Hin­ter­fra­gen Sie den Anru­fer. Han­delt es sich wirk­lich um einen

Ver­wand­ten? Kennt er Geburts­da­ten oder ähn­li­che Dinge?

- Ver­ein­ba­ren sie bei Zwei­feln einen Rückruf.

- Set­zen Sie ande­re nahe Ange­hö­ri­ge oder Per­so­nen Ihres Vertrauens

in Kennt­nis. Ver­su­chen Sie die Ange­hö­ri­gen, die sich angeblich

bei Ihnen gemel­det haben, unter ihnen bekann­ten Telefonnummern

zu errei­chen.

- Las­sen Sie sich nicht durch net­tes Auf­tre­ten oder freundliche

Gesprächs­füh­rung blen­den – blei­ben Sie miss­trau­isch. Las­sen Sie

sich eben­falls nicht unter Druck setzten.

- Ver­mei­den Sie in jedem Fall über­eil­te finan­zi­el­le Aktionen.

- Scheu­en Sie sich nicht, die Poli­zei zu benachrichtigen.

 

Wei­te­re Hin­wei­se und Tipps zur Kri­mi­na­li­täts­vor­beu­gung gibt das Kri­mi­nal­kom­mis­sa­ri­at Kriminalprävention/​Opferschutz in Mesche­de unter der  Tele­fon­num­mer 0291/908770.