„Ohne eine gehö­ri­ge Por­ti­on Idea­lis­mus wür­de das nicht funktionieren…“

19. Juli 2013
von Redaktion

„Ohne eine gehö­ri­ge Por­ti­on Idea­lis­mus wür­de das nicht funktionieren…“

Der SPD-Stadt­ver­band besuch­te den Orts­ver­band Arns­berg des THW 

thwArns­berg. Man sieht zwar ab und zu die blau­en LKW’s des Tech­ni­schen Hilfs­werks (THW) im Arns­ber­ger Stadt­ge­biet, aber vie­le wis­sen nicht genau, was die Orga­ni­sa­ti­on kann und leis­tet. Daher hat der SPD-Stadt­ver­band Arns­berg im Rah­men sei­ner Som­mer­tour den hie­si­gen Orts­ver­band des THW im Nie­der­ei­mer Feld besucht.

Herz­lich begrüßt wur­de die Grup­pe vom Orts­be­auf­tra­gen Jörg Hun­sin­ger, sei­nem Stell­ver­tre­ter Mat­thi­as Hol­lmann und wei­te­ren Hel­fern des Orts­ver­ban­des. Nach einer Ein­füh­rung in die Auf­ga­ben des THW im All­ge­mei­nen und den Auf­bau des Arns­ber­ger Orts­ver­ban­des im Beson­de­ren wur­de den Gäs­ten der beein­dru­cken­de Fuhr­park mit dem vor­han­de­nen Equip­ment vorgeführt.

Der Orts­ver­band besteht aus etwa 130 ehren­amt­li­chen Mit­glie­dern aus Arns­berg und den umlie­gen­den Gemein­den. Gegrün­det als Bun­des­ein­rich­tung für den Zivil- und Kata­stro­phen­schutz unter­stützt das THW heu­te Feu­er­wehr, Poli­zei oder ande­re Orga­ni­sa­tio­nen mit ihrem spe­zi­el­len tech­ni­schen Gerät und dem nöti­gen Know­how. Wer erin­nert sich nicht an die gro­ßen Über­schwem­mun­gen des Jah­res 2007 als auch das ört­li­che THW im Dau­er­ein­satz war? Gera­de für sol­che Ereig­nis­se ist der Arns­ber­ger Orts­ver­band gut gerüs­tet, ver­fügt er doch über leis­tungs­fä­hi­ge Pum­pen. Kein Wun­der, dass der Orts­ver­band 2002 und vor eini­gen Mona­ten bei den gro­ßen Elbe­hoch­wäs­sern im Ein­satz war.

Neben der Fach­grup­pe für Was­ser­schä­den ver­fügt der Arns­ber­ger Orts­ver­band über zwei Ber­gungs­grup­pen, über eine Fach­grup­pe Elek­tro­ver­sor­gung mit einem mobi­len Not­strom­ag­gre­gat sowie als eine von weni­gen Ein­hei­ten in Deutsch­land über eine Fach­grup­pe Führung/​Kommunikation mit einer mobi­len Einsatzzentrale.

Ohne eine inten­si­ve Aus­bil­dung und regel­mä­ßi­ge Übun­gen wäre die hoch­mo­der­ne Aus­rüs­tung nutz­los. Dabei sind – abge­se­hen von den Ver­wal­tungs­auf­ga­ben – alle Hel­fer ehren­amt­lich tätig. Die Besu­cher zeig­ten sich beein­druckt von dem Enga­ge­ment und der Bereit­schaft einen Teil ihrer Frei­zeit für die All­ge­mein­heit zu opfern. Ohne eine gehö­ri­ge Por­ti­on Idea­lis­mus wäre dies kaum denk­bar, wie eine Teil­neh­me­rin anmerk­te. Dies gilt heu­te noch mehr als vor eini­gen Jah­ren. War frü­her die Tätig­keit beim THW ein Ersatz für den Wehr­dienst, gibt es dies heu­te nicht mehr. Die Zahl neu­er Hel­fer hat daher nach­ge­las­sen. Nicht zuletzt über eine eige­ne Jugend­ar­beit ver­sucht der Orts­ver­band neue Hel­fer zu gewinnen.

Was die Bereit­schaft der Arbeit­ge­ber angeht, ihre Mit­ar­bei­ter für Ein­sät­ze frei­zu­stel­len, gibt es zwar auch hier eini­ge Vor­be­hal­te, aber ins­ge­samt funk­tio­niert dies im Arns­ber­ger Raum recht gut. Der SPD-Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­de Gerd Stütt­gen kann es nicht ver­ste­hen, dass bei Neu­ein­stel­lun­gen nicht bevor­zugt Mit­glie­der von Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen ein­ge­stellt wer­den, bewei­sen sie doch gro­ßes ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment und sozia­le Kom­pe­tenz, was auch den Unter­neh­men zu Gute kom­men wür­de. Stütt­gen dank­te zum Schluss ganz herz­lich für die Mög­lich­keit einen inten­si­ven Ein­blick in die Arbeit des Arns­ber­ger Orts­ver­ban­des des THW bekom­men zu haben.

Als nächs­tes macht die Som­mer­tour am Mon­tag, den 22.7. um 17 Uhr Sta­ti­on am Solar­park Spul­berg. Treff­punkt ist um 16 Uhr 45 auf dem Park­platz des Klos­ter Oeling­hau­sen. Nähe­res erfah­ren Sie unter http://​www​.spd​-arns​berg​.de/