Obris­ten­ta­gung des Krei­schüt­zen­bun­des Arns­berg e.V

1. Februar 2013
von Redaktion
Kreisoberst Dietrich-Wilhelm Dönneweg forderte die Schützen auf, eine Konsenslösung mit den Behörden zum Nichtraucherschutzgesetz zu finden. Foto: KSB Arnsberg

Kreis­oberst Diet­rich-Wil­helm Dön­ne­weg for­der­te die Schüt­zen auf, eine Kon­sens­lö­sung mit den Behör­den zum Nicht­rau­cher­schutz­ge­setz zu fin­den. Foto: KSB Arns­berg

Arns­berg. Nicht­rau­cher­schutz­ge­setz und deren Aus­füh-run­gen, GEMA-Gebüh­ren und Stand der Ver­hand­lun­gen, Novel­lie­rung der Trink­was-ser­schutz­ver­ord­nung und Schieß­stand­be­stim­mun­gen beim Vogel­schie­ßen waren die The­men bei der Obris­ten­ta­gung des Kreis­schüt­zen­bun­des Arns­berg in der Schüt­zen­hal­le Müsche­de. Kreis­oberst Diet­rich-Wil­helm Dön­ne­weg hat­te zu den genann­ten The­men fach­kun­di­ge Schüt­zen­brü­der ein­ge­la­den. Zum neu­en Nicht­rau­cher­schutz erklär­te der Kreis­oberst: „Es passt uns nicht, dass auch bei unse­ren Schüt­zen­fes­ten das neue Gesetz in Kraft tritt. Wir müs­sen aber damit Leben und ent­spre­chend han­deln.“ Noch haben die Schüt­zen die Mög­lich­keit bei den Aus­füh­run­gen mit­zu­ar­bei­ten und eine Kon­sens­lö­sung zu fin­den. „Sucht das Gespräch mit den Behör­den­ver­tre­tern“, appel­liert er an die 90 Schüt­zen aus der Schüt­zen­vor­stands­eta­ge. Bruch­hau­sens Schüt­zen­haupt­mann Meinolf Reu­ther (Rechts­an­walt) und Hüs­te­ner Amts­oberst Uwe Hecking hat­ten sich mit den Bür­ger­meis­tern von Arns­berg und Sun­dern schon in Ver­bin­dung gesetzt. Ergeb­nis: Bei­de Städ­te machen kei­ne Rau­cher-Jagd bei den Schüt­zen­fes­ten. Die Städ­te sehen den Ver­an­stal­ter in der Pflicht, für die Ein­hal­tung des Nicht­rau­cher­schutz-geset­zes. Bei unbe­lehr­ba­ren Rau­chern wird von behörd­li­cher Sei­te ein­ge­schrit­ten. „Schil­der mit der Auf­schrift ‚Rau­chen ver­bo­ten‘ und Laut­spre­cher­durch­sa­gen leis­ten schon einen Bei­trag für den Nicht­rau­cher­schutz“, so Reu­ther. Er meint, dass die Schüt­zen bei ihren Fes­ten den Nicht­rau­cher­schutz so regeln kön­nen, dass alle Besu­cher damit leben kön­nen. In den ande­ren Schüt­zen­äm­tern lau­fen momen­tan die Gesprä­che mit den zustän­di­gen Behör­den. Das The­ma Trink­was­ser mit der Legio­nel­len­prü­fung nahm Andre­as Clo­er (Geschäfts­füh­rer Gebro Her­wig Haus­tech­nik) unter die Lupe. Er frag­te: „Habt ihr eine Warm­was­ser­auf­be­rei­tungs­an­la­ge ab 400 Liter oder befin­den sich mehr als drei Liter Was­ser von der Anla­ge bis zur Abnah­me­stel­le in der Lei­tung und gibt es eine Was­ser­ver­ne­be­lung (Dusche) am Lei­tungs­sys­tem.“ Wenn ja, dann ist eine Legio­nel­len­prü­fung bis zum 31. Dezem­ber 2013 fäl­lig. Der Gesetz­ge­ber wird wei­te­re Ände­run­gen in das Gesetz ein­flie­ßen las­sen. „Momen­tan gibt es fast fünf ver­schie­de­ne Aus­füh­run­gen“ meint Clo­er. Sein Rat: „Kei­ne Panik – Im Zwei­fel Instal­la­teur fra­gen.“ Der nächs­te Refe­rent Wolf­ram Schmitz, Geschäfts­füh­rer des Sauer­län­der Schüt­zen­bun­des (SSB), ging auf die Gebüh­ren­ver­hand­lun­gen mit der GEMA ein. Schmitz mach­te klar, dass der SSB einen Ver­trag mit der GEMA abge­schlos­sen hat. Die­ser ermög­licht den Mit­glieds­ver­ei­nen bis zu 35 Pro­zent Rabatt. Er soll ab den 1. April 2013 Gül­tig­keit bekom­men. Da die Wirt­schafts­mi­nis­ter der Län­der die Tarif­struk­tur bis zum 1. Juli 2013 ver­scho­ben haben, gel­ten die alten Tari­fe bis 30. Juni 2013. Klaus Tacke, Bezirks­re­gie­rung Arns­berg und Aus­bil­der für den Sach­kun­de­nach­weis, gab kurz die Neue­run­gen beim Vogel­schie­ßen und der damit ver­bun­de­nen Schieß­stand­richt­li­ni­en bekannt. „Jetzt ist alles genau gere­gelt, es gibt kei­ne Grau­zo­ne mehr. Was vor­her auf knapp zwei Sei­ten stand, ist nun alles genau auf sechs Sei­ten erklärt“, so Tacke. Beim Tages­ord­nungs­punkt Kreis­ver­samm­lung am 16. März in Wald­hau­sen, stell­ten sich kurz die Bewer­ber für die Vor­stands­wah­len vor. Kreis­oberst Diet­rich-Wil­helm Dön­ne­weg stellt sich zur Wie­der­wahl, wie sein Kreis­ge­schäfts­füh­rer Hein­rich Vo-gel. Für das Amt des stell­ver­tre­ten­den Kreis­oberst ste­hen zwei Kan­di­da­ten zur Ver­fü­gung. Diet­mar Wer­ner, Amts­oberst von Sun­dern und Stadt­oberst Neheim-Hüs­ten Rai­ner Ley­graaf. Als neu­er Kreis-schieß­meis­ter möch­te Georg Brä­ker, amtie­ren­der Kreis­schüt­zen­kö­nig, von der Kreis­ver­samm­lung gewählt wer­den. Nach gut 90 Minu­ten konn­te Dön­ne­weg die Obris­ten­ta­gung been­den.