Nie­der­ei­mer: Tra­di­ti­ons­chor stellt auf dies­jäh­ri­ger Mit­glie­der­ver­samm­lung Wei­chen für die Zukunft neu

9. Februar 2013
von Redaktion

Sin­gen macht Spaß – Chor Nie­der­ei­mer 1925/2013: Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on – eine Erfolgs­ge­schich­te

Arns­berg-Nie­der­ei­mer (Hoch­sauer­land) Die Zei­chen der Zeit recht­zei­tig erkannt hat der Män­ner­ge­sang­ver­ein 1925 Nie­der­ei­mer. Auf­grund des ste­ten Rück­gangs akti­ver Sän­ger mach­te man sich schon vor mehr als einem Jahr Gedan­ken über die Zukunft des tra­di­ti­ons­rei­chen Ver­eins. Der Vor­stand rief eine Task-Force ins Leben. Der Kri­sen­stab lei­te­te diver­se Maß­nah­men ein, um die Nach­wuchs­sor­gen in den Griff zu bekom­men. Der Über­le­bens­kampf hat­te mäßi­gen Erfolg. Als man dann von einem Chor­pro­jekt las, wel­ches 2011 in Ber­lin für Furo­re sorg­te, ergriff der Vor­stand die Initia­ti­ve und rief eben­falls einen Pro­jekt­chor „Ich kann nicht sin­gen“ ins Leben. Mit über­ra­gen­der Reso­nanz: „Zum ers­ten Tref­fen, am 28.08.2012, beweg­te sich eine regel­rech­te Men­schen­la­wi­ne auf den Pro­ben­raum zu“, so erin­ner­te sich der ers­te Vor­sit­zen­de Hans-Wer­ner Rött­gers auf der dies­jäh­ri­gen Gene­ral­ver­samm­lung. Nicht in den kühns­ten Träu­men hat­te man mit einem der­ar­tig posi­ti­vem Echo gerech­net. Die­se erfreu­li­chen „Tur­bu­len­zen“ setz­ten sich fort, so dass nun, nach 87 Jah­ren Ver­eins­ge­schich­te, die Wei­chen auf der Gene­ral­ver­samm­lung neu gestellt wur­den. Die zahl­rei­chen Anwe­sen­den waren sich einig, dass man einen neu­en pas­sen­den Namen für einen gemisch­ten Chor benö­tigt. Die­ser sol­le auch den inno­va­ti­ven Cha­rak­ter wie­der­spie­geln. Mehr­heit­lich ent­schied man sich, zukünf­tig den Namen „Sin­gen macht Spaß –Chor Nie­der­ei­mer 1925/2013“ zu tra­gen. In Ver­bin­dung mit die­ser rich­tungs­wei­sen­den Ent­schei­dung wur­den auch eini­ge not­wen­di­ge Sat­zungs­än­de­run­gen beschlos­sen. Neben der Namens­än­de­rung wird der Vor­stand mit wei­te­ren Bei­sit­zern auf­ge­stockt. Zukünf­tig wer­den mit Tina Stol­ze, Deni­se Stie­fer­mann und Ruth Wink­ler erst­ma­lig drei weib­li­che Chor­mit­glie­der den Vor­stand ergän­zen. Mit Dirk Reu­ther wur­de ein neu­er zwei­ter Noten­wart gefun­den. Der lang­jäh­ri­ge Geschäfts­füh­rer des Ver­eins Lothar Zöll­ner stell­te sich aus gesund­heit­li­chen Grün­den nicht mehr zur Wahl. Für die­ses Amt konn­te mit Alex­an­dra Brahm eben­falls eine weib­li­che Nach­fol­ge­rin gefun­den wer­den. Peter Palm wur­de für die nächs­ten zwei Jah­re als Kas­sen­prü­fer gewählt. Im Rei­se­aus­schuss wird Ange­li­ka Schulz Jür­gen Gerasch unter­stüt­zen. Ein­stim­mig wie­der­ge­wählt wur­de der lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de Hans-Wer­ner Rött­gers, wel­cher ent­schei­den­den Anteil an der Erfolgs­ge­schich­te des Cho­res hat. Er zeig­te sich hoch­er­freut über die Ent­wick­lung und auch über die gro­ße Betei­li­gung an der Gene­ral­ver­samm­lung. Der Kas­sie­rer Frank Wom­mels­dorf wur­de eben­falls in sei­nem Amt bestä­tigt.

Chor­lei­ter Peter Voll­bracht mach­te dem Chor ein dickes Kom­pli­ment, völ­lig Neu­em so offen ent­ge­gen­ge­tre­ten zu sein und somit die tol­le Ent­wick­lung erst ermög­licht zu haben. Nun will man das Mot­to des Cho­res „Sin­gen macht Spaß“ mit wei­te­ren Inhal­ten fül­len. An die Erfol­ge der ers­ten Auf­trit­te, die zeig­ten, dass jeder sin­gen kann und das Zusam­men­spiel aller Stim­men har­mo­niert, soll ange­knüpft wer­den. Ent­spre­chen­des Lied­gut sei aus­rei­chend ver­füg­bar. „Nicht sin­gen kön­nen, hört sich anders an“, so Peter Voll­bracht. Vor Beginn des Pro­jek­tes trat man mit durch­schnitt­lich 15 Sän­gern auf. Bei den ers­ten vier Auf­trit­ten waren jeweils rund 70 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger aus unter­schied­lichs­ten Alters­klas­sen betei­ligt. Das Ein­zugs­ge­biet der Akti­ven reicht bis Dort­mund, weit über die Orts­gren­zen hin­aus. Ent­spre­chend der moder­nen Aus­rich­tung des Cho­res wird man sich auch über ein pas­sen­des neu­es Out­fit Gedan­ken machen.

Jeder Inter­es­sier­te ist ein­ge­la­den, bei den Pro­be­n­aben­den rein­zu­schnup­pern. Die­se fin­den jeden Diens­tag ab 20.15 Uhr im Ste­pha­nus­haus Nie­der­ei­mer statt. Nähe­re Fak­ten, wie Temi­n­in­for­ma­tio­nen, sind auch auf der Home­page des Ver­eins http://www.mgv-niedereimer.de/ zu fin­den.

 

Geehrt wur­den für 40-jäh­ri­ge pas­si­ve Mit­glied­schaft Man­fred Kracht sowie Die­ter Klein und Josef Bra­kel für 65 Jah­re Ver­eins­treue. Als akti­ve Sän­ger wur­den Lothar Zöll­ner für 25 Jah­re aus­ge­zeich­net, für 40 Jah­re Alfons Kör­ner. Für 60 Jah­re akti­ves Sin­gen und 45 Jah­re Vor­stands­ar­beit wur­de Fried­helm Lich­te geehrt. Hono­riert wur­de auch die 15-jäh­ri­ge Vor­stands­ar­beit des zwei­ten Geschäfts­füh­rers Erwin Söl­ken. Otto Reu­ber von der Gemein­schaft Arns­ber­ger Chö­re gra­tu­lier­te den Jubi­la­ren und über­reich­te das obli­ga­to­ri­sche „Sän­ger­was­ser“.

Text und Fotos: Diet­mar Eick­hoff