Mosa­ik­stadt Arns­berg zum Spre­chen gebracht Thea­ter­stück von Ursu­la und Yehu­da Alm­a­gor infor­mier­te, berühr­te und beschäm­te

25. April 2013
von Redaktion

Arns­berg. Ein Jahr lang hat­ten sie gespro­chen, getex­tet, getanzt, gespielt, gesun­gen, geprobt und waren zu Schau­spie­lern ihrer eige­nen Geschich­te, ihrer eige­nen Erfah­run­gen und Ein­drü­cke gewor­den: Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus der Tür­kei, aus dem Iran, aus Kasach­stan und Usbe­ki­stan, von den Phil­ip­pi­nen und aus Arns­berg und Umge­bung.

Ja, sie leben jetzt alle in Stadt und Regi­on Arns­berg und bil­den mit Ein­hei­mi­schen und Zuge­wan­der­ten aus über 120 Natio­nen ein viel­fäl­ti­ges Arns­berg, die Mosa­ik­stadt Arns­berg. Denn auf kei­ne und kei­nen kann ver­zich­tet wer­den, ohne dass das Arns­berg-Mosa­ik Scha­den neh­men wür­de.

Ursu­la und Yehu­da Alm­a­gor unter­stützt durch den jun­gen Fil­me­ma­cher Chris­ti­an Mono lie­ßen allen ihre Spra­che und ihre Erzäh­lun­gen. Zugleich schaff­ten sie es, der Viel­falt eine neue eige­ne Spra­che zuge­ben und eine ein­zi­ge Geschich­te zu erzäh­len, an des­sen Ende Zuschaue­rin­nen  und Zuschau­er – die Kul­tur­schmie­de war aus­ver­kauft –  in die Erzäh­lung ein­ge­bun­den wur­den als Teil der Mosa­ik­stadt.

So infor­mier­te, ja klär­te Almagor’s Thea­ter­stück auf und ziel­te doch auf das Herz. Die Mosa­ik­stadt bedeu­te­te nicht nur für die Schau­spie­ler eine Wie­der­be­geg­nung mit den eige­nen Ver­gan­gen­hei­ten. Die Schmer­zen des Aus­wan­derns, des Auf­bruchs und der Ent­wur­ze­lung, aber auch das immer Wie­der-von-vor­ne-Anfan­gen im Ankunfts­land mach­ten betrof­fen und beschäm­ten. Über wel­che Kraft müs­sen die­se Men­schen ver­fü­gen.

Tea­tron Thea­ter: http://www.teatron-theater.de/