Lösch­zug Bruch­hau­sen übt meh­re­re Sze­na­ri­en beim Auto­haus Schulte

4. Mai 2014
von Redaktion

140428-Uebung LZ Bruchhausen beim Autohaus Schulte 001 140428-Uebung LZ Bruchhausen beim Autohaus Schulte 002 140428-Uebung LZ Bruchhausen beim Autohaus Schulte 003 140428-Uebung LZ Bruchhausen beim Autohaus Schulte 004Arns­berg-Bruch­hau­sen. Der Lösch­zug Bruch­hau­sen bewäl­tig­te am 28. April meh­re­re Übungs­sze­na­ri­en bei dem neu eröff­ne­ten Auto­haus Schul­te. Dabei wur­den drei Grup­pen gebil­det, wel­che unter­schied­li­che Auf­ga­ben­stel­lun­gen abzu­ar­bei­ten hat­ten. Ziel die­ser Auf­tei­lung der Übung in ein­zel­ne Abschnit­te war es, die Trupp­füh­rer, wel­che ein erheb­li­ches Poten­zi­al in der Ein­satz­stär­ke des Lösch­zugs Bruch­hau­sen dar­stel­len, auf der Grund­la­ge ihrer aktu­el­len Qua­li­fi­ka­ti­on und lang­jäh­ri­gen Ein­satz­er­fah­rung mit den Auf­ga­ben eines Grup­pen­füh­rer ver­traut zu machen sowie ihre Kennt­nis­se zu er- wei­tern und zu ver­tie­fen.  In der ers­ten Grup­pe, wel­cher der ört­li­che Ein­hei­ten­füh­rer Ben­ja­min Hugo vor­stand, wur­de der Füh­rungs­vor­gang sowohl in sei­ner theo­re­ti­schen als auch in sei­ner prak­ti­schen Anwen­dung ver­mit­telt. Hier galt es, eine ein­ge­klemm­te Per­son pati­en­ten- scho­nend unter einem PKW zu befrei­en und eine Erst­ver­sor­gung durch­zu­füh­ren. Um ein Gespür für die Lage zu bekom­men, hat­te jeder Trupp­füh­rer die Auf­ga­be, durch eine Erkun­dung und Lage­fest­stel­lung unter Berück­sich­ti­gung der erkann­ten Gefah­ren sowie der ihm zur Ver­fü­gung ste­hen­den Per­so­nal­stär­ke und Ein­satz­mit­tel einen auf die Lage abstimm­ten Ein­satz­be­fehl zu for­mu­lie­ren.  In der zwei­ten Grup­pe, die von Unter­brand­meis­ter Tho­mas Wie­sen­thal gelei­tet wur­de, muss­te eine ver­letz­te Per­son aus einer Lackier­stra­ße unter Ein­satz von Umluft unab­hän­gi­gem Atem­schutz befreit wer­den. Schwer­punk­te bei die­ser Übungs­ein­heit waren der rich­ti­ge Umgang mit der Atem­schutz­über­wa­chungs­ta­fel sowie die Beur­tei­lung und Aus­wahl der kor­rek­ten Ret­tungs­ge­rä­te durch den Angriffs­trupp, um eine größt­mög­li­che Ein­satz-Effi­zi­enz zu erzie­len. Als neu­tra­ler Beob­ach­ter wur­de die­ser Übungs­ab­schnitt von Haupt­brand­meis­ter Lud­ger Mül­ler beglei­tet. Die­ser stand bera­tend zur Ver­fü­gung und konn­te Feh­ler­quel­len neu­tra­li­sie­ren, ana­ly­sie­ren und ab- schlie­ßend in der Grup­pe besprechen.

Die Grup­pe beschäf­tig­te sich zudem mit dem Ein­satz des neu­en Ein­satz­wör­ter­buchs der Arns­ber­ger Feu­er­wehr. Sei­ne Anwen­dung wur­de in locke­rer Atmo­sphä­re erprobt, um etwai­ge Hemm­schwel­len bei der Anwen­dung einer frem­den Spra­che mög­lichst zu ver­mei­den. Hier­bei zeig­te sich, dass für die kor­rek­te Anwen­dung der Spra­che auch ein gewis­ses Maß an Übung erfor­der­lich ist. Da sich im Kern-Aus­rü­cke­be­zirk des Lösch­zugs Bruch­hau­sen Migran­ten mit rus­si­schen Wur­zeln befin­den, wird künf­tig auch hier ein Schwer­punkt in der Aus­bil­dung gesetzt wer­den. Die­se Übungs­ein­heit kann von den Wehr­leu­ten auch zu Hau­se durch­ge­führt wer­den, da sich das Ein­satz­wör­ter­buch im Down­load­be­reich der Inter­net­sei­te der Arns­ber­ger Feu­er­wehr befin­det und so jedem Inter­es­sier­ten auf sei­nem Heim-PC zur Ver­fü­gung steht. In der drit­ten Grup­pe wur­de unter der Lei­tung von Unter­brand­meis­ter Tho­mas Voß der Ein­satz der drei­tei­li­gen Schieblei­ter geübt. Als bera­ten­der Grup­pen­füh­rer stand ihm Haupt­brand­meis­ter Phil­ipp Clauß zur Sei­te. Schwer­punk­te der Übung waren hier die kor­rek­te Vor­nah­me der Lei­ter durch klar defi­nier­te Kom­man­dos, die kor­rek­te Siche­rung und Bege­hung der Lei­ter sowie ihr unfall­si­che­rer Trans­port und Ver­la­dung auf dem Fahr­zeug.  Als zwei­ter Schwer­punkt wur­de der Trans­port von was­ser­füh­ren- den Arma­tu­ren wie zum Bei­spiel einem Strahl­rohr über Höhen unter Anwen­dung der rich­ti­gen Kno­ten als Absi­che­rung geübt.  Eine abschlie­ßen­de Besich­ti­gung des Auto­hau­ses Schul­te ver­bun­den mit einem Dank an den Inha­ber Chris­ti­an Schul­te für die Gele­gen­heit, dort pra­xis­nah zu üben, run­de­te den Übungs­abend ab.  In naher Zukunft wird der Lösch­zug Bruch­hau­sen gemein­sam mit der Lösch­grup­pe Nie­der­ei­mer als dritt­größ­ter Basis­lösch­zug aus einem neu errich­te­ten Gerä­te­haus im Nie­der­eim­erfeld zu sei­nen Ein­sät­zen aus­rü­cken. Durch die sehr gute zen­tra­le Lage inner­halb der Stadt Arns­berg wird er auch ein wich­ti­ges Bin­de­glied zwi­schen den Basis­lösch­zü­gen der bei­den gro­ßen Zen­tren der Gesamt-Stadt dar­stel­len und dadurch ein wich­ti­ger Bau­stein zur Umset­zung des aktu­el­len Brand­schutz­be­darfs­pla­nes sein. Dar­auf wer­den die zukünf­ti­gen Übungs­ein­hei­ten des Basis­lösch­zugs abgestimmt.