Kaba­rett am Ran­de des Ner­ven­zu­sam­men­bruchs

30. August 2016
von Redaktion

Götz Fritt­rangs „Wahn­vor­stel­lung“
wahnvorstellung1-©stefan-maArns­berg. Som­mer­pau­se adé  – die neue Spiel­zeit in der Kul­tur­Schmie­de star­tet am Frei­tag, 9. Sep­tem­ber, in Per­son von Götz Fritt­rang gleich ganz forsch mit einem Schwer­ge­wicht, das nach bes­ten Kräf­ten reich­lich aus­teilt.
Ken­nen Sie das? Sie sit­zen auf einem unbe­que­men Sperr­müll­stuhl in einem mod­ri­gen Kul­tur­kel­ler und lachen trotz­dem zwei Stun­den am Stück durch. Nein? Dann wird es Zeit, Götz Fritt­rangs „Wahn­vor­stel­lung“ zu besu­chen. (Übri­gens, Plus­punkt für die Gäs­te der Kul­tur­Schmie­de: die Bequem­lich­keit liegt hier per se ungleich höher!)
Fritt­rang, auf­ge­wach­sen am Boden­see und ansäs­sig in Bam­berg, ist Gewin­ner des Pas­sau­er Scharf­rich­ter­beils, des Rein­hei­mer Sati­re­lö­wen, des Kaba­rett Kak­tus Mün­chen, des Thurn und Taxis Kaba­rett­prei­ses und vie­ler ande­rer Aus­zeich­nun­gen, und ein auf der Büh­ne sel­ten gewor­de­nes Phä­no­men: schnör­kel­los, wuch­tig, und doch von fei­nem Schliff. Von gro­bem Unfug, über bit­ter­bö­sen Witz und lie­bens­wer­te Komik bis hin zu tages­ak­tu­el­ler Poli­tik macht Fritt­rang vor nichts halt: Afgha­ni­stan, Süßig­kei­ten, Reli­gi­on, Unter­ho­sen, Kal­ter Krieg, Über­ge­wicht, Haus­tie­re – kein The­ma wird aus­ge­las­sen, und die poli­ti­sche Ana­ly­se ist oft nur zwei Sät­ze von der absur­den Geschich­te ent­fernt. Fritt­rang pol­tert, redet sich um Kopf und Kra­gen und löst beim Publi­kum regel­mä­ßig Begeis­te­rungs­stür­me aus.
Götz Fritt­rang ist einer der letz­ten nor­ma­len Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten und lei­det ent­sp­re-chend unter der fort­dau­ern­den Kon­fron­ta­ti­on mit dem per­ma­nen­ten Wahn­sinn, der ihn umgibt. Nach­dem er sei­ne Wut lan­ge genug in sich hin­ein­ge­fres­sen hat, ist es an der Zeit, eini­ges davon her­aus­zu­las­sen. Am bes­ten wohl­do­siert in zwei Blö­cken á 50 Minu­ten und einer Pau­se dazwi­schen, um sich eine klei­ne Erfri­schung zu gön­nen.
Mat­thi­as Egers­dör­fer, ur-bay­ri­sche Kaba­rett­in­stanz, meint: „Götz Fritt­rang ist ein sprach-gewal­ti­ger Büh­nen­ber­ser­ker. Er zerrt uns in dunk­le Abgrün­de und wan­delt mit uns Hand in Hand im fröh­lichs­ten Blöd­sinn. Wenn Fritt­rang zum Impro­vi­sie­ren anfängt möch­te ich nie­der­kni­en und mei­nem Herr­gott dan­ken, dass ich das erle­ben darf.“
Ein­tritts­kar­ten für einen Wahn-sin­nig schrä­gen Kaba­rett­abend sind im Vor­ver­kauf in den Arns­ber­ger Stadt­bü­ros und unter der Ruf­num­mer 02932 201‑1143 für 15,40 € erhält­lich. Beginn ist um 20 Uhr. Alle Infor­ma­tio­nen zu die­ser Ver­an­stal­tung aus ers­ter Hand auf www.goetzfrittrang.de.