Inter­kul­tu­rel­le Kunst­ak­ti­on als Brü­cke von Mensch zu Mensch

16. August 2016
von Redaktion

Glaskunst-28Arns­berg. Am Mon­tag, 8. August, fand die Kunst­ak­ti­on „ICH SEHE MICH” im Bür­ger­zen­trum Arns­berg statt:
Nie­mals hät­te die Initia­to­rin Clau­dia Bro­zio damit gerech­net, dass so vie­le Men­schen ihrem Auf­ruf folg­ten und an der Kunst­ak­ti­on im Bür­ger­zen­trum Arns­berg teil­nah­men. „Bestimmt müs­sen wir gleich noch Kle­ber nach­kau­fen”, stell­te sie mit einem erfreu­ten Lächeln fest. Denn rund 35 Men­schen aus Afgha­ni­stan, Syri­en, dem Irak und Deutsch­land tra­fen sich, um gemein­sam an einem Glas­kunst-Objekt zu arbei­ten. Geför­dert vom För­der­ver­ein Wen­de­punkt e.V. hat­te Clau­dia Bro­zio bereits Tage zuvor mit den Vor­be­rei­tun­gen begon­nen. Es hat sich gelohnt!
Über 1.000 Flücht­lin­ge leben in Arns­berg. Geflüch­tet aus ihrer zer­mürb­ten Hei­mat. Vor Krieg. Vor Bom­ben. Gekom­men über das Meer.
Men­schen, die unvor­stell­ba­re Din­ge gese­hen haben.
Hier möch­ten sie sich ein neu­es Leben auf­bau­en.
Ein siche­res Leben. Ein angst­frei­es Leben!
Inte­gra­ti­on spielt dabei eine gro­ße Rol­le.
Genau­so wie mensch­li­che Brü­cken.
Durch inter­kul­tu­rel­le Kunst möch­ten die Men­schen in Arns­berg Brü­cken bau­en. Brü­cken von Mensch zu Mensch. „Ich sehe mich“ ist das Mot­to der Spie­gel- und Glas­kunst­ak­ti­on, die sie ihrem Ziel einen Schritt näher brin­gen soll­te. Mit Stei­nen, Scher­ben und Kie­sel aus Glas, vie­len Kle­bern und end­los erschei­nen­den Spie­gel­flie­sen.
Unter den Teil­neh­mern befan­den sich auch Kin­der des Feri­en­kur­ses am Gym­na­si­um Lau­ren­tia­num mit den bei­den Betreu­ern Ulri­ke Bohn und Frank Albrecht. Auch zwei Schü­le­rin­nen der Ober­stu­fe sind dazu gekom­men, um mit den Kin­dern krea­tiv zu wer­den. Kaum zu glau­ben ist, dass auch die Jugend­li­chen mit Elan, Kon­zen­tra­ti­on und Krea­ti­vi­tät dabei waren. Aus­dau­ernd zeig­ten die Jungs, was sie drauf haben. Die Glas­spie­gel, die hier ent­stan­den sind, waren wah­re Kunst­wer­ke. Selbst­ver­ständ­lich konn­ten die gro­ßen Künst­ler ihre klei­nen Wer­ke auch mit nach Hau­se neh­men.
Aus­schließ­lich das gro­ße gemein­sa­me Werk blieb im Bür­ger­zen­trum, denn die­ses soll dem­nächst an einem öffent­li­chen Platz aus­ge­stellt wer­den. Wo, muss noch bestimmt wer­den.
Und auch wenn die Akti­on den Namen „Ich sehe mich” trägt, so sah an die­sem Tag nie­mand nur sich allein,  son­dern die gesam­te Grup­pe, die ein ein­ma­li­ges Glas­kunst­werk schaff­te.
Das Pro­jekt „Alt für Jung – Paten­schaf­ten” wird von der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Senio­ren­bü­ros (BaS) in Koope­ra­ti­on mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend (Men­schen stär­ken Men­schen) geför­dert.
Eine mul­ti­me­dia­le Repor­ta­ge zur Glas­kunst­ak­ti­on fin­den Inter­es­sier­te unter:
https://www.arnsberg.de/zukunft-alter/projekte/Menschen_staerken_Menschen.php
oder direkt unter: http://zukunft-alter-arnsberg.pageflow.io/ich-sehe-mich-multikulturelle-kunst
Text & Fotos: Tho­ra Meiß­ner