Got­tes­dienst aus der ev. Kir­chen­ge­mein­de Sun­dern im DLF

15. April 2014
von Redaktion

Auf die Anschlüs­se kommt es an

140415--Auf die Anschlüsse kommt es an (1) 140415--Auf die Anschlüsse kommt es an (2)Sun­dern. (Hoch­sauer­land) Unter Echt­zeit­be­din­gun­gen lief am ers­ten April­sams­tag die Pro­be für den Radio­got­tes­dienst ab, den der Deutsch­land­funk am 6. April aus Sun­dern bun­des­weit und welt­weit über die Deut­sche Wel­le aus¬strahlte. Schon reich­lich vor Pro­ben­be­ginn sind die Musi­ke­rin­nen da, stim­men Quer­flö­te, Gei­ge und Cel­lo auf das D‑Piano ein und üben noch ein wenig. Flö­tis­tin  Sil­ke Vogt ist gut ein­ge­spielt auf die Zusam­men­ar­beit mit Ihrem Mann, Pfar­rer Mar­tin Vogt. Mit Blick­kon­tak­ten ver­stän­di­gen sie sich. Er been­det sein Gebet, sie gibt den Musi­ke­rin­nen das Zei­chen zum Einsatz.
„Das ist wich­tig beim Radio­got­tes­dienst“, betont Dr. Titus Rein­muth, der Beauf­trag­te der Ev. Kir­chen beim WDR und zustän­di­ger Redak­teur für den Got­tes­dienst in Sun­dern. „Im Radio dür­fen kei­ne Lücken ent­ste­hen. Sobald es län­ger als ein Atem­ho­len lang still ist, schal­ten die Hörer ab oder um.“ Und das wol­len alle auf jeden Fall ver­mei­den und bemü­hen sich um direk­te Anschlüs­se zwi­schen den Got­tes­dienst­tei­len: Die Spre­che­rin­nen Anne Japes, Moni­ka Bau­er­meis­ter und Iris Korn ste­hen schon wäh­rend der letz­ten Stro­phen eines Lie­des am Pult, der Pfar­rer wen­det sich nicht mit dem Gesicht zum Altar, wenn er betet, obwohl das in Sun­dern üblich ist. Sofort nach dem Amen des Vater unser setzt das Quar­tett ein. An einem nor­ma­len Sonn­tag lässt man sich mehr Zeit.
140415--Auf die Anschlüsse kommt es an (3) 140415--Auf die Anschlüsse kommt es an (4)Sun­dern hat Rein­muth für eine Got­tes­dienstüber­tra­gung gewählt, weil er mit Mar­tin Vogt auch bei den Mor­gen­an­dach­ten für WDR 2 zusam­men­ar­bei­tet. Mar­tin Vogt hat eine Radio­stim­me und weiß, wie man so pre­digt, dass die Men­schen zuhö­ren. Außer­dem ist die Musik, die Sil­ke Vogt, Ire­ne Rich¬ter, Vere­na Otto und Katha­ri­na Loot mit Flö­te, elek­tro­ni­schem Cem­ba­lo, Cel­lo und Vio­li­ne vor­tra­gen, genau das Rich­ti­ge für die Hörer und Höre­rin­nen des Deutsch­land­funks. Rein­muth legt Wert dar­auf, auch aus klei­nen Gemein­den Got­tes­diens­te zu über­tra­gen. Die Lukas­kir­che in Sun­dern  fin­det er „char­mant“.
Mar­tin Vogt trägt sei­ne Pre­digt, die zum Auf­bruch ermu­tigt, in der Gene­ral­pro­be ziem­lich schnell vor. Trotz­dem ist der Got­tes­dienst am Ende des Durch­laufs eini­ge Minu­ten zu lang. Pfar­rer, Rundfunk¬beauftragter und Har­dy Lor­scheidt, der für den Deutsch­land­funk die Auf­nah­me lei­tet, ent­schei­den, dass der letz­te Satz der Trio­so­na­te an die Stel­le des Orgel­nach­spiels rückt. Ganz wich­tig beim Rund¬funkgottesdienst ist, dass der Segen noch gesen­det wird.
Für die Sun­derner war die­ser Got­tes­dienst ein span­nen­des Ereig­nis. Mar­tin Vogt: „Dass ein Gottes¬dienst aus Sun­dern im Radio über­tra­gen wird, hat sich in der Gemein­de und im gan­zen Ort sehr schnell her­um­ge­spro­chen. Von ent­spre­chend vie­len Men­schen weiß ich, dass sie an die­sem Tag ganz bewusst vor ihrem Radio geses­sen haben, weil sie unbe­dingt hören woll­ten, wie eine Stun­de lang aus unse­rer Stadt in die gan­ze Welt gesen­det wird. Dass dann bei der Durch­füh­rung alles so gut geklappt hat, war natür­lich wunderbar.“
Nach dem Got­tes­dienst rie­fen ca. 35 Men­schen aus ganz Deutsch­land an. Kri­tik gab es kaum; die meis­ten woll­ten sich für den Got­tes­dienst bedan­ken; eini­ge lob­ten ins­be­son­de­re die Musik, ande­re die leben­di­ge Pre­digt. Man­che woll­ten ein­fach nur wis­sen, wo Sun­dern liegt, ande­re brauch­ten ein¬fach ein seel­sor­ger­li­ches Gespräch. Nach­zu­hö­ren ist der Got­tes­dienst: http://​rund​funk​.evan​ge​lisch​.de/​k​i​r​c​h​e​-​i​m​-​r​a​d​i​o​/​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​f​unk
Bil­der und Text: KKB