Gemein­sam für einen star­ken Einzelhandel

26. Februar 2013
von Redaktion

Kom­mu­nen aus der Regi­on star­ten mit der Ent­wick­lung eines Regio­na­len Einzelhandelskonzeptes

p6682602 Regionales Einzelhandelskonzept1aArns­berg. . Rund 130 Gäs­te aus Kom­mu­nen der Krei­se Soest und Hoch­sauer­land­kreis hat­ten es sich nicht neh­men lassen,Teil einer bedeut­sa­men Auf­takt­ver­an­stal­tung zu sein: Sie alle kamen Mit­te Febru­ar in die FH Süd­west­fa­len in Mesche­de, um den Start­schuss für ein Regio­na­les Ein­zel­han­dels­kon­zept (REHK) zu geben.

Des­sen Ziel: Gemein­sam im Ver­bund die Ent­wick­lung des Ein­zel­han­dels in den betei­lig­ten Kom­mu­nen und der Regi­on vor­an­zu­trei­ben und die Innen­städ­te vor wei­te­ren Ver­lus­ten zu schützen.

„Inter­kom­mu­na­le Zusam­men­ar­beit kann Spaß machen”, so Hans-Mar­tin Muh­le, Lei­ter des Pla­nungs­am­tes der Stadt Hamm vor den anwe­sen­den Ver­tre­tern aus Poli­tik, Wirt­schaft und Ver­wal­tung. Muh­le weiß, wovon er spricht: Seit über zehn Jah­ren exis­tiert das Regio­na­le Ein­zel­han­dels­kon­zept „Öst­li­ches Ruhr­ge­biet” und ist allen Betei­lig­ten von gro­ßem Nut­zen: Im Rah­men von Arbeits­grup­pen kann bei strit­ti­gen Vor­ha­ben des groß­flä­chi­gen Ein­zel­han­dels meist Eini­gung erzielt wer­den, was  fol­gen­de Ver­fah­rens- und Geneh­mi­gungs­schrit­te deut­lich beschleunigt.

Eben die­ses Ziel ver­fol­gen auch die 24 Kom­mu­nen aus dem Kreis Soest und dem HSK, die der­zeit am Anfang der Erar­bei­tung eines gemein­sa­men Regio­na­len Ein­zel­han­dels­kon­zep­tes ste­hen. Um die­sen Pro­zess trans­pa­rent zu gestal­ten, rich­te­te sich die Auf­takt­ver­an­stal­tung im Febru­ar 2013 aus­drück­lich auch an Pres­se­ver­tre­ter, die zur Bericht­erstat­tung über das sehr gut ange­nom­me­ne Ereig­nis ein­ge­la­den waren.

Die am Kon­zept betei­lig­ten Akteu­re pla­nen, bis Ende des lau­fen­den Jah­res 2013 einen ers­ten Ent­wurf auf den Weg zu brin­gen. Die­ser kann dann den ein­zel­nen Kom­mu­nen als Grund­la­ge für Rats­be­schlüs­se die­nen. Ziel des Kon­zep­tes soll eine ins­ge­samt enge­re und koope­ra­ti­ve­re Abstim­mung der Kom­mu­nen der Regi­on beim The­ma Ein­zel­han­del sein. „Wir wün­schen uns, dass die Kom­mu­nen der Regi­on den Wett­be­werb unter­ein­an­der in einem Rah­men aus­üben, der die ein­zel­nen Innen­städ­te nicht schwächt oder zer­stört”, erklärt Bet­ti­na Drä­ger-Möl­ler aus der Stadt Arns­berg, zustän­dig für die Geschäfts­füh­rung des Pro­zes­ses. Neben der Stär­kung einer attrak­ti­ven wie regio­nal­ver­träg­li­chen Einzelhandels‑, Stand­ort- und Zen­tren­struk­tur ste­hen für die betei­lig­ten Kom­mu­nen die For­mu­lie­rung von Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven, die Sicher­stel­lung eines flä­chen­de­cken­den Grund- und Nah­ver­sor­gungs­net­zes sowie die Ver­stän­di­gung über regio­nal bedeut­sa­me Ein­zel­han­dels­pro­jek­te und ‑stand­or­te als Zie­le auf dem Programm.

„Das Instru­ment „Regio­na­les Ein­zel­han­dels­kon­zept” ist nicht völ­lig neu, son­dern hat sich schon in viel­fa­cher Wei­se und auf unter­schied­li­chen Ebe­nen bewährt, wie etwa, wie heu­te zu hören war,  im öst­li­chen Ruhr­ge­biet”, erklärt Tho­mas Viel­ha­ber, Lei­ter der Stadt­ent­wick­lung in Arns­berg. Unter­stüt­zung erfährt das regio­na­le Vor­ha­ben durch vie­le star­ke Part­ner: Die IHK Arns­berg ist eben­so mit an Bord wie der Ein­zel­han­dels­ver­band Süd­west­fa­len, die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg sowie die bei­den betei­lig­ten Krei­se HSK und Kreis Soest.

Nach der Begrü­ßung der Gäs­te durch den Vor­sit­zen­den des REHK Hein­rich Horst­mann von der Stadt Lipp­stadt und Chris­ti­an Klett als Ver­tre­ter der Fach­hoch­schu­le in Mesche­de, erläu­ter­te Peter Fröh­lich von der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg den Ent­schei­dungs­pro­zess zur  Ent­wick­lung eines REHK für den hie­si­gen Raum. Hei­ke Jaehr­ling aus der Staats­kanz­lei des Lan­des NRW sprach über die neu­en lan­des­pla­ne­ri­schen Rege­lun­gen zum groß­flä­chi­gen Ein­zel­han­del und Ste­fan Kru­se vom Büro „Jun­ker + Kru­se” erläu­ter­te die Erstel­lung des Kon­zep­tes für den HSK und Kreis Soest.

Hans-Mar­tin Muh­le, Pla­nungs­amts­lei­ter der Stadt Hamm, hob in sei­nem Vor­trag beson­ders die ver­stärk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und das ver­bes­ser­te Ver­trau­en zwi­schen den Kom­mu­nen her­vor. Es gehe trotz­dem nicht alles ohne Kon­tro­ver­sen über die Büh­ne. Dies wer­de auch für den hie­si­gen Raum zu erwar­ten sein. Des­halb gab Herr Muh­le eine prag­ma­ti­sche Ein­schät­zung von Sigurd Trom­mer, Stadt­bau­rat a.D. der Stadt Bonn und Prä­si­dent der Bun­des­ar­chi­tek­ten­kam­mer, mit auf den Weg: „Von  100 bestehen­den Pro­ble­men sind 80 in ange­mes­se­ner Zeit mit ange­mes­se­nem Auf­wand lös­bar. Wir müs­sen uns die­sen 80 wid­men und uns nicht an den 20 unlös­ba­ren die Zäh­ne ausbeißen.”