Frau ver­ei­telt Dieb­stahl am Geldautomaten

3. April 2013
von Redaktion
Polizei warnt vor sogenanntem Skimming

(Foto dorf­in­fo)

Arns­berg (Hoch­sauer­land)  Genau rich­tig und sehr ent­schie­den hat am Diens­tag­vor­mit­tag eine 28-jäh­ri­ge Frau aus Arns­berg gehan­delt und somit einen Dieb­stahl ver­hin­dert. Die Frau hol­te gegen elf Uhr an der Spar­kas­se an der Stem­berg­stra­ße, am Kreis­ver­kehr bei der Post, Geld am Auto­ma­ten ab. In dem Moment, wo sie die Kar­te in den Auto­ma­ten steck­te und die Geheim­zahl ein­ge­ge­ben hat­te, tra­ten von hin­ten zwei jun­ge Frau­en an sie her­an und ver­such­ten sie abzu­len­ken. Sie hiel­ten ihr einen Zet­tel vor, auf dem ein Text und das Roll­stuhl­sym­bol abge­druckt waren. Die Arns­ber­ge­rin block­te den Ver­such rigo­ros ab und sag­te ent­schie­den nein. Zunächst woll­ten die Bei­den nicht von ihr wei­chen, aber die Frau ließ sich davon nicht abschre­cken und sag­te noch­mals ent­schie­den nein und schick­te sie weg. Dar­auf­hin wichen sie ein wenig zurück und die Frau konn­te unge­hin­dert ihr Geld abhe­ben und die Kar­te wie­der an sich nehmen.

Für die Poli­zei ist klar, dass die bei­den Mäd­chen ver­sucht haben, die Frau nach einer bereits bekann­ten Masche abzu­len­ken. Bis­lang waren meist jun­ge Män­ner mit die­ser Art auf­fäl­lig gewor­den. Es wird an einem Geld­au­to­ma­ten gewar­tet, bis der Bank­kun­de die Kar­te und die Geheim­zahl ein­ge­ge­ben hat. In die­sem Moment wird er von einem der Täter der­art abge­lenkt, dass der ande­re einen mög­lichst hohen Geld­be­trag ein­ge­ben und das aus­ge­wor­fe­ne Geld schnell an sich nimmt, ohne dass das Opfer etwas davon mit­be­kommt. Die Kar­te las­sen sie ste­cken, so dass oft erst gar nicht bemerkt wird, dass bereits Geld abge­ho­ben wor­den ist. Man wun­dert sich höchs­tens, war­um die Kar­te wie­der aus­ge­wor­fen wur­de. Anschlie­ßend ver­lässt man die Bank schnell, aller­dings ver­bleibt man in der Nähe, um auf das nächs­te Opfer zu warten.

Die jun­ge Frau aus Arns­berg ist auf die­se Masche glück­li­cher­wei­se nicht her­ein­ge­fal­len. Sie beschreibt die bei­den Mäd­chen als 16 bis 18 Jahr alt, mit schwar­zen Haa­ren und dunk­len Augen, schein­bar süd­ost­eu­ro­päi­scher Herkunft.

Die Poli­zei sucht jetzt nach wei­te­ren Zeu­gen, denen die­se Bei­den auf­ge­fal­len sind oder bei denen sie die glei­che Masche ver­sucht haben anzu­wen­den. Hin­wei­se dazu bit­te an die Poli­zei Arns­berg unter der Tele­fon­num­mer 02932–90200.

Beson­ders wich­tig ist, wenn sie Opfer einer sol­chen Tat gewor­den sind oder es wer­den soll­ten, rufen sie umge­hend die Poli­zei. Oft hal­ten sich die Täter oder Täte­rin­nen noch im unmit­tel­ba­ren Bereich auf.

Wenn sie Geld am Auto­ma­ten abho­len, behal­ten sie ihre Umge­bung im Auge. Las­sen sie sich nicht ablen­ken. Soll­ten sie sich nicht sicher sein, gehen sie lie­ber an den Bank­schal­ter oder außer­halb der Öff­nungs­zei­ten zu einem ande­ren Auto­am­ten. Auf­dring­li­ches Ver­hal­ten leh­nen sie laut­stark und ent­schie­den ab. Das hilft oft, wie man am Bei­spiel der Frau aus Arns­berg sehen kann.