Franz-Josef-Koch För­der­schu­le Arns­berg: 8 Ver­letz­te nach einer Ver­puf­fung in der Holz­pel­let-Hei­zungs­an­la­ge

13. Juni 2013
von Redaktion

Franz-Josef-Koch För­der­schu­le Arns­berg: 8 Ver­letz­te nach einer Ver­puf­fung in der Holz­pel­let-Hei­zungs­an­la­ge

130613-Heizungsverpuffung FJK-Schule Arnsberg 001 130613-Heizungsverpuffung FJK-Schule Arnsberg 002 130613-Heizungsverpuffung FJK-Schule Arnsberg 003Arns­berg. Auf­re­gung in der Franz-Josef-Koch-För­der­schu­le am Mari­ann­hil­ler Weg in Arns­berg am Mit­tag des 13. Juni: Dort war es aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che zu einer Ver­puf­fung in der Holz­pel­let-Hei­zungs­an­la­ge gekom­men, was zu einer teil­wei­sen Ver- rau­chung angren­zen­der Berei­che führ­te. Um 12:09 Uhr alar­mier­te die Feu­er­wehr- Leit­stel­le in Mesche­de die Haupt­wa­chen Arns­berg und Neheim sowie den Basis­lösch- zug 2 (Arnsberg/Breitenbruch/Wennigloh) per Sire­ne.  Beim Ein­tref­fen der ers­ten Ret­tungs­kräf­te hat­ten sich bereits alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler zusam­men mit ihrem Lehr­per­so­nal aus eige­ner Kraft ins Freie bege­ben. Die Feu­er­wehr, die mit rund 30 Ein­satz­kräf­ten und ins­ge­samt sie­ben Fahr­zeu­gen ange- rückt war, konn­te nach einer Erkun­dung schnell Ent­war­nung geben, zumal sich aus der Ver­puf­fung kein Fol­ge­brand ent­wi­ckelt hat­te. Nach der Lüf­tung der Räum­lich­kei- ten mit Hil­fe eines Hoch­leis­tungs­lüf­ters war die­ser Teil des Ein­sat­zes been­det, und das Gebäu­de konn­te durch die Ein­satz­lei­tung wie­der frei­ge­ge­ben wer­den.  Der mit vier Ret­tungs­wa­gen und einem Not­arzt­ein­satz­fahr­zeug eben­falls vor Ort be- find­li­che Ret­tungs­dienst wur­de in die­sem Ein­satz jedoch stär­ker gefor­dert. Ins­ge­samt acht Kin­der, die zuvor aus dem betrof­fe­nen Gebäu­de geflüch­tet waren, klag­ten an- schlie­ßend über Beschwer­den wie Kopf­schmer­zen und Übel­keit. Nach vor Ort durch- geführ­ten Unter­su­chun­gen durch die alar­mier­te Not­ärz­tin und den Orga­ni­sa­to­ri­schen Lei­ter Ret­tungs­dienst wur­den letzt­lich drei Kin­der vor­sorg­lich mit dem Ver­dacht auf eine Rauch­gas­in­ha­la­ti­on in das Hüs­te­ner Kran­ken­haus trans­por­tiert. Die übri­gen fünf Schü­le­rin­nen und Schü­ler konn­ten, nach­dem sich die all­ge­mei­ne Auf­re­gung etwas gelegt hat­te, in die Obhut ihrer Leh­re­rin­nen bzw. ihrer Eltern ent­las­sen wer­den. Die letz­ten Ret­tungs­wa­gen rück­ten gegen 13:30 Uhr von der Franz-Josef-Koch-Schu­le ab.

Ver­letz­te: 8 Betrof­fe­ne  Ein­ge­setz­te Ein­hei­ten: Haupt­wa­chen Arns­berg und Neheim, Lösch­zug Arns­berg, Lösch­grup­pe Wen­nig­loh, Ret­tungs- dienst, Not­ärz­tin Ein­ge­setz­te Fahr­zeu­ge: 4 Lösch­fahr­zeu­ge, 2 Dreh­lei­tern, 1 Kom­man­do­wa­gen, 4 Ret­tungs­wa­gen, 1 Not­arzt­ein­satz- fahr­zeug Ein­ge­setz­te Son­der­ge­rä­te: Hoch­leis­tungs­lüf­ter

Update der Poli­zei:

Ver­letz­te Kin­der durch Rauch­ga­se

Arns­berg An einer Schu­le am Mari­ann­hil­ler­weg kam es heu­te Mit­tag um kurz nach 12:00 Uhr zu einem Zwi­schen­fall.

Aus der Hei­zungs­an­la­ge, die mit Holz­pel­lets betrie­ben wird, tra­ten Rauch­ga­se aus, die nicht durch die Abgas­an­la­ge ins Freie beför­dert wur­den. Als die Brand­mel­de­an­la­ge Alarm aus­lös­te, wur­den Poli­zei und Feu­er­wehr infor­miert und die über 160 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sofort durch die Leh­rer­schaft aus dem Gebäu­de gebracht. Trotz der sofor­ti­gen Maß­nah­men wur­den acht Schul­kin­der im Grund­schul­al­ter durch ein­at­men der Gase leicht ver­letzt. Vor­sorg­lich wur­den drei die­ser Kin­der in ein Kran­ken­haus gebracht. Die ande­ren Fünf konn­ten nach Behand­lung vor Ort bereits wie­der ent­las­sen wer­den. Seit etwa 13:00 Uhr konn­te der Schul­be­trieb wie­der gefahr­los auf­ge­nom­men wer­den, nach­dem die Feu­er­wehr Arns­berg das Gebäu­de durch­lüf­tet hat­te. Der zustän­di­ge Bezirks­chorn­stein­fe­ger war eben­falls am Ein­satz­ort.

Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat ihre Ermitt­lun­gen zur Ursa­che auf­ge­nom­men. Es kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass sich ein Abgas­stau gebil­det hat und sich dadurch ein Teil der Abga­se einen ande­ren Weg aus der Anla­ge her­aus gesucht haben. Hin­wei­se auf eine Straf­tat lie­gen nicht vor. Scha­den an dem Gebäu­de oder der Hei­zungs­an­la­ge ent­stand nicht.