„Flug­zeug über Arns­berg erstellt Wär­me­bil­der für den Klimaschutz

5. April 2013
von Redaktion

Am Wochen­en­de star­tet die RWE-Ther­mo­gra­fie­be­flie­gung über der Stadt

p7240504 ThemografiebefliegungArns­berg. Vor­aus­sicht­lich in der Nacht von Sonn­tag auf Mon­tag ist es end­lich soweit: Das Flug­zeug für die Ther­mo­gra­fie­be­flie­gung der Stadt wird erst­mals abhe­ben. „Im Moment herr­schen sehr gute  Wet­ter­be­din­gun­gen“, erklärt der städ­ti­sche Kli­ma­schutz­ma­na­ger Sebas­ti­an Wit­te. „Denn Vor­aus­set­zung für die Beflie­gung der Stadt und gelun­ge­ne Wär­me­bil­der sind Tem­pe­ra­tu­ren bis maxi­mal 5 Grad Cel­si­us, ein tro­cke­nes, wind­stil­les Wet­ter sowie schnee­freie Dächer. Damit kann es nun end­lich los­ge­hen.“ Nach­dem alle grund­le­gen­den Bedin­gun­gen erfüllt sind, wird die spe­zi­ell aus­ge­rüs­te­te zwei­mo­to­ri­ge Cess­na 402B in der Nacht vom 7. auf den 8. April erst­mals star­ten. In rund 1.400 Metern Flug­hö­he über NN wer­den die Pilo­ten ins­ge­samt 57 Flug­schlei­fen über der Stadt dre­hen. Das nimmt zwei Näch­te in Anspruch. Mit der Ther­mo­gra­fie-Beflie­gung, die den Titel „Kli­ma­schutz beflü­gelt“ trägt, geht die Stadt Arns­berg gemein­sam mit ihrem Part­ner RWE Deutsch­land bei der Ener­gie­wen­de vor­an. Auf Basis von Wär-mebil­dern aus der Luft wer­den im Rah­men des ambi­tio­nier­ten Pro­jek­tes die Ener­gie­ein­spar­po­ten­zia­le und ener­ge­ti­schen Zustän­de aller Gebäu­de­dä­cher in Arns­berg auf­ge­zeigt. „Hier­zu hat die Stadt die euro­päi­sche Spe­zi­al­fir­ma Euro­sen­se beauf­tragt, die mit einer an einem Flug­zeug instal­lier­ten Spe­zi­al­ka­me­ra die Erd­ober­flä­che ther­mo­gra­fisch erfasst“, erklärt Sebas­ti­an Wit­te wei­ter. Anschlie­ßend wer­den die erho­be­nen Daten vom TÜV Rhein­land aus­ge­wer­tet, was cir­ca sechs Mona­te in Anspruch neh­men kann. Die infor­ma­ti­ven Brie­fe, in denen der Ein­zel­ne mehr über den ener­ge­ti­schen Zustand sei­nes Gebäu­des erfährt, kann der Eigen­tü­mer dann in anschau­lich und aus­führ­lich auf­be­rei­te­ter Form vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber anfor­dern bzw. abho­len. „Wir pla­nen, die Infor­ma­tio­nen pas­send zur dies­jäh­ri­gen Arns­ber­ger Kli­ma­schutz­wo­che und zur Mes­se Bau­en & Ener­gie bereit­zu­stel­len“, erklärt Sebas­ti­an Wit­te. Finan­zi­ell geför­dert und kon­zep­tio­nell unter­stützt wird das Pro­jekt Ther­mo­gra­fie­be­flie­gung von der RWE Deutsch­land AG. Das Ener­gie­un­ter­neh­men aus Essen hat­te die Beflie­gung im ver­gan­ge­nen Jahr bereits mit der rhei­ni­schen Stadt Rhein­bach durch­ge­führt und dort wich­ti­ge Erfah­run­gen gesam­melt. „Die luft­ge­stütz­te Ther­mo­gra­fie hilft dabei, Effi­zi­enz­po­ten­zia­le in Gebäu­den zu erken­nen und somit gezielt Ener­gie und CO2-Emis­sio­nen ein­zu­spa­ren“, erklärt Pro­jekt­lei­ter Bernd Albrecht von der RWE Deutsch­land. Ziel des Pro­jek­tes ist es, die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger für das The­ma Ener­gie­ef­fi­zi­enz zu sen­si­bi­li­sie­ren und Gebäu­de­ei­gen­tü­mer auf mög­li­che ener­ge­ti­sche Sanie­rungs­op­tio­nen auf­merk­sam zu machen. Wich­tig dabei: Jeder erhält aus­schließ­lich die Daten sei­nes eige­nen Hau­ses – damit erfährt nur der jewei­li­ge Eigen­tü­mer selbst, wie es um den ener­ge­ti­schen Zustand sei­nes Gebäu­des bestellt ist.  „Der Daten­schutz wird ganz groß geschrie­ben“, sagt Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel. „In dem Ver­fah­ren geht es den Pro­jekt­be­tei­lig­ten nicht dar­um, für sich Infor­ma­tio­nen ein­zel­ner Gebäu­de zu sam­meln, son­dern die Infor­ma­tio­nen sol­len den Bür­gern nut­zen. Die Bil­der sol­len ein Ange­bot an Bür­ger und Kom­mu­ne sein, um Ener­gie und Geld zu spa­ren und somit einen wich­ti­gen und rich­ti­gen Schritt auf dem Weg zur Ener­gie­wen­de zu vollziehen.“