Feu­er­wehr Arns­berg: Groß­ein­satz der Arns­ber­ger Feu­er­wehr bei Woh­nungs­brand in Müsche­de – ein Ver­letz­ter

30. Juli 2016
von Redaktion

Arns­ber­ger Feu­er­wehr ret­tet Wohn­haus
Arns­berg-Müsche­de. Ein Woh­nungs­brand in Arns­berg-Müsche­de for­der­te am Abend des 29. Juli einen Ver­letz­ten und sorg­te für einen Groß­ein­satz von Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst, dem Deut­schen Roten Kreuz und der Poli­zei.
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Gegen 20:00 Uhr mel­de­te der Bewoh­ners eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in der Müsche­der Stra­ße Kra­kel­oh der Feu­er­wehr-Leit­stel­le in Mesche­de per Not­ruf eine Explo­si­on in einer Woh­nung in dem von meh­re­ren Par­tei­en bewohn­ten Gebäu­de. Zudem soll­te sich ver­mut­lich noch eine Per­son in dem Wohn­haus und damit in aku­ter Gefahr befin­den. Dar­auf­hin alar­mier­te der Leit­stel­len-Dis­po­nent ein Groß­auf­ge­bot von Ret­tungs­kräf­ten. Zunächst rück­ten die Feu­er­wehr-Haupt­wa­chen Arns­berg und Neheim, der Basis­lösch­zug 5 mit der Lösch­grup­pe Müsche­de und dem Lösch­zug Hüs­ten, die Lösch­grup­pe Wen­nig­loh, die Lösch­grup­pe Her­drin­gen, der Fern­mel­de­dienst der Arns­ber­ger Feu­er­wehr sowie der Ret­tungs­dienst mit meh­re­ren Ret­tungs­fahr­zeu­gen zum Ein­satz­ort aus.
 
Ein Ver­letz­ter ins Kran­ken­haus trans­por­tiert
 
Beim Ein­tref­fen der ers­ten Ein­hei­ten aus Müsche­de und Wen­nig­loh am Brand­ort drang bereits dich­ter gelb­li­cher Brand­rauch durch die geschlos­se­ne Haus­tür, was auf ein fort­ge­schrit­te­nes Brand­ge­sche­hen im Inne­ren hin­deu­te­te. Eine ers­te Erkun­dung der Feu­er­wehr ergab, dass zu die­sem Zeit­punkt glück­li­cher­wei­se bereits alle Haus­be­woh­ner das Gebäu­de hat­ten ver­las­sen kön­nen. Ein 53-jäh­ri­ger Mann aus einer Woh­nung über dem Brand­ge­sche­hen war zuvor auf Grund der star­ken Ver­rau­chung des Trep­pen­hau­ses mit Hil­fe meh­re­rer Bewoh­ner über ein Vor­dach über dem Haus­ein­gang in Sicher­heit gebracht wor­den. Da er hier­bei dem Brand­rauch aus­ge­setzt war, wur­de er noch vor Ort vom Ret­tungs­dienst behan­delt und anschlie­ßend mit dem Ver­dacht einer Rauch­gas­in­ha­la­ti­on zur wei­te­ren Unter­su­chung vor­sorg­lich in das Hüs­te­ner Karo­li­nen-Hos­pi­tal trans­por­tiert. Wei­te­re acht Haus­be­woh­ner, die von dem Brand­ge­sche­hen betrof­fen, jedoch unver­letzt waren, wur­den wäh­rend des Ein­sat­zes zunächst vom Ret­tungs­dienst betreut.
 
Brand­aus­brei­tung kann ver­hin­dert wer­den
 
Die Feu­er­wehr ging umge­hend mit meh­re­ren Ein­satz­trupps unter schwe­rem Atem­schutz von zwei Sei­ten zur Brand­be­kämp­fung in das Gebäu­de vor. Hier­bei muss­ten sich die Ein­satz­kräf­te durch dich­ten Rauch und gro­ße Wär­me ihren Weg zum Brand­herd bah­nen. Der gezielt und effek­tiv vor­ge­tra­ge­ne Lösch­an­griff zeig­te schnell Erfolg, so dass der Brand auf sein vor­ge­fun­de­nes Aus­maß beschränkt wer­den konn­te. Eine wei­te­re unmit­tel­bar bevor­ste­hen­de Aus­brei­tung des Feu­ers auf wei­te­re Tei­le des Gebäu­des und auf ein ange­bau­tes wei­te­res Mehr­fa­mi­li­en­haus konn­te somit von der Feu­er­wehr erfolg­reich ver­hin­dert und bei­de Wohn­ge­bäu­de geret­tet wer­den. Auf Grund der zahl­rei­chen unter Atem­schutz vor­ge­hen­den Ein­satz­trupps wur­den wäh­rend der Lösch­ar­bei­ten zwei Lösch­fahr­zeu­ge des Lösch­zugs Neheim mit wei­te­ren Atem­schutz­ge­rä­te­trä­gern sowie zusätz­li­che Atem­luft­fla­schen an den Ein­satz­ort beor­dert, um so die Auf­recht­erhal­tung der umfas­sen­den
per­so­nal- und mate­ri­al­in­ten­si­ven Brand­be­kämp­fung sicher­stel­len zu kön­nen.
 
Haus­tie­re tot
 
Im wei­te­ren Ver­lauf der Brand­be­kämp­fung und der Kon­trol­le aller Berei­che bei­der Wohn­ge­bäu­de wur­den von den Ein­satz­kräf­ten in einem vom Brand­rauch betrof­fe­nen Bereich meh­re­re tote Haus­tie­re, dar­un­ter zwei Kat­zen, gefun­den, für die lei­der jede Hil­fe zu spät kam.
 
Gebäu­de­teil gesperrt
 
Die betrof­fe­nen Gebäu­de­tei­le wur­den nach der erfolg­rei­chen Brand­be­kämp­fung unter Ein­satz meh­re­rer Hoch­leis­tungs­lüf­ter vom Brand­rauch befreit. Eine im Anschluss durch­ge­führ­te Ein­satz­stel­len­be­ge­hung der Feu­er­wehr ergab eine durch die Feu­er­ein­wir­kung ver­ur­sach­te deut­lich sicht­ba­re Beein­träch­ti­gung von Decken­be­rei­chen in einem Gebäu­de­teil, der auf Grund die­ses Befun­des gesperrt wer­den muss­te. Ein Sta­ti­ker wird die­se Berei­che im Nach­gang zu dem Ein­satz in Augen­schein neh­men müs­sen. Die dort leben­den Haus­be­woh­ner kamen zunächst bei Ver­wand­ten oder in leer­ste­hen­den Woh­nun­gen des Gebäu­de­kom­ple­xes unter.
 
Die Betreu­ung der unver­letz­ten Haus­be­woh­ner über­nahm im Ein­satz­ver­lauf die Schnel­le Ein­satz­grup­pe (SEG) des Deut­schen Roten Kreu­zes Hüs­ten, wodurch die hier­für zunächst ein­ge­setz­ten Kräf­te des Regel­ret­tungs­diens­tes aus dem Ein­satz her­aus­ge­löst wer­den konn­ten und somit wie­der für ande­re Ret­tungs­dienstein­sät­ze im Arns­ber­ger Stadt­ge­biet zur Ver­fü­gung stan­den.
 
Feu­er­wehr, Ret­tungs­dienst und Deut­sches Rotes Kreuz waren zu Spit­zen­zei­ten mit ins­ge­samt rund 130 Ret­tungs­kräf­ten und zahl­rei­chen Fahr­zeu­gen im Ein­satz. Nach­dem der Ein­satz für den weit über­wie­gen­den Teil der alar­mier­ten Ein­hei­ten nach gut zwei Stun­den been­det war, ver­blieb eine Brand­wa­che der Lösch­grup­pe Müsche­de noch bis etwa 00:30 Uhr vor Ort. Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat die Ermitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che und zur Scha­dens­hö­he auf­ge­nom­men.
(Quel­le: StBI Peter Krä­mer, Pres­se­spre­cher)