Feu­er und Flam­me für „para-niños”

8. Mai 2013
von Redaktion

35081_thumb 238187_webArns­berg – Wels – La Paz – El Alto – Cocha­bam­ba.

Mari­ta Ger­win

Im Mai 2013.

Wir sind zu Gast in Wels/Österreich bei Klaus Lai­rei­ter, dem Grün­der des Kin­der­hilfs­wer­kes „para-niños”. Kurz vor sei­ner erneu­ten Rei­se nach Süd­ame­ri­ka hat er uns ein­ge­la­den, um uns zu zei­gen, wo die Spen­den­gel­der aus Arns­berg, die im Lau­fe der letz­ten bei­den Jah­re im Rah­men des Pro­jek­tes „sozi­al­ge­ni­al“ zuguns­ten des gemein­nüt­zig aner­kann­ten Kin­der­hilfs­wer­kes in Boli­vi­en ein­ge­setzt wur­den bzw. in der nächs­ten Zeit ver­wen­det wer­den.

Bene­fiz-Fuß­ball-Tur­nier in Arns­berg für „para-niños”  –  für Kin­der!

Begon­nen hat das Enga­ge­ment der Ruth-Cohn-Schü­ler, der Initia­ti­ve „Paten­schaf­ten von Mensch zu Mensch“, der Jus­tiz­be­hör­den, eini­ger Sauer­län­der Sport­ler, der hei­mi­schen Indus­trie, der Volks­bank Sauer­land eG. und eini­ger Pri­vat­per­so­nen im März 2011 mit einem Bene­fiz-Fuß­ball­tur­nier in der Rund­turn­hal­le im Eich­holz in Arns­berg, bei dem Pater Klaus Lai­rei­ter anwe­send war.

„Bei­na­he 13.000 Euro haben enga­gier­te Men­schen aus Arns­berg im Lau­fe der letz­ten bei­den Jah­re  gespen­det! Ich dan­ke sehr für die Beglei­tung mei­ner Her­zens­an­ge­le­gen­heit. Jeder Euro ist wich­tig und kann so viel bewir­ken, damit Kin­der in den Kran­ken­häu­sern von La Paz, El Alto und Cocha­bam­ba, in den Hoch­an­den Boli­vi­ens medi­zi­nisch behan­delt wer­den, auch wenn die Fami­lie sich dies nicht leis­ten kann. Jeder von Ihnen hat dazu bei­getra­gen, damit die Kin­der wie­der Hoff­nung und Mut schöp­fen für ein gesun­des, selbst­be­stimm­tes Leben. Das ist im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes „sozi­al­ge­ni­al!“, sagt Pater Klaus Lai­rei­ter gerührt.

Klaus Lai­rei­ter, der Sty­ler Mis­sio­nar ist 62 Jah­re alt. Er lebt in Wels in Öster­reich. Aus einer per­sön­li­chen Betrof­fen­heit her­aus, ist er sei­nem Her­zen gefolgt und hat vor 12 Jah­ren das Kin­der­hilfs­werk  „para-niños” in Boli­vi­en gegrün­det. Er erzählt uns von den ver­let­zen Jun­gen und Mäd­chen, die schwers­te Ver­bren­nun­gen erlit­ten haben, durch Unfäl­le, Gas­ex­plo­sio­nen, Blitz­ein­schlä­ge, Ver­brü­hun­gen und Ver­puf­fun­gen. Pal­lia­tiv-Medi­zin, Pal­lia­tiv-Care, Hos­piz-Bewe­gung und Trau­ma-The­ra­pie sind ihre täg­li­chen Beglei­ter.

Klaus Lai­rei­ter zeigt uns Fotos von Kin­dern, die mit einer gene­tisch beding­ten Gau­men-Kie­fer-Lip­pen­spal­te gebo­ren wer­den, die ohne Ope­ra­tio­nen nicht über­le­ben kön­nen. Ca. 2000 die­ser Ope­ra­tio­nen hat „para-niños” inzwi­schen finan­ziert. Wer­den die­se Kin­der nicht bereits als Babys ope­riert, dann ver­hun­gern und ver­durs­ten sie. „300 Euro benö­ti­gen wir pro Kind für durch­schnitt­lich drei Ope­ra­tio­nen inklu­siv anschlie­ßen­der logo­pä­di­scher The­ra­pie. Es ist ein unbe­schreib­li­ches Glück, die­se Kin­der im Anschluss an die erfolg­rei­che Behand­lung strah­len zu sehen. Im Bedarfs­fall, bei älte­ren Kin­dern und Jugend­li­chen, pflan­zen wir Zäh­ne ein und füh­ren kie­fern­or­tho­pä­di­sche Ein­grif­fe und lang­jäh­ri­ge Behand­lun­gen durch. Dabei bleibt auch die pro­phy­lak­ti­sche Zahn­pfle­ge in den Schu­len und Kitas eine unse­rer Schwer­punk­te“.

Wir sehen Fotos von ver­brann­ten Kin­dern, die uns die Spra­che ver­schla­gen, die uns den Atem neh­men und den Schlaf rau­ben. Hier kommt die kon­kre­te Hil­fe direkt bei den Betrof­fe­nen an.

„Ich wün­sche mir so sehr, dass mehr Kin­der etwas zu lachen haben in die­ser Welt. Dafür bren­ne ich. Bin Feu­er und Flam­me für „para-niños” und freu sehr mich über das Enga­ge­ment aus Arns­berg“.

 

Mit einem guten Gefühl und tief beein­druckt fah­ren wir zurück nach Arns­berg. Klaus Lai­rei­ter wird im nächs­ten Monat wie­der nach Boli­vi­en flie­gen, in sein gelieb­tes Land, zu den Kin­dern, die ihm so ver­traut sind. Unse­re Gedan­ken und guten Wün­sche beglei­ten ihn und sein the­ra­peu­ti­sches Team im Kin­der­hilfs­werk „para-niños”

Mein Inter­view mit Pater Klaus Lai­rei­ter fin­den Sie hier:

http://www.lokalkompass.de/arnsberg/leute/ein-sabbat-jahr-stellt-das-leben-voellig-auf-den-kopf-d293559.html

Infos zum gemein­nüt­zi­gen Kin­der­hilfs­werk „para-niños”, als auch einen Fern­seh­bei­trag des ORF und den Song der Arns­ber­ger Schü­ler „Nur eine Welt“ fin­den Sie auf der Web­sei­te:

http://www.pater-klaus.at/

Jugend­li­che aus Arns­berg haben zusam­men mit dem jun­gen Film­team „“el fla­min­go“ aus Sun­dern das Musik-Video „Nur eine Welt” pro­du­ziert, um den ver­letz­ten Kin­dern in Boli­vi­en ihre Soli­da­ri­tät  zu zei­gen. Den Link dazu fin­den Sie hier:

Wie alles begann,  lesen Sie in mei­nem Bei­trag: „Sab­bat-Jahr stellt das Leben völ­lig auf den Kopf”

http://www.lokalkompass.de/arnsberg/leute/sabbat-jahr-stellt-das-leben-voellig-auf-den-kopf-d7485.html

Spen­den­kon­to: PARA NINOS- Pater Klaus, Kir­chen­weg 98.  A-5532 Eben

Kon­to-Nr.: 2212 116

BLZ:  35004 Rai­ba  Eben

BIC: RVSAAT2S004

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