Exper­ten aus drei Bun­des­län­dern begut­ach­ten die Ruhr­re­na­tu­rie­rung Ver­tre­te­rIn­nen von Bezirks­re­gie­run­gen, Land­krei­sen und Städten

10. April 2014
von Redaktion

Arns­berg. Im Rah­men einer zwei­tä­gi­gen Exkur­si­on infor­mier­ten sich am Diens­tag und Mitt­woch rund 25 Ver­tre­te­rIn­nen von Bezirks­re­gie­run­gen, Land­krei­sen und Städ­ten aus Hes­sen, Bay­ern und Nord­rhein-West­fa­len über die Rena­tu­rie­rungs­maß­nah­men an der Ruhr in Arns­berg und Gewäs­sern im Arns­ber­ger Wald.

Bei reg­ne­ri­schem, win­di­gem Wet­ter stell­te zunächst Joa­chim Drü­ke, Bezirks­re­gie­rung Arns­berg, die Maß­nah­men an der Heve in Möh­nes­se-Neu­haus und der Klei­nen Schma­lenau im Arns­ber­ger Wald vor. Dabei erfuh­ren die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer mehr über den auf­wän­di­gen Pro­zess, euro­päi­sche För­der­gel­der im Rah­men eines „Life-Pro­jek­tes” zu erwer­ben. Die Umset­zung erfolg­te durch die Arbeits­ge­mein­schaft Bio­lo­gi­scher Umwelt­schutz (ABU) Soest unter Mit­wir­kung des Lehr- und Ver­suchs­forst­am­tes Arns­ber­ger Wald und der Neu­en Arbeit Arns­berg. Vor­ge­führt wur­de dann, wie alte Bach­ver­läu­fe auf­ge­fun­den, rück­ver­legt und in ihrem Lauf ver­än­dert wer­den. Die Betei­lig­ten zeig­ten auch, wie Ufer­be­rei­che ent­fich­tet werden.

Danach ging es an die Ruhr in Arns­berg. Ab der „Tüten­brü­cke” in Alt Arns­berg wur­de die Ruhr bis zur Jäger­brü­cke mit dem Fahr­rad abge­fah­ren. Die 2004 begon­nen Rena­tu­rie­run­gen an der „Men­gen Wie­se” bis hin zur Rund­turn­hal­le brach­te Dr. Gott­hard Sche­ja, Lei­ter des Arns­ber­ger Umwelt­bü­ros, den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern näher. Dabei ging er auch auf die Betei­li­gung der Bür­ger und ins­be­son­de­re der Angel­ver­ei­ne ein. Hoch­was­ser­schutz war neben der öko­lo­gi­schen Ver­bes­se­rung eine der trei­ben­den Federn für die­se inner­städ­ti­schen Maß­nah­men. Das Exkur­si­ons­pro­gramm ende­te am Diens­tag mit einem Blick von der Jäger­brü­cke auf die dor­ti­ge Rena­tu­rie­rung. Nach einem Zwi­schen­stopp am his­to­ri­schen Wein­berg wur­den am Abend die Sehens­wür­dig­kei­ten der Alt­stadt unter Füh­rung von Rolf Dietz (Alt­stadt­ver­ein) ins Auge gefasst.

Der Mitt­woch begann, wie­der­um auf dem Rad, an der Fisch­trep­pe bei Nie­der­ei­mer. Hier ging es um Maß­nah­men der Durch­gän­gig­keit von Gewäs­sern und dar­um, wie man die­se errei­chen kann. Auch mög­li­che Opti­mie­rungs­vor­schlä­ge wur­den thematisiert.

Ent­lang des Ruhr­tal­rad­wegs waren die Maß­nah­men an der Ruhr in Hüs­ten, der Mün­dungs­be­reich der Röhr und das Bin­n­er­feld wei­te­re Sta­tio­nen. Im R‑Cafe infor­mier­te Ulrich Dete­ring (Bezirks­re­gie­rung Arns­berg) schließ­lich über die Maß­nah­men an der Ruhr in der Ruhraue am Füch­te­ner Bogen. Dr. Gott­hard Sche­ja wie­der­um sprach über die Hin­ter­grün­de und Erfol­ge der Ruhr­re­na­tu­rie­rung in Arns­berg. Den Abschluss bil­de­te am spä­ten Nach­mit­tag die Besich­ti­gung des kürz­lich fer­tig gestell­ten Ver­zwei­gungs­ge­rin­nes in Wickede.

Fazit: Die Teil­neh­me­rIn­nen waren beein­druckt von dem Gese­he­nen und den fach­kun­di­gen Erläu­te­run­gen. Dr. Wil­helm Süß­mann, Lei­ter der Exkur­si­on, fass­te die Erleb­nis­se der bei­den Tage mit den Wor­ten zusam­men: „Hier kann man auf beein­dru­cken­de Wei­se erle­ben, wie Gewäs­ser zum Wohl der Natur und der Men­schen umge­stal­tet wer­den kön­nen und welch gro­ßer Nut­zen dar­aus ent­steht – eine in Deutsch­land sicher­lich ein­ma­li­ge Situation.”