Erfun­de­ne Unfall­flucht; Zeu­gin hilft nach Pres­se­auf­ruf Poli­zei bei der Aufklärung

13. August 2013
von Redaktion

Erfun­de­ne Unfall­flucht; Zeu­gin hilft nach Pres­se­auf­ruf Poli­zei bei der Aufklärung

Arns­berg (Hoch­sauer­land) Am 18. Juli soll es gegen 18:30 Uhr zu einer Ver­kehrs­un­fall­flucht auf der Bun­des­stra­ße 7 bei Bachum gekom­men sein (wir berich­te­ten am 19.07.). Ein unbe­kann­tes rotes Fahr­zeug mit HSK-Kenn­zei­chen hät­te über­holt und dadurch einen ent­ge­gen­kom­men­den Lkw-Fah­rer gefähr­det. Der 61-jäh­ri­ge Fah­rer gab an, er hät­te nach rechts aus­wei­chen müs­sen, um einen Unfall zu ver­hin­dern. Dabei sei er in die Leit­plan­ke gefah­ren. Die Poli­zei bat dar­auf­hin in einer Pres­se­mit­tei­lung, Zeu­gen, die den Unfall beob­ach­tet hät­te, sich zu mel­den. Das tat auch eine 26-jäh­ri­ge Zeu­gin aus Arns­berg, die die Mit­tei­lung gele­sen hat­te. Ihre Aus­sa­ge brach­te den ent­schei­den­den Hin­weis. Was sie jedoch zu sagen hat­te, ließ die Ver­kehrs­un­fall­flucht in einem ganz ande­ren Licht erschei­nen. Ihren Anga­ben zu Fol­ge hat­te sie gese­hen, wie an der genann­ten Stel­le ein LKW in die Leit­plan­ke gefah­ren ist. Aller­dings pas­sier­te dies rund eine drei­vier­tel Stun­de vor der berich­te­ten Unfall­zeit und gänz­lich ohne Fremdverschulden.

Sie hielt es aber für recht unwahr­schein­lich, dass an der glei­chen Stel­le, nur knapp eine Stun­de spä­ter, ein ähn­li­cher Lkw in die Leit­plan­ke gefah­ren ist und setz­te sich daher mit der Poli­zei in Ver­bin­dung. Die Aus­wer­tung des Fahr­ten­schrei­bers des LKW bestä­tig­ten die Anga­ben der Zeu­gin. So geht die Poli­zei jetzt davon aus, dass der LKW-Fah­rer von allein in die Leit­plan­ke gefah­ren ist. Dann ist er zunächst wei­ter gefah­ren, um eine drei­vier­tel Stun­de spä­ter wie­der an die Unfall­stel­le zu fah­ren und von dort die Poli­zei zu anzu­ru­fen, um eine ver­meint­li­che Unfall­flucht anzu­zei­gen. Daher ermit­telt die Poli­zei jetzt nicht nur wegen Vor­täu­schens einer Straf­tat gegen den Lkw-Fah­rer, son­dern auch wegen Ver­kehrs­un­fall­flucht, da er sich zunächst uner­laubt von der Unfall­stel­le ent­fernt hatte.