Erd­gas­boh­rung „Oppen­we­he 1” in Stem­we­de – Lücken­lo­se Über­wa­chung der Die­sel­öl-Rück­ho­lung

14. Februar 2013
von Redaktion
Bild: RP Dr. Gerd Bollermann im Gespräch mit Bürgern in Stemwede

Bild: RP Dr. Gerd Bol­ler­mann im Gespräch mit Bür­gern in Stem­we­de

Arns­berg. Der Arns­ber­ger Regie­rungs­prä­si­dent Dr. Gerd Bol­ler­mann hat sich heu­te in Stem­we­de ein Bild von der lau­fen­den Die­sel­öl-Rück­ho­lung aus dem Bohr­loch „Oppen­we­he 1” gemacht. Sei­ne Fach­leu­te aus der NRW-weit zustän­di­gen Abtei­lung Berg­bau und Ener­gie über­wa­chen wäh­rend des kom­plet­ten Pro­zes­ses die Arbei­ten der Fir­ma Exxon­Mo­bil Pro­duc­tion Deutsch­land GmbH.

 

Die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg hat­te Exxon­Mo­bil am 29.10.2012 geneh­migt, das 2010 bei der Erkun­dungs­boh­rung „Oppen­we­he 1” ein­ge­brach­te Die­sel­öl zurück­zu­ho­len. Zum dama­li­gen Zeit­punkt, vor dem anders­lau­ten­den Erlass der Lan­des­re­gie­rung Nord­rhein-West­fa­len vom 18.11.2011, waren Erkun­dungs­boh­run­gen erlaubt.

 

Exxon­Mo­bil hat­te das Die­sel­öl im Zuge eines Lager­stät­ten­druck­tests ein­ge­bracht. Der spä­te­re Rück­ho­lungs­an­trag erfolg­te nicht aus sicher­heits­tech­ni­schen oder umwelt­recht­li­chen Grün­den, son­dern unter Hin­weis auf Wün­sche im öffent­li­chen bzw. poli­ti­schen Raum. Der­zeit, vom 12.02. bis 18.02., wird das Öl aus dem ein­ze­men­tier­ten und ver­rohr­ten Bohr­loch ent­fernt und durch Stick­stoff ersetzt.

 

Bei sei­nem Besuch am Don­ners­tag (14.02.) in Stem­we­de begrüß­te Regie­rungs­prä­si­dent Dr. Gerd Bol­ler­mann, dass Exxon­Mo­bil sich der öffent­li­chen Erwar­tungs­hal­tung offen­kun­dig bewusst sei und vor Ort jetzt dem­entspre­chend trans­pa­rent über die Arbei­ten infor­mie­re.

 

Die Sor­gen ernst neh­men

 

„Vie­le Bür­ger ver­fol­gen die Dis­kus­sio­nen rund um das The­ma Fracking mit Besorg­nis. Als Bezirks­re­gie­rung neh­men wir das sehr ernst. Des­halb war es mir wich­tig, heu­te in Stem­we­de nicht nur mit Unter­neh­mens­ver­tre­tern zu spre­chen, son­dern zudem mit inter­es­sier­ten und auch besorg­ten Bür­gern. Die­sen Dia­log müs­sen wir über­all dort füh­ren, wo die Men­schen es wün­schen”, so Bol­ler­mann.

 

 

Und: „Es han­delt es sich bei der Rück­ho­lung des Die­sel­öls zwar um eine Vor­sichts­maß­nah­me. Gleich­wohl wer­den unse­re Mit­ar­bei­ter den Arbeits­pro­zess vor Ort lücken­los über­wa­chen. Vor allem muss gewähr­leis­tet sein, dass das Öl voll­stän­dig zurück­ge­holt und das Mate­ri­al fach­ge­recht ent­sorgt wird. Zudem stellt die Bezirks­re­gie­rung Arns­berg sicher, dass nach Abschluss der Arbei­ten eine umfas­sen­de Doku­men­ta­ti­on vor­liegt, die für die Öffent­lich­keit ein­seh­bar sein wird.”

 

Inten­si­ver fach­li­cher Aus­tausch

 

Den für die Rück­ho­lung des Die­sel­öls nöti­gen Son­der­be­triebs­plan hat­te das Unter­neh­men im Dezem­ber 2011 bei der Bezirks­re­gie­rung Arns­berg vor­ge­legt.

Nach Prü­fung der Unter­la­gen und Ergän­zung des Antrags waren im März 2012 der Kreis Min­den-Lüb­be­cke betei­ligt sowie der Geo­lo­gi­sche Dienst NRW und die Gemein­de Stem­we­de über den Son­der­be­triebs­plan infor­miert wor­den. Auch hat­te ein fach­li­cher Aus­tausch mit dem Lan­des­amt für Natur, Umwelt und Ver­brau­cher­schutz Nord­rhein-West­fa­len (LANUV) statt­ge­fun­den.

 

In den Fach­ge­sprä­chen wur­den vor allem die Aspek­te Bohr­loch­in­te­gri­tät, Men­gen­bi­lan­zie­rung und Mess­tech­nik erör­tert. Die Ergeb­nis­se wur­den im spä­te­ren Zulas­sungs­be­scheid ent­spre­chend umge­setzt. Kern die­ser Geneh­mi­gung war ins­be­son­de­re ein Über­wa­chungs­kon­zept, das jetzt vor Ort umge­setzt wird.