Dop­pel­te Freu­de beim Lösch­zug Arns­berg-Neheim: Zwei neue Fahr­zeu­ge

3. Februar 2013
von Redaktion

Arns­berg-Neheim. (Hoch­sauer­land) Gleich zwei neue Feu­er­wehr­fahr­zeu­ge für den Lösch­zug Neheim konn­te der Lei­ter der Arns­ber­ger Feu­er­wehr, Bernd Löhr, am Sams­tag, den 02. Febru­ar im Rah­men einer Fei­er­stun­de aus den Hän­den von Bür­ger­meis­ter Vogel und Fach­dienst­lei- ter Chris­tof Dür­wald vom Hoch­sauer­land­kreis ent­ge­gen neh­men. Mit Löhr freu­te sich die Lei­tung des Lösch­zugs Neheim über ein neu­es Lösch­grup­pen­fahr­zeug für den Kata­stro­phen­schutz (LF 20 KatS) sowie über ein Wech­sel­la­der­fahr­zeug (WLF), mit de- nen der Fahr­zeug­park der Nehei­mer Brand­schüt­zer erneu­ert wird. In einem kur­zen Gruß­wort beton­te Bür­ger­meis­ter Vogel, dass der fei­er­li­che Rah­men, in dem die Fahr­zeug­über­ga­be statt­fin­de, dem Anlass durch­aus ange­mes­sen sei. Er dank­te dem Lösch­zug Neheim für die Bereit­schaft, zusam­men mit den beschaff­ten Fahr­zeu­gen auch die erfor­der­li­chen Aus­bil­dun­gen und Schu­lun­gen zu absol­vie­ren, die für die effek­ti­ve Bedie­nung der neu­en Gerät­schaf­ten not­wen­dig sei. Eine gute und den Erfor­der­nis­sen ange­mes­se­ne Aus­stat­tung der Feu­er­wehr sei dabei auch vor dem Hin­ter­grund der Her­aus­for­de­run­gen des demo­gra­fi­schen Wan­dels eine Not- wen­dig­keit und kei­nes­falls über­zo­ge­nes Anspruchs­den­ken. Mit dem kürz­lich be- schlos­se­nen fort­ge­schrie­be­nen Brand­schutz­be­darfs­plan, der auch die Zukunfts­fä­hig- keit der Arns­ber­ger Wehr im Auge habe, sei der Brand­schutz in der Ruhr-Stadt gut auf­ge­stellt. Abschlie­ßend sprach er allen Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­gen sei­nen Dank für den von ihnen ehren­amt­lich geleis­te­ten Dienst am Nächs­ten aus. Die­sem Dank schloss sich Fach­dienst­lei­ter Chris­tof Dür­wald an und bezog ihn spe­zi­ell auf die Bereit­schaft des Lösch­zugs Neheim, das Wech­sel­la­der­fahr­zeug auch im Auf- trag des Hoch­sauer­land­krei­ses für die dem Kreis oblie­gen­den Auf­ga­ben der Groß- scha­dens­ab­wehr ein­zu­set­zen. Anschlie­ßend über­gab er die Fahr­zeug-Schlüs­sel an Bür­ger­meis­ter Vogel, der sie wie­der­um an Wehr­füh­rer Bernd Löhr wei­ter­reich­te. Die- ser beton­te, dass es sich bei den über­ge­be­nen Fahr­zeu­gen kei­nes­falls um „Spiel­zeug der Feu­er­wehr“ han­de­le, son­dern dass die­se Aus­stat­tung benö­tigt wer­de, um sich den Her­aus­for­de­run­gen von mor­gen stel­len zu kön­nen – zum Woh­le der Bür­ger.

Aus Löhrs Hän­den bekam dann schließ­lich Basis­lösch­zug­füh­rer Rei­ner Schul­ze sowohl die Schlüs­sel für das neue Lösch­fahr­zeug als auch für das Wech­sel­la­der­fahr­zeug über­reicht. Die­ser nahm die bei­den ört­li­chen Lösch­zug­füh­rer Hol­ger Klo­s­ka und Ste phan Kam­ski mit in die Pflicht, die Fahr­zeu­ge im Sin­ne der All­ge­mein­heit ein­zu­set­zen. Nach der Schlüs­sel-Über­ga­be ver­sah Pas­tor Ste­fan Jung die neu­en Fahr­zeu­ge im Rah­men einer kur­zen Andacht zudem mit dem kirch­li­chen Segen und wünsch­te den Nehei­mer Blau­rö­cken eine stets unver­sehr­te Wie­der­kehr von ihren Ein­sät­zen. Durch Gott sei dem selbst­lo­sen Dienst der Feu­er­wehr ein „tra­gen­des Fun­da­ment“ gege- ben.  Nach­fol­gend eini­ge Infor­ma­tio­nen zu den über­ge­be­nen Ein­satz­fahr­zeu­gen: Das neue von der Stadt Arns­berg beschaff­te LF 20 KatS wur­de im Jahr 2012 auf ei- nem Fahr­ge­stell vom Typ MAN – TGM 13.250 4X4 BL auf­ge­baut. Mit 14 Ton­nen zuläs­si­gem Gesamt­ge­wicht und einer Motor­leis­tung von 250 PS wird es künf­tig im Ver­bund mit den ande­ren Fahr­zeu­gen des Lösch­zugs Neheim zur Bewäl­ti­gung der unter- schied­li­chen Ein­satz­sze­na­ri­en der Ein­heit ein­ge­setzt und ersetzt ein 30 Jah­re altes Lösch­grup­pen­fahr­zeug. Das von der Fir­ma Zieg­ler Feu­er­wehr­ge­rä­te­tech­nik GmbH & Co. KG aus­ge­bau­te neue Ein­satz­mit­tel im Wert von rund 260.000,- Euro ist mit einer umfang­rei­chen feu­er­wehr­tech­ni­schen Aus­rüs­tung aus­ge­stat­tet, zu der unter ande- rem eine fest ein­ge­bau­te Feu­er­lösch­krei­sel­pum­pe sowie eine Trag­kraft­sprit­ze, ein Lösch­mit­tel­be­häl­ter mit 1.000 Litern Was­ser, ein Pneu­ma­tik­licht­mast mit zwei 1.000 Watt-Strah­lern, ein Strom­erzeu­ger mit einer Leis­tung von 9 kVA, zwei Tauch­pum­pen, ein Lösch­was­ser-Falt­be­häl­ter mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 5.000 Litern sowie eine Motor­ket­ten­sä­ge gehö­ren. Im Mann­schafts­raum sind zudem Hal­te­run­gen für zwei Atem­schutz­ge­rä­te unter­ge­bracht, so dass sich ein Ein­satz­trupp bereits auf der Ein­satz­fahrt kom­plett mit den Atem­schutz­ge­rä­ten aus­rüs­ten kann. Dadurch ver­rin­gert sich die Rüst­zeit am Ein­satz­ort erheb­lich, und die Hil­fe­leis­tung kann umge­hend be- gin­nen. Das Wech­sel­la­der­fahr­zeug aus dem Jahr 2003 ver­fügt über ein Fahr­ge­stell vom Typ Iveco Stra­lis 480 – 6x2 und einen Auf­bau der Fir­ma Hüffer­mann – HL 26.65 S. Das zuläs- sige Gesamt­ge­wicht beträgt 26 Ton­nen, die Motor­leis­tung 480 PS. Es wird vor­wie- gend einen vom Land NRW für den Hoch­sauer­land­kreis beschaff­ten und eben­falls in Neheim sta­tio­nier­ten Abroll­be­häl­ter zur Dekon­ta­mi­na­ti­on von Ver­letz­ten tra­gen. Daher wur­de das Fahr­zeug aus Mit­teln des Hoch­sauer­land­krei­ses finan­ziert.