Die Bot­schaft lau­tet: „Komm ins Hand­werk!“

25. Januar 2017
von Redaktion

Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len ehrt Aus­bil­dungs­bot­schaf­ter für ihren Ein­satz

Arns­berg (hwk). Sie sind jung und ste­cken gera­de mit­ten in der Aus­bil­dung. Sie haben einen Beruf im Hand­werk gefun­den, der ihnen Spaß macht. Das sind die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen, um Schul­ab­gän­ger zu über­zeu­gen, auch ins Hand­werk zu kom­men. Des­halb haben sie sich ent­schie­den, Aus­bil­dungs­bot­schaf­ter zu wer­den. Für die­ses Enga­ge­ment dank­te die Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len jetzt den Bot­schaf­tern, die im ver­gan­ge­nen Jahr im Ein­satz waren.

Dass es für die jun­gen Frau­en und Män­ner gute Grün­de gibt, sich für die­se Initia­ti­ve zu ent­schei­den, erzähl­ten drei Bot­schaf­ter im Gespräch mit Geschäfts­füh­rer Fabi­an Bräu­ti­gam bei der Urkun­den­ver­lei­hung: Sie spre­chen die Spra­che der Schü­ler – das ist Berufs­ori­en­tie­rung auf Augen­hö­he. Und die Erfah­run­gen, die die Bot­schaf­ter bei ihrer eige­nen Berufs­wahl gemacht haben, sind noch sehr prä­sent. Wenn ein Aus­zu­bil­den­der berich­tet, „kommt man bes­ser an die Schü­ler ran“, weiß Tobi­as Schmidt aus Schmal­len­berg, der über ein Prak­ti­kum sei­nen Traum­be­ruf im Zim­merer­hand­werk gefun­den hat.

Auch Han­na Dan­ne-Wie­se­hoff (Men­den) ist sich sicher, dass ihre Bot­schaft ankommt und sich etwas in den Köp­fen der Schul­ab­gän­ger ändert. Schon allein ihre Berufs­wahl, die Aus­bil­dung zur Mecha­tro­ni­ke­rin für Land- und Bau­ma­schi­nen, sorgt für aus­gie­bi­ge Dis­kus­sio­nen und Fra­ge­run­den. Hin­zu kommt der „per­sön­li­che Gewinn“: Sie habe sich wei­ter ent­wi­ckelt, rede mehr, berich­tet Dana Neu­bau­er (Arns­berg). Nach erfolg­reich bestan­de­ner Gesel­len­prü­fung zur Fach­ver­käu­fe­rin im Lebensmittelhandwerk/Fleischerei star­tet sie jetzt zum zwei­ten Mal durch und hat eine Flei­scher­leh­re begon­nen.

Hin­ter den Bot­schaf­tern ste­hen die Betrie­be, die ihre Aus­zu­bil­den­den in ihrem Ein­satz bestär­ken. Sowohl Meinolf Ewers aus Mesche­de als auch Georg Krae­mer aus Erndte­brück – bei­de Unter­neh­men sind im Fahr­zeug­bau tätig – haben sich für das Bot­schaf­ter­pro­jekt zur Nach­wuchs­ge­win­nung ent­schie­den. Damit unter­stüt­zen sie gleich­zei­tig auch ihre Aus­zu­bil­den­den in der Ent­wick­lung und moti­vie­ren sie, sich etwas zuzu­trau­en: Der Auf­tritt vor einer Klas­se schafft Sicher­heit und trägt zur Wei­ter­ent­wick­lung bei.

Wie wich­tig die Bot­schaf­ter für die Schu­len sind, beton­te Chris­ti­na Bag­anz, Stu­di­en- und Berufs­wahl­ko­or­di­na­to­rin an der Chris­ti­ne-Koch-Haupt­schu­le Eslo­he. Die Schü­ler wer­den moti­viert, den sich mit der Berufs­wahl aus­ein­an­der zu set­zen und die­sen Schritt selbst zu gehen.

Loben­de Wor­te fand auch Kam­mer­prä­si­dent Wil­ly Hes­se für das Enga­ge­ment der jun­gen Bot­schaf­ter: „Sie stel­len sich, ihren Beruf und ihren Aus­bil­dungs­be­trieb glaub­wür­dig vor und dar.“ In Zah­len aus­ge­drückt heißt das: rund 100 Bot­schaf­ter aus 60 Unter­neh­men haben sich bis­her ange­mel­det, bei 40 Schul­ein­sät­zen mit zwei bis drei Bot­schaf­tern pro Ein­satz wur­den gut 1000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler in rund 30 Schu­len erreicht.

Inter­es­siert? Ansprech­part­ne­rin bei der Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len ist Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin Bian­ca Weickardt. Tele­fon: 02931/ 877–328,  E-Mail:  bianca.weickardt@hwk-swf.de

Bild­zei­le:
Mit einer Urkun­de wur­den die Aus­bil­dungs­bot­schaf­te­rin­nen und Aus­bil­dungs­bot­schaf­ter aus­ge­zeich­net. Ihren Ein­satz koor­di­niert Bian­ca Weickardt (l.) Foto: Hand­werks­kam­mer Süd­west­fa­len