Dia­gno­se Par­kin­son – Was nun – Kön­nen Hirn­schritt­ma­cher helfen?

1. März 2013
von Redaktion

Fach­ärz­te klä­ren auf

Hoch­sauer­land­kreis / Arns­berg. Stark moto­ri­sche Beein­träch­ti­gun­gen wie zum Bei­spiel Bewe-gungs­ver­lang­sa­mung, Mus­kel­steif­heit oder Zit­tern sind typi­sche Anzei­chen für Par­kin­son, Tre­mor oder Dys­to­ni­en und haben ihre Ursa­che im Gehirn.

„Par­kin­son ist eine lang­sam fort­schrei­ten­de neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung und ist gekenn­zeich­net durch das Abster­ben von Ner­ven­zel­len im Mit­tel­hirn und dem Boten­stoff Dopa­min“ so Irm­gard Gland aus Arns­berg, selbst Betrof­fe­ne seit 1997. „Die Dia­gno­se Par­kin­son hat mich zunächst gelähmt, plötz­lich war ich behin­dert, doch ich habe sehr schnell erkannt, dass ich mich mit der Krank­heit aus­ein­an­der­set­zen muss. Ich habe mich ein Jahr mit den ver­schie­dens­ten Krank­heits­bil­dern rum­ge­schla­gen bevor es benannt wur­de“ so Gland wei­ter, „ erst danach konn­te ich mich mit den Behand­lungs­mög­lich­kei­ten befas­sen.“     Rund um das The­ma Par­kin­son, Ursa­chen sowie den Ein­satz durch Neu­ro­sti­mu­la­to­ren  geht es in einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am Mitt­woch, 13. März, ab 15 Uhr im Bür­ger­zen­trum Bahn­hof Arns­berg (Cle­mens-August-Stra­ße 120, 59821 Arnsberg).

Als Refe­ren­ten konn­ten Chef­arzt Priv. – Doz. Dr. med. Klaus Rie­ke der Kli­nik für Neu­ro­lo­gie im St. Mari­en­hos­pi­tal Hamm und Chef­arzt Dr. med. Ralph Lehr­ke, Ste­reotak­ti­sche Neu­ro­chir­ur­gie der St. Bar­ba­ra-Kli­nik Hamm Hees­sen, gewon­nen wer­den. Die Kli­nik für Neu­ro­lo­gie des St. Mari­en-Hos­pi­tal Hamm ist Teil des Kom­pe­tenz­net­zes Par­kin­son, wel­ches sich For­schung und Ent­wick­lung zur Auf-gabe gemacht hat, um Pati­en­ten so ein umfas­sen­des The­ra­pie­an­ge­bot machen zu kön­nen. „Wir arbei­ten bei der Behand­lung von Bewe­gungs­stö­run­gen eng zusam­men“ so Rie­ke, „denn gera­de wenn der Ein­satz von Medi­ka­men­ten nicht mehr aus­reicht oder Neben­wir­kun­gen auf­tre­ten, kann die Ein­pflan­zung eines Hirn­schritt­ma­chers die Lebens­qua­li­tät deut­lich stei­gern.“ In dem Vor­trag (Ring­schlei­fe für Hör­ge­schä­dig­te vor­han­den), der in Koope­ra­ti­on mit der Selbst­hil-fegrup­pe Par­kin­son und der AKIS im HSK (Arns­ber­ger Kon­takt- und Infor­ma­ti­ons­stel­le für Selbst­hil-fegrup­pen im Hoch­sauer­land­kreis) gestal­tet wird, geht es um das The­ma Par­kin­son im all­ge­mei­nen, die Funk­ti­on eines Hirn­schritt­ma­chers und der ope­ra­ti­vem Ein­satz. Irm­gard Gland hat sich 2009 einen Neu­ro­sti­mu­la­tor ein­set­zen las­sen und ist auch Mit­glied der Selbst­hil­fe­grup­pe Par­kin­son, in der sie aktiv sein kann und ihre Erfah­run­gen wei­ter­gibt. „Wir hof­fen, das wir mit der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung vie­le Ärz­te, The­ra­peu­ten, nicht zuletzt die Betrof­fe­nen selbst und deren Ange­hö­ri­ge errei­chen, denn eine bes­se­re Ver­net­zung ist ein wich­ti­ges Ziel hier­bei“, so Lip­ke und Gland. Die Eröff­nung der Ver­an­stal­tung obliegt dem Schirm­herr der Selbst­hil­fe­grup­pe, Erhard Schä­fer, ehe­ma­li­ger stell­ver­tre­ten­der Land­rat und Tho­mas Lip­ke, Lei­ter der Grup­pe. Die AKIS im HSK und die Selbst­hil­fe­grup­pe wer­den zudem mit einem Infor­ma­ti­ons­stand vor Ort sein, an dem sich Inter­es­sier­te über alle Selbst­hil­fe­grup­pen des Hoch­sauer­land­krei­ses infor­mie­ren kön­nen. Inter­es­sier­te wen­den sich bit­te an die  AKIS im HSK, Mari­on Brasch, Tel.: 02931 9638–105, E‑mail: selbsthilfe@​arnsberg.​de.