Der Zau­ber des Wal­des – war­um er uns gera­de jetzt so gut tut

5. Januar 2018
von Redaktion

Foto: Dorf​in​fo​.de

Arns­berg-Voss­win­kel. Das Wet­ter sieht wenig ein­la­dend aus, aber gera­de jetzt ent­fal­tet der Wald eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re – Well­ness für Kör­per und Geist.

Es reg­net. Es reg­net nun gefühlt schon seit Mona­ten. Alle Wie­sen sind durch­weicht und die Wege sind die reins­ten Matsch­fel­der. Wenn es nicht gera­de reg­net oder stürmt, hängt der Him­mel voll grau­er Wol­ken. Und es will ein­fach nicht bes­ser werden.

 

Am Emp­fang vom WILD­WALD Voss­win­kel sitzt Petra Weigel und plau­dert mit den Besu­chern. Gut ein­ge­packt in Regen­ja­cke und fes­ten Schu­hen freu­en sie sich auf den Besuch im Wald. Und sie sind nicht die ein­zi­gen: Im Wald-Shop stö­bert eine Fami­lie nach den letz­ten Weih­nachts-Schnäpp­chen, neben­an in Böer´s Wald­ca­fé lässt sich ein Pär­chen hei­ße Hei­del­beer-Pfann­ku­chen mit Sah­ne schme­cken. Aber was treibt die Men­schen bei die­sem Schmud­del-Wet­ter in den Wald?

Foto: Dorf​in​fo​.de

„Es ist etwas ganz beson­de­res. Die fri­sche Luft, die Ruhe. Die lei­sen Trop­fen im Laub. Unglaub­lich ent­span­nend nach den letz­ten Wochen.“, berich­tet Karin Schult­ze aus Arns­berg. Die bun­te und oft hek­ti­sche Weih­nachts­zeit liegt hin­ter uns, das neue Jahr hat gera­de begon­nen.  Alles ist frisch, wir neh­men die Arbeit neu auf und gestal­ten unse­ren All­tag. Es geht wei­ter – aber kurz nach einem Anfang scheint der Weg bis zum Ende so lang.

 

Im Wald kann man zur Ruhe kom­men wie an kaum einem ande­ren Ort. Die von Bäu­men gesäum­ten Wege geben Schutz und eine kla­re Rich­tung vor, der man ein­fach nur fol­gen muss. Kei­ne Ent­schei­dun­gen tref­fen, kein Risi­ko abwä­gen. Ein­fach nur dem Weg fol­gen. Man hört das Rascheln der Blät­ter unter den Füßen, es knackt lei­se im Unter­holz und manch­mal pras­selt der Regen auf den Schirm. Natur­ge­räu­sche kön­nen sehr beru­hi­gend auf uns wir­ken, gleich­mä­ßig und gedämpft klin­gen sie fast wie ein Wie­gen­lied, was lei­se im Hin­ter­grund gespielt wird. Die Augen ent­span­nen durch die mat­ten Far­ben, wenn der Nebel durch die Bäu­me kriecht und die Atmo­sphä­re von einem Zau­ber­wald ent­steht. Durch unse­re gleich­mä­ßi­gen, ruhi­gen Bewe­gun­gen und die fri­sche Luft wer­den Lun­ge, Mus­keln und Gehirn mit viel Sauer­stoff ver­sorgt und geben uns ein gutes Kör­per­ge­fühl. Auf­at­men und Ener­gie tanken.

 

Wer genau­er hin­sieht, erkennt die klei­nen Wun­der der Natur. An den Zwei­gen wach­sen bereits fri­sche Knos­pen. Noch sind sie hart und braun, aber sie war­ten nur auf die Son­nen­strah­len, auf den nächs­ten Früh­ling, um fri­sche und saf­tig grü­ne Blät­ter zu entfalten.

 

Inzwi­schen wird es dämm­rig und Karin Schult­ze macht sich auf den Weg nach Hau­se. Ihren Schu­hen sieht man den Wald­spa­zier­gang an, aber sie lacht fröh­lich: „Ein­mal trock­nen und aus­klop­fen – das ist es mir wert!“ Und sie freut sich schon auf ihren nächs­ten Besuch im Wald.

Der WILD­WALD Voss­win­kel ist auch in der Neben­sai­son bis zu den Oster­fe­ri­en täg­lich zugäng­lich. Emp­fang und Wald-Shop haben an den Wochen­en­den geöff­net, Böer´s Wald­ca­fé eben­so (außer vom 15.01.–15.02.).