Der Basis­lösch­zug 1 (Neheim/ Voß­win­kel) blickt zurück auf ein Ereig­nis­rei­ches Jahr 2015

6. März 2016
von Redaktion

Arns­berg   Neheim / Voß­win­kel. Am 04. März kamen die Ange­hö­ri­gen des Basis­lösch­zugs 1 der Arns­ber­ger Feu­er­wehr, zur ihrer Jah­res­dienst­be­spre­chung in der Schüt­zen­hal­le Voß­win­kel zusam­men. Dort begrüß­te der Lei­ten­de Basis­lösch­zug­füh­rer Sascha Ricke die Mit­glie­der des Lösch­zugs Neheim und der Lösch­grup­pe Voß­win­kel, die gemein­sam des Basis­lösch­zug (BLZ) bil­den. Beson­ders begrüß­te er als Gäs­te den zustän­di­gen städ­ti­schen Fach­be­reichs­lei­ter, Herrn Hel­mut Mel­chert, die ört­li­chen Rats­mit­glie­der, den stell­ver­tre­ten­den Lei­ter der Feu­er­wehr, Mar­tin Känz­ler, den stell­ver­tre­ten­den Kreis­brand­meis­ter des Hoch­sauer­land­krei­ses, Wer­ner Fran­ke, die Part­ne­rin­nen und Part­ner der Wehr­leu­te sowie die anwe­sen­den Frau­en der ver­stor­be­nen Kame­ra­den.
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Aber auch sein Füh­rungs­team Rei­ner Schul­ze (Lösch­zug­füh­rer Neheim), Mar­tin Neu­haus (Lösch­grup­pen­füh­rer Voß­win­kel) und Ste­phan Kam­ski als Lei­ter der ABC/ Dekon Kom­po­nen­te hieß er herz­lich will­kom­men.
 
Zah­len, Daten, Fak­ten
 
Der BLZ 1 zählt zur­zeit 195 Kräf­te, dar­un­ter 113 Ein­satz­kräf­te,
41 Ange­hö­ri­ge der Ehren­ab­tei­lung und eben­falls 41 Mit­glie­der in der Jugend­feu­er­wehr. Mit die­ser Mit­glie­der­zahl bleibt der BLZ wei­ter­hin der größ­te im Stadt­ge­biet, was auch mit der Ein­woh­ner­zahl in Bachum, Voß­win­kel und Neheim kor­re­spon­diert. Dem­nach sind die Kräf­te für rund ein Drit­tel der Gesamt­be­woh­ner der Stadt Arns­berg zustän­dig. Dies stellt eine gro­ße Her­aus­for­de­rung für das gut auf­ge­stell­te Füh­rungs­team und die übri­gen Mit­glie­der der Ein­satz­ab­tei­lung dar. Und es gab viel zu tun im Jahr 2015: Ins­ge­samt 106 Ein­sät­ze wur­den erfolg­reich bewäl­tigt. Bei all die­sen Ein­sät­zen leis­te­ten die ehren­amt­li­chen Kräf­te des BL 4.064 (Vor­jahr 1.662) Ein­satz­stun­den.
Ohne eine ent­spre­chen­de Aus­bil­dung, regel­mä­ßi­ge Übungs­diens­te und wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen zur Erhal­tung der Ein­satz­fä­hig­keit wäre es aber nicht mög­lich, die­ses Ein­satz­auf­kom­men pro­fes­sio­nell abzu­ar­bei­ten. So wur­den im Jahr 2015 ins­ge­samt weit über 9.000 ehren­amt­li­che Dienst- und Ein­satz­stun­den geleis­tet. Für die­se stän­di­ge Ein­satz­be­reit­schaft dank­te Sascha Ricke den Kame­ra­den und ihren Part­ne­rin­nen und Part­nern, ohne die die­ser Ein­satz nicht mög­lich wäre. Die­ses in der heu­ti­gen Zeit als frei­wil­li­ges Enga­ge­ment zu leis­ten, ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Und auch die Arbeit­ge­ber der Wehr­leu­te sind sehr wich­tig für die Arbeit der Feu­er­wehr, denn ohne die Bereit­schaft, die in ihren Betrie­ben arbei­ten­den Ein­satz­kräf­te für die Tätig­keit in der Feu­er­wehr frei­zu­stel­len, könn­ten vie­le Leis­tun­gen der Feu­er­wehr in die­ser Form nicht erbracht wer­den.
 
Geleb­te Inte­gra­ti­on im Lösch­zug Neheim
 
BLZ-Füh­rer Sascha Ricke freut sich aktu­ell über zwei beson­de­re neue Ein­satz­kräf­te. Vor eini­gen Wochen haben die Kame­ra­den Sila Siad und Jalal Jas­ser, der eine mit liba­ne­si­scher und der ande­re mit syri­scher Her­kunft, den Weg in den Lösch­zug Neheim gefun­den und wer­den nun an den Dienst in der Feu­er­wehr her­an­ge­führt. Aber auch durch Akti­vi­tä­ten wie etwa die Durch­füh­rung einer Übung an der Asyl­be­wer­ber­un­ter­kunft am Schleif­müh­len­weg in Neheim im ver­gan­ge­nen Jahr leis­tet der BLZ 1 vor­bild­li­che Arbeit auf dem Gebiet der Inte­gra­ti­on in der Arns­ber­ger Feu­er­wehr. Es ist den Ange­hö­ri­gen Lösch­zugs wich­tig, die­se Kon­tak­te zu pfle­gen und ein gutes bei­der­sei­ti­ges Ver­ständ­nis zu errei­chen. Denn dies nutzt letzt­lich sowohl der Feu­er­wehr, die über ihre Arbeit infor­mie­ren und dadurch viel­leicht die eine oder ande­re neue Ein­satz­kraft gewin­nen kann und auch den neu­en Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern, die wich­ti­ge Hin­wei­se zum häus­li­chen Brand­schutz oder rich­ti­gen Ver­hal­ten im Brand­fall bekom­men.
 
Kin­der­feu­er­wehr geplant
 
Der stell­ver­tre­ten­de Lei­ter der Arns­ber­ger Feu­er­wehr Mar­tin Känz­ler begrüß­te eben­falls alle Anwe­sen­den und bedank­te sich für die im zurück­lie­gen­den Jahr geleis­te­te Arbeit. Er beton­te, dass die Arbeit der Jugend­feu­er­wehr für die akti­ve Wehr von gro­ßer Bedeu­tung ist. Seit dem 01. Janu­ar 2016 wur­de mit der Ver­ab­schie­dung des neu­en nord­rhein-west­fä­li­schen Brand­schutz­ge­set­zes erst­mals die recht­li­che Grund­la­ge dafür geschaf­fen, eine soge­nann­te Kin­der­feu­er­wehr ein­zu­rich­ten, in die Jun­gen und Mäd­chen ab sechs Jah­ren ein­tre­ten kön­nen. Hier sol­len sie zunächst spie­le­risch an den akti­ven Feu­er­wehr­dienst, um dann spä­ter in der Jugend­feu­er­wehr und der Ein­satz­ab­tei­lung die Arns­ber­ger Feu­er­wehr wei­ter zu ver­stär­ken.
 
Füh­rungs­wech­sel im Lösch­zug Neheim
 
Und dann stand eine beson­de­re Per­so­nal­maß­nah­me auf der
Tages­ord­nung: Rei­ner Schul­ze, der dem Lösch­zug Neheim seit dem Jahr
2006 vor­ge­stan­den hat, gab die­ses Amt in ande­re Hän­de wei­ter. Mar­tin Känz­ler dank­te Rei­ner Schul­ze für sei­ne zehn­jäh­ri­ge Füh­rungs­ar­beit im Lösch­zug Neheim und ver­lieh sei­ner Hoff­nung Aus­druck, dass Schul­ze der Ein­heit auch wei­ter­hin mit Rat und Tat zur Ver­fü­gung ste­he.
Schul­ze selbst dank­te sei­nen Kame­ra­den für die gute Zusam­men­ar­beit und wünsch­te sei­nem Nach­fol­ger alles Gute. Tobi­as Jakob wird künf­tig den Lösch­zug Neheim lei­ten. Jakob hat­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sei­ne Füh­rungs­qua­li­tä­ten bereits als Stadt­ju­gend­feu­er­wehr­wart unter Beweis gestellt und wird auch die­se Auf­ga­be sicher sehr meis­tern.
Mar­tin Känz­ler wünsch­te ihm alles Gute für die­se neue Her­aus­for­de­rung. Tobi­as Jakob bedank­te sich für das Ver­trau­en der Mann­schaft und der Füh­rungs­ebe­ne.
 
Beför­de­run­gen und Ehrun­gen
 
Anschlie­ßend stan­den zahl­ei­che Beför­de­run­gen und Ehrun­gen auf dem Pro­gramm. Mar­tin Känz­ler über­nahm zunächst die ange­neh­me Pflicht, fol­gen­de Beför­de­run­gen vor­zu­neh­men:
 
Zum Feu­er­wehr­mann: Thors­ten Peith­ner. Zu Ober­feu­er­wehr­män­nern:
Björn Bertram, Tobi­as Dorr, Tizi­an Prei­bisch und Chris­to­pher Har­forth. Zum Unter­brand­meis­ter: Gian­lu­ca Azza­ra. Zum Brand­meis­ter:
Mar­kus Gil­les. Zum Ober­brand­meis­ter: Patrick Robel. Zum
Brand­ober­inspek­tor: Ste­phan Kam­ski.
 
Hel­mut Mel­chert über­brach­te anschlie­ßend die Grü­ße und den Dank der Stadt Arns­berg. Er lob­te die Arbeit der Feu­er­wehr und sprach allen anwe­sen­den sei­ne Aner­ken­nung aus. Er beton­te die her­vor­ra­gen­de Zusam­men­ar­beit von Feu­er­wehr und Poli­tik und bestärk­te die Wehr dar­in, auf dem Weg der Ein­rich­tung einer Kin­der­feu­er­wehr vor­an­zu­schrei­ten. Dies sei ein wich­ti­ges Pro­jekt für die Zukunft der Feu­er­wehr und die Sicher­heit der Bür­ger.
 
Sodann konn­te er ver­dien­te Wehr­män­ner aus­zeich­nen. Für 25-jäh­ri­gen Dienst in der Arns­ber­ger Feu­er­wehr wur­de Thors­ten Fischer mit dem Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len in Sil­ber aus­ge­zeich­net. Klaus Bur­chard und Peter Rohr erhiel­ten die­ses Ehren­zei­chen in der Stu­fe Gold für 35 Jah­re treu­en Feu­er­wehr­dienst.
Für 10 Jah­re Feu­er­wehr­zu­ge­hö­rig­keit wur­den Tizi­an Prei­bisch, Max Hau­schul­te, Mar­kus Dan­ne Rasche, Andre­as Mül­ler, Phil­ipp Dün­sche­de, And­re Ste­cken und Pas­cal Haa­ke mit der Ehren­na­del des Ver­ban­des der Feu­er­weh­ren in NRW in Bron­ze aus­ge­zeich­net. Für 40 Jah­re Dienst wur­den mit der Ehren­na­del in Sil­ber Rein­hard Szulzyk, Rolf Brum­berg, Wer­ner Brum­berg, Joa­chim Ste­cken, Gün­ter Becker, Die­ter Brum­berg, Peter Van­der­stu­yf und Lud­ger Chris­tia­ni geehrt. Aus­ge­zeich­net für 50 Jah­re wur­de Wal­ter Zel­der und für 60 Jah­re Feu­er­wehr­dienst Hein­rich Krau­se, Franz Neu­haus und Hel­mut Hengst mit der Ehren­na­del in Gold.
Ein beson­de­re Aus­zeich­nung für stol­ze 75 Jah­re Treue zur Feu­er­wehr wur­de Josef Dün­sche­de aus Voß­win­kel zuteil.
 
Neue Mit­glie­der in der Ein­satz­ab­tei­lung
 
Chris­toph Gabri­el (Neheim) und Juli­an Bol­te (Neheim) wur­den anschlie­ßend aus der Jugend­feu­er­wehr in den akti­ven Dienst über­nom­men. Zudem arbei­ten künf­tig Mar­tin Fon­der­ca­ro Thamm (Neheim), Sila Siad (Neheim) und Jalal Jas­ser (Neheim) als soge­nann­te Quer­ein­stei­ger im Lösch­zug Neheim mit.
 
Anschlie­ßend ver­wies Sascha Ricke noch auf eini­ge Ter­mi­ne im Jahr
2016 wie etwa den Tanz in den Mai in Voß­win­kel am 30 April, der bereits seit 50 Jah­ren ver­an­stal­tet wird, und auf den Fami­li­en­tag des Lösch­zugs Neheim am 22. Mai ab 11:00 Uhr am Gerä­te­haus Neheim, zu dem die Vor­be­rei­tun­gen bereits ange­lau­fen sei­en. Zu bei­den Ver­an­stal­tun­gen ist die Bevöl­ke­rung herz­lich ein­ge­la­den. Zudem wird im Jah­re 2016 die Zusam­men­ar­beit im Basis­lösch­zug, bei­spiels­weis im Rah­men von Übungs­diens­ten mit Schwer­punkt Dekon­ta­mi­na­ti­on, wei­ter inten­si­viert. Aber auch mit neu­er Tech­nik müs­sen sich die Wehr­leu­te fort­wäh­rend beschäf­ti­gen. Und sie wer­den wei­ter auch in den ein­zel­nen Orts­tei­len als Teil der ört­li­chen Gemein­schaft Prä­senz zei­gen.
 
(Quel­le: UBM Kili­an Schul­te und OBM Patrick Robel, Basis­lösch­zug
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