CDU-Stadt­ver­band Arns­berg

19. Mai 2016
von Redaktion

20160517_Bueenfeld_KaiserArns­berg / Sun­dern. Die Land­tags- und Bun­des­tags­wah­len 2017 wer­fen auch beim CDU-Stadt­ver­band Arns­berg ihre Schat­ten vor­aus. Denn die Wahl der Dele­gier­ten für die ent­spre­chen­den Auf­stel­lungs­ver­samm­lun­gen stand im Mit­tel­punkt des letz­ten Stadt­par­tei­ta­ges im Nehei­mer Kol­ping­haus.
Vor­sit­zen­der Klaus Büen­feld nutz­te in sei­ner Begrü­ßung die Gele­gen­heit einen Rück­blick zu geben und sich ins­be­son­de­re bei den zahl­rei­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern aus der CDU bei der Hil­fe und Unter­stüt­zung für die Geflüch­te­ten zu bedan­ken. „Ich habe eine so gro­ße und brei­te Hilfs­be­reit­schaft in der Arns­ber­ger Bür­ger­schaft bis­her noch nicht erlebt. Das macht mich stolz, ins­be­son­de­re da auch zahl­rei­che Hel­fe­rin­nen und Hel­fer aus den Rei­hen der CDU dabei waren“, so Büen­feld wört­lich. Jetzt gehe es dar­um, dass für die Flücht­lin­ge in Arns­berg ins­be­son­de­re der Erwerb der deut­schen Spra­che und die Inte­gra­ti­on in den Arbeits­markt gelin­gen müs­se. In sei­nem Refe­rat zum The­ma „Her­aus­for­de­run­gen für NRW“ ging der hei­mi­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Klaus Kai­ser, der auch stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der CDU­Land­tags­frak­ti­on ist, dann auf die aktu­el­le Lan­des­po­li­tik ein. „NRW muss mehr für die inne­re Sicher­heit tun“, so Kai­ser, „denn die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che hat im letz­ten Jahr um 18 Pro­zent zuge­nom­men und damit ins­ge­samt die Zahl von 62.000 erreicht. Das eigent­lich Beun­ru­hi­gen­de dar­an ist, dass die Auf­klä­rungs­quo­te bei ledig­lich 8 Pro­zent liegt. Statt regel­mä­ßig eine Show mit Blit­zer­ma­ra­thons zu machen, soll­te sich Innen­mi­nis­ter Jäger lie­ber dar­um küm­mern, dass sich genü­gend Poli­zei­be­am­te um die Auf­klä­rung von Ein­bruchs­de­lik­ten in unse­rem Land küm­mern“. Die Bilanz Jägers sei, so Kai­ser, dass wir in NRW mit 1,5 Mio. Straf­ta­ten eine Vier­tel­mil­li­on mehr hät­ten als Bay­ern und Baden-Würt­tem­berg zusam­men. Hier lie­ge eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für unser Land, denn die Sicher­heit aller Bür­ge­rin­nen und Bür­ger müs­se im Vor­der­grund ste­hen. Als wich­tigs­te Auf­ga­be der nächs­ten Jah­re gel­te es, so Kai­ser, das Wirt­schafts­wachs­tum in NRW nach vor­ne zu brin­gen. „Dazu gehört zual­ler­erst, dass wir uns unzwei­deu­tig für den Pro­duk­ti­ons­stand­ort Nord­rhein-West­fa­len aus­spre­chen. Ins­be­son­de­re in Süd­west­fa­len und im Hoch­sauer­land­kreis wis­sen wir, dass es über­pro­por­tio­nal vie­le Arbeits­plät­ze in der Indus­trie gibt. Das muss so blei­ben und wir müs­sen jedem Ansin­nen zur Deindus­tria­li­sie­rung – sei es durch immer stren­ge­re Auf­la­gen etwa bei zusätz­li­chen Stan­dards im Kli­ma­schutz­ge­setz, sei es durch immer mehr zusätz­li­che Büro­kra­tie wie etwa beim Tarif­treue- und Ver­ga­be­ge­setz – ent­ge­gen­tre­ten“. Eben­so sehe Kai­ser die Gefah­ren für die Wei­ter­ent­wick­lung durch mög­li­che Ein­schrän­kun­gen im Lan­des­ent­wick­lungs­plan (LEP), der die länd­li­che Regi­on wei­ter zu benach­tei­li­gen dro­he. Und in Süd­west­fa­len sei es die drin­gends­te Auf­ga­be, dass neben intak­ten Stra­ßen auch die schnel­len Daten­au­to­bah­nen jedes Indus­trie­ge­biet und jedes Dorf errei­chen.  „Es ist kaum zu glau­ben, mit wel­cher Gleich­gül­tig­keit die Lan­des­re­gie­rung zur Kennt­nis nimmt, dass die Wirt­schaft in NRW im letz­ten Jahr kein Wachs­tum erziel­te, wäh­rend sie bun­des­weit durch­schnitt­lich um 1,7 Pro­zent wuchs“. Klaus Kai­ser wies auf eine Zahl hin: „Wenn wir in NRW in den letz­ten Jah­ren die glei­chen Wachs­tums­ra­ten in der Wirt­schaft erreicht hät­ten wie Bay­ern, so stän­den dem Land heu­te rund 3 Mil­li­ar­den Euro jähr­lich mehr zur Ver­fü­gung. Es ist daher selbst­er­klä­rend, wie wich­tig es ist, dass wir die rote Later­ne in wirt­schaft­li­chen Fra­gen abge­ben“. Zu den Fra­gen der Bil­dungs­po­li­tik äußer­te sich Klaus Kai­ser, der in der Land­tags­frak­ti­on ins­be­son­de­re für Bil­dung, Wis­sen­schaft, Kul­tur und Medi­en als Stell­ver­tre­ter ver­ant­wort­lich ist, wie folgt: „Wenn Frau Kraft ihre Ver­schul­dungs­po­li­tik damit recht­fer­tigt, dass sie ‚kein Kind zurück­las­se’, dann wer­de das kom­plet­te Schei­tern die­ser Poli­tik dar­an deut­lich, dass die Kin­der­ar­muts­quo­te – trotz der höchs­ten Ver­schul­dung aller Län­der – in unse­rem Bun­des­land bun­des­weit am stärks­ten von 20,9 auf 23,6 Pro­zent gestie­gen ist“. Das genaue Gegen­teil sei jedoch als poli­ti­sches Ziel for­mu­liert wor­den. Zur Aus­ein­an­der­set­zung mit der AFD riet Kai­ser, die Sor­gen und Fra­gen der Men­schen ernst zu neh­men und genau zuzu­hö­ren. „Es macht aber auch Sinn, die AFD an ihrem Pro­gramm zu mes­sen und deut­lich zu machen, was die­se popu­lis­ti­sche Par­tei denn wirk­lich wol­le. „Denn ich kann mir nicht vor­stel­len, dass gera­de in den Zei­ten, in denen unse­re christ­li­chen Wer­te stär­ker denn je gefragt sind, die Abschaf­fung des Reli­gi­ons­un­ter­rich­tes in unse­ren Schu­len – wie dies die AFD ja in ihrem Grund­satz­pro­gramm for­dert – der rich­ti­ge Weg ist,“ nann­te Klaus Kai­ser ein Bei­spiel für die poli­ti­schen Zie­le auf der Sei­te der neu­en Popu­lis­ten.