Aus PKW-Brand wur­de in Arns­berg-Müsche­de Gebäudebrand

23. Juli 2015
von Redaktion

PKW-Brand greift in Arns­berg-Müsche­de auf Wohn­ge­bäu­de über –  Lager eines Sani­täts­fach­han­dels in Mit­lei­den­schaft gezogen

Aus PKW-Brand wur­de Gebäudebrand

Arns­berg–  Müsche­de. Ein über­grei­fen­der PKW-Brand hat in Arns­berg-Müsche­de in der Nacht vom 22. auf den 23. Juli Sach­scha­den an einem Wohn­haus und einem dort unter­ge­brach­ten Lager eines Sani­täts­fach­han­dels ver­ur­sacht. Um kurz nach 02:30 Uhr alar­mier­te die Feu­er­wehr-Leit­stel­le in Mesche­de zunächst die Haupt­wa­chen Arns­berg und Neheim der Arns­ber­ger Feu­er­wehr zu einem PKW-Brand in der Müsche­der Stra­ße Kra­kel­oh, der von einem Anwoh­ner gemel­det wor­den war.

fw fw2 fw3 fw4 fw5 fw6 fw7 fw8

Bei ihrem Ein­tref­fen stell­ten die Ein­satz­kräf­te fest, dass der bren­nen­de PKW unmit­tel­bar neben einem Wohn­haus geparkt war. Die aus dem Motor­raum schla­gen­den Flam­men hat­ten bereits ein Fens­ter im Erd­ge­schoss zum Bers­ten gebracht und so auf das dahin­ter lie­gen­de Zim­mer über­ge­grif­fen. Wie sich im Ein­satz­ver­lauf her­aus­stel­len soll­te, han­del­te es sich bei die­sem Raum um das Lager eines Sani­täts­fach­han­dels, in dem eine erheb­li­che Men­ge an Sani­täts- und ande­rer Aus­stat­tung gela­gert war.

 

Ver­stär­kung aus Müsche­de und Hüs­ten nachgefordert

 

Da zu einer umfas­sen­den Abwehr der aku­ten Gefahr, die für das Wohn­haus bestand, ein höhe­rer Kräf­te­an­satz erfor­der­lich war, for­der­ten die vor Ort befind­li­chen Ein­satz­kräf­te Ver­stär­kung an, wor­auf­hin die Leit­stel­le die Lösch­grup­pe Müsche­de und den Lösch­zug Hüs­ten per Sire­ne alar­mier­te. Nach deren Ein­tref­fen wur­den umge­hend wei­te­re Maß­nah­men zum Schutz des Gebäu­des ergrif­fen, nach­dem der Fahr­zeug­brand mit Lösch­schaum schnell unter Kon­trol­le gebracht wor­den war und auch das Feu­er sowohl an der Haus­fas­sa­de als auch im Wohn­haus bereits bekämpft wur­de. Meh­re­re Ein­satz­trupps gin­gen unter schwe­rem Atem­schutz in das Wohn­haus vor, um zum einen den Brand in dem Lager­raum ein­zu­däm­men und zum ande­ren die übri­gen Woh­nun­gen im Gebäu­de auf ver­blie­be­ne Per­so­nen und auf Brand­ein­wir­kun­gen zu kontrollieren.

 

Lager muss­te aus­ge­räumt werden

 

Auch der Brand im Lager­raum war schnell unter Kon­trol­le, so dass die Ein­satz­kräf­te sich in der Fol­ge dar­an machen konn­ten, das umfang­rei­che Inven­tar aus die­sem Raum durch das zer­bors­te­ne Fens­ter ins Freie zu schaf­fen und dort bei Bedarf noch abzu­lö­schen. Die­se Arbei­ten zogen sich über eine län­ge­re Zeit hin. Ein zwi­schen­zeit­lich zur Befrei­ung des Hau­ses vom Brand­rauch in Stel­lung gebrach­ter Hoch­leis­tungs­lüf­ter muss­te nicht mehr zum Ein­satz kom­men, da die durch die Wehr­män­ner geöff­ne­ten Fens­ter im Trep­pen­haus und in den Woh­nun­gen des Gebäu­des für eine aus­rei­chen­de natür­li­che Lüf­tung sorgten.

 

Mit Hil­fe einer Wär­me­bild­ka­me­ra wur­den sowohl die Haus­fas­sa­de als auch die von den Flam­men in Mit­lei­den­schaft gezo­ge­nen und gefähr­de­ten Berei­che des Hau­ses sowie das Fahr­zeug auf ver­blie­be­ne Glut- und Wär­me­nes­ter kontrolliert.

 

Brand hät­te erheb­lich schlim­mer enden können

 

Rück­bli­ckend ist fest­zu­hal­ten, dass die­ses Scha­dens­er­eig­nis erheb­lich schlim­mer hät­te aus­ge­hen kön­nen, wenn der Brand des PKW nicht so früh­zei­tig von einem auf­merk­sa­men Anwoh­ner ent­deckt wor­den wäre, wodurch die Feu­er­wehr schnell die Lösch­ar­bei­ten ein­lei­ten konn­te. Die nicht uner­heb­li­che Brand­last in dem von dem Feu­er betrof­fe­nen Lager­raum hät­te bei län­ge­rer Brand­ein­wir­kung zu einem aus­ge­dehn­ten Gebäu­de­brand füh­ren können.

 

Ver­letzt wur­de bei die­sem Brand zudem glück­li­cher­wei­se niemand.

Der Ret­tungs­dienst war mit einem Ret­tungs­wa­gen ledig­lich zur Eigen­si­che­rung der Ein­satz­kräf­te vor Ort.

 

Über 40 Ret­tungs­kräf­te mit meh­re­ren Lösch­fahr­zeu­gen im Einsatz

 

Auf Grund der zu Ein­satz­be­ginn als sehr kri­tisch anzu­neh­men­den Gefah­ren­la­ge kamen ins­ge­samt über 40 Ret­tungs­kräf­te mit meh­re­ren Lösch­fahr­zeu­gen zum Ein­satz. Der Groß­teil der Mann­schaf­ten konn­te gegen 04:00 Uhr wie­der in die Stand­or­te ein­rü­cken. Als Brand­wa­che ver­blieb eine Grup­pe der Müsche­der Wehr noch bis 06:15 Uhr vor Ort, bevor auch für die­se der Ein­satz schließ­lich been­det war. Die Kri­mi­nal­po­li­zei hat die Ermitt­lun­gen zu der Brand­ur­sa­che aufgenommen.

 

(Quel­le: StBI Peter Krä­mer, Pressesprecher)