Arnsberg/​Sundern: Ein­la­dung zu einer Informationsveranstaltung.

10. April 2013
von Redaktion

The­ma: „Früh­erken­nung zum Pro­sta­ta­krebs: Sinn oder Unsinn des PSA – Tests?“

lau­tet der Titel einer Ver­an­stal­tung der Pro­sta­ta­krebs Selbst­hil­fe­grup­pe Hoch­sauer­land am 15. April 2013.   Der PSA-Test ist zur­zeit der ein­zi­ge, der zur Früh­erken­nung von Pro­sta­ta­krebs in der Medi­zin aner­kannt wird, aber sein Nut­zen ist wis­sen­schaft­lich nicht ein­deu­tig belegt. Das ist auch der Grund, war­um die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen ihn nicht zah­len und es genug Platz für kon­tro­ver­se Dis­kus­sio­nen um Sinn und Unsinn gibt, das pro­stat­a­spe­zi­fi­sche Anti­gen (PSA) als Mar­ker für Pro­sta­ta­krebs zu nutzen.

„Der Scha­den, den ein PSA-Test zur Früh­erken­nung von Pro­sta­ta­krebs anrich­ten kann, ist grö­ßer als sein Nut­zen“, sagt der Wis­sen­schafts­jour­na­list Dr. Klaus Koch. „Der Test schwä­chelt durch sei­ne hohe Falsch-Posi­tiv-Rate“. „Ohne PSA möch­te heu­te kei­ner mehr leben. Es hat uns in der Medi­zin weit nach vor­ne gebracht.“ Der Grund: Wer­de ein Pro­statakar­zi­nom früh ent­deckt, sei­en die Hei­lungs­chan­cen gut und mit dem PSA-Test lie­ße es sich um Jah­re frü­her erken­nen als bei einer Tast­un­ter­su­chung, so Hart­wig Huland, Pro­fes­sor an der Kli­nik für Uro­lo­gie am Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Ham­burg-Eppen­dorf. Prof. Huland ist welt­weit einer der meist zitier­ten Urologen.

Die Mit­glie­der einer Selbst­hil­fe­grup­pe haben ihre eige­nen Erfah­run­gen mit dem PSA-Test gemacht. „Wir neh­men die Argu­men­te der Kri­ti­ker ernst und raten zu einem ver­nünf­ti­gen Umgang mit den Ergeb­nis­sen“, so Wal­ter Kämp­fer, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Bun­des­ver­ban­des Pro­sta­ta­krebs Selbst­hil­fe, Bonn, der die Ver­an­stal­tung moderiert.

Wer selbst Betrof­fe­ner ist oder Inter­es­se an dem The­ma hat, ist zu die­ser kos­ten­lo­sen Ver­an­stal­tung herz­lich ein­ge­la­den. Die Ver­an­stal­tung fin­det am Mon­tag, dem 15. April 2013, 18:30 Uhr, im Bür­ger­zen­trum Bahn­hof Arns­berg, Cle­mens-August-Str. 120, in Arns­berg, statt.  Von 17:30 Uhr an kön­nen vor­ab Gesprä­che unter vier Augen mit Ansprech­part­nern der PSH über eige­ne Fra­gen und Pro­ble­me geführt werden.

Wer nähe­res zu der Ver­an­stal­tung oder Fra­gen zu den Treffs der Selbst­hil­fe­grup­pe hat, wen­de sich an:

Wal­ter Kämp­fer, Tel. 0291/8383, Franz Rett­ler, Tel. 0291/50815, Eck­hard Dahn, Tel. 02974/420 oder Franz-Josef Vorm­weg, Tel. 02932/33706.