Arns­ber­ger Feu­er­wehr übt erst­mals bei por­tu­gie­si­schem Kulturverein

25. September 2013
von Redaktion

Arns­ber­ger Feu­er­wehr übt erst­mals bei por­tu­gie­si­schem Kulturverein
130923-Uebung BLZ 2 am Centro Desportivo Portugues Arnsberg 001 130923-Uebung BLZ 2 am Centro Desportivo Portugues Arnsberg 002 130923-Uebung BLZ 2 am Centro Desportivo Portugues Arnsberg 003 130923-Uebung BLZ 2 am Centro Desportivo Portugues Arnsberg 004 130923-Uebung BLZ 2 am Centro Desportivo Portugues Arnsberg 005Arns­berg. Zu einer nicht all­täg­li­chen Übung tra­fen sich am Mon­tag, den 24. Sep­tem­ber die Ange­hö­ri­gen des Basis­lösch­zugs 2 der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg, denn sie führ­ten erst­mals eine Ein­satz-Übung an und in dem Ver­eins­heim des por­tu­gie­si­schen Kul­tur­ver­eins auf dem Arns­ber­ger Guten­berg­platz durch. Das „Cen­tro Despor­tivo Por­tu­gues de Arns­berg“ bot somit die Kulis­se für eine rea­li­täts­na­he Übung der Feu­er­wehr-Ein­hei­ten aus Arns­berg, Brei­ten­bruch und Wen­nig­loh, die im Basis­lösch­zug 2 zusam­men­ge­schlos­sen sind. Der Anlass der Übung war der Wunsch der Blau­rö­cke, ihren por­tu­gie­si­schen Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern die A beit der Feu­er­wehr ein­mal ganz prak­tisch und lebens­nah zu demons­trie­ren. Und der Auf­tritt der Flo­ri­ans­jün­ger war der­art rea­lis­tisch, dass Basis­lösch­zugfüh­rer Ste­fan Beu­le, dem die Gesamt­lei­tung der Übung oblag, zu Beginn die umlie­gen­de Nach­bar­schaft per Laut­spre­cher über den Hin­ter­grund des Feu­er­wehr-Auf­mar­sches auf dem Guten­berg­platz auf­klä­ren muss­te, um die zum Teil beängs­tigt aus ihren Fens­tern schau- enden Anwoh­ner zu beru­hi­gen. Immer­hin waren die Wehr­leu­te mit ins­ge­samt sechs Fahr­zeu­gen und rund 35 Ein­satz­kräf­ten ange­rückt. Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Feu­er­wehr und Ver­eins­vor­stand ein Übungs­schwer­punkt Das Übungs-Sze­na­rio sah vor, dass im Bereich der Küche des Ver­eins­heims ein Brand aus­ge­bro­chen war und sich die star­ke Rauch­ent­wick­lung schnell im gesam­ten Erd- geschoss-Bereich des Gebäu­des aus­ge­brei­tet hat. Ins­ge­samt wur­den sechs Ver­eins­mit­glie­der, die sich im hin­te­ren Bereich der Lie­gen­schaft befan­den, ver­misst und muss­ten von meh­re­ren Ein­satz­trupps unter schwe­rem Atem­schutz so schnell wie mög­lich geret­tet wer­den. Die „Ver­letz­ten“ wur­den von Ver­eins­mit­glie­dern und Besu­chern des Cen­tro dar­ge­stellt. Die Übungs­schwer­punk­te lagen auf der Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen der Feu­er­wehr und dem Ver­eins­vor­stand, der schnel­len und effek­ti­ven Per­so­nen­su­che sowie auf der zügi­gen Her­stel­lung einer leis­tungs­fä­hi­gen Was­ser­ver­sor­gung. Die­se Zie­le wur­den alle­samt erreicht, so dass nach rund 25 Minu­ten alle Ver­miss­ten in Sicher­heit waren und der „Brand“ gelöscht war.

Das erfolg­reich bewäl­tig­te Übungs­sze­na­rio bil­de­te an die­sem Abend den Rah­men für ein wei­te­res Ziel die­ser öffent­lich­keits­wirk­sa­men Prä­sen­ta­ti­on der Arns­ber­ger Feu- erwehr. Die­ses bestand ‑neben dem Ken­nen­ler­nen des Übungs­ob­jekts- dar­in, mit den por­tu­gie­si­schen Mit­men­schen in Kon­takt zu kom­men und ihnen auf anschau­li- che Wei­se das Wesen und die Arbeit der Feu­er­wehr nahe zu brin­gen. Arns­ber­ger Feu­er­wehr hat „Joker“ in ihren Rei­hen Und um die­ses Ziel zu errei­chen, haben die Arns­ber­ger Brand­schüt­zer einen „Joker“ in ihren Rei­hen: Feu­er­wehr­mann Car­los Bor­ges, der selbst por­tu­gie­si­sche Wur­zeln hat und die Haus­her­ren des Übungs­ob­jekts außer­dem per­sön­lich kennt, ist Mit­glied im Lösch­zug Arns­berg und durch­läuft dort der­zeit sei­ne Grund­aus­bil­dung. So war er der idea­le Mitt­ler zwi­schen den Ver­ant­wort­li­chen der Feu­er­wehr und dem Vor­stand des por­tu­gie­si­schen Kul­tur­ver­eins und hat maß­geb­lich zum Gelin­gen der Übung beige- tra­gen. Der Erfolg die­ser beson­de­ren Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tung der Arns­ber­ger Wehr ließ sich auch an dem gro­ßen Inter­es­se sei­tens der Ver­eins­mit­glie­der an der Arbeit der Ein- satz­kräf­te fest­ma­chen. Die­ses äußer­te sich bei­spiels­wie­se dar­in, dass meh­re­re anwe- sen­de Jugend­li­che ihr Inter­es­se an der Mit­ar­beit in der Jugend­feu­er­wehr bekun­de- ten und bei einem der nächs­ten Aus­bil­dungs­aben­de im Feu­er­wehr­haus an der Ruhr- stra­ße vor­bei­schau­en wol­len. Und auch der herz­li­che Emp­fang, den die por­tu­gie­si- schen Mit­bür­ger den Blau­rö­cken nach der Übung in ihren Räum­lich­kei­ten berei­te­ten zeug­te davon, dass ‑um im Bild zu blei­ben- der Fun­ke wahr­lich über­ge­sprun­gen war. Denn dort fand die Manö­ver­kri­tik statt, in deren Rah­men sich Ste­fan Beu­le bei dem Vor­stand des Kul­tur­ver­eins für die Gast­freund­schaft bedank­te und sogleich den Dank des Kul­tur­ver­eins-Vor­stan­des dafür ent­ge­gen­neh­men konn­te, dass die Arns- ber­ger Feu­er­wehr auch ein Augen­merk auf den Brand­schutz und die Sicher­heit in ihren Räum­lich­kei­ten legt. Aus­bau des Kon­takts und wei­te­re Besu­che bei Kul­tur­ver­ei­nen gewünscht Zum Abschluss die­ses „Arbeits-Besuchs“ über­ga­ben Basis­lösch­zugfüh­rer Beu­le und Pres­se­spre­cher Peter Krä­mer dem Vor­stand des por­tu­gie­si­schen Kul­tur­ver­eins Infor- mati­ons- und Wer­be­ma­te­ri­al des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­ban­des, wel­ches im Zuge einer bun­des­wei­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kam­pa­gne mit dem Titel „112 Feu­er­wehr – Will- kom­men bei uns.“ auf­ge­legt wur­de. Pres­se­spre­cher Krä­mer: „Die Mate­ria­li­en sol­len spe­zi­ell unse­re Mit­men­schen mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te für die Arbeit der Feu­er- wehr sen­si­bi­li­sie­ren und ihnen auch ver­mit­teln, dass ihnen die Mög­lich­keit einer akti- ven Teil­ha­be als ehren­amt­li­ches Mit­glied einer Feu­er­wehr offen steht.“. Die Arns­ber­ger Wehr hat es sich zum Ziel gesetzt, den an die­sem Abend geknüpf­ten per­sön­li­chen Kon­takt zu den Ange­hö­ri­gen des por­tu­gie­si­schen Kul­tur­ver­eins in Arns- berg zu pfle­gen und ihn im Rah­men künf­ti­ger Begeg­nun­gen aus­zu­bau­en. Denn ge- gen­sei­ti­ges Ver­ständ­nis kann ins­be­son­de­re im Ein­satz­fall Leben ret­ten, und das ist immer noch die wich­tigs­te Auf­ga­be der Feu­er­wehr. Über­dies wür­de sich die Feu­er- wehr der Ruhr­stadt freu­en, auch in ande­ren Ver­eins­hei­men von Kul­tur­ver­ei­nen im Stadt­ge­biet ähn­li­che Übun­gen durch­füh­ren zu kön­nen. Auf Wunsch kommt Pres­se- spre­cher Peter Krä­mer auch sehr gern zu einem Vor­trag über den Auf­bau und die Auf­ga­ben der Feu­er­wehr zu den Ver­ei­nen und gibt wich­ti­ge Tipps zum häus­li­chen Brand­schutz. Ter­mi­ne kön­nen jeder­zeit über die Mail-Adres­se pressesprecher@​feuerwehr-​arnsberg.​de ver­ein­bart werden.