Arns­ber­ger Feu­er­wehr mit Inte­gra­ti­ons-Pro­jekt beim Dies Inter­na­tio­na­lis -FOTOS -

10. Juni 2013
von Redaktion

Vie­le Natio­nen unter­stütz­ten die Brand­schüt­zer bei der Erstel­lung eines Ein­satz- Wör­ter­buchs

Arns­berg-Neheim. Den Dies Inter­na­tio­na­lis, das Fest der Kul­tu­ren in Arns­berg, nutz­te am Sams- tag, den 08. Juni die Arns­ber­ger Feu­er­wehr, um ihr neu­es Inte­gra­ti­ons-Pro­jekt eines mehr­spra­chi­gen Ein­satz-Wör­ter­buchs vor­an­zu­trei­ben. Bei strah­len­dem Son­nen­schein fan­den zahl­rei­che Men­schen aus unter­schied­li­chen Kul­tur­krei­sen und mit viel­fäl­ti­gen sprach­li­chen Hin­ter­grün­den den Weg auf die Nehei­mer Markt­plat­te, die erneut Schau­platz die­ses far­ben­fro­hen mul­ti­kul­tu­rel­len Fes­tes war. Neben den kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Ange­bo­ten, die das Fest zu bie­ten hat­te, prä­sen­tier­te sich auch die Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg. Die Nehei­mer Grup­pe der Jugend­feu­er­wehr hat­te wie­der ihr belieb­tes Spritz-Spiel auf­ge­baut und bot damit den klei­nen Fest­be­su­chern die Mög­lich­keit, ein­mal aus­zu- pro­bie­ren, wie man als Feu­er­wehr­mann oder Feu­er­wehr­frau löscht. Die­ses Ange­bot fand regen Zuspruch im jun­gen Publi­kum. Zudem hat­te sich eine Grup­pe von Arns- ber­ger Wehr­leu­ten aus unter­schied­li­chen Stadt­tei­len vor­ge­nom­men, an die­sem Tag ihr inno­va­ti­ves Inte­gra­ti­ons-Pro­jekt „Ein­satz-Wör­ter­buch“ vor­zu­stel­len und mit der Un- ter­stüt­zung der Fest­be­su­cher zu ent­wi­ckeln. Die­ses Wör­ter­buch soll Feu­er­wehr- Füh­rungs­kräf­ten, die wäh­rend der Lei­tung eines Ein­sat­zes in Kon­takt mit Men­schen kom­men, die die deut­sche Spra­che nicht oder nur teil­wei­se beherr­schen, eine sprach­li­che Hil­fe­stel­lung an die Hand geben. Es soll sie dazu in die Lage ver­set­zen, in einer sol­chen Situa­ti­on in ver­schie­de­nen Spra­chen die wich­tigs­ten Anwei­sun­gen zu geben und Fra­gen zu stel­len, um die für einen erfolg­rei­chen Ein­satz­ver­lauf erfor­der­li- chen Infor­ma­tio­nen zu über­mit­teln und zu erhal­ten. Dabei sind die Fra­ge­stel­lun­gen so for­mu­liert, dass ent­we­der eine „Ja/Nein“-Antwort mög­lich ist, wel­che durch Ni- cken oder Kopf­schüt­teln gege­ben wer­den kann, oder die Über­mitt­lung der erbe­te- nen Infor­ma­ti­on durch Zei­gen mög­lich ist.

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Über­set­zun­gen in zahl­rei­che Spra­chen ange­fer­tigt Die Wehr­män­ner spra­chen die Fest­teil­neh­mer an, bei denen sie einen fremd­sprach- lichen Hin­ter­grund ver­mu­te­ten, und baten sie, ins­ge­samt 17 in deut­scher Spra­che for­mu­lier­te Anwei­sun­gen und Fra­gen in die jewei­li­ge Mut­ter­spra­che zu über­set­zen. Die­se Bit­te ver­kün­de­ten sie auch im Rah­men eines Auf­rufs von der Büh­ne des Ver­an- stal­tungs­ge­län­des her­ab und tra­fen damit auf offe­ne Ohren. Nach und nach fan­den Men­schen aus ver­schie­de­nen Her­kunfts­län­dern den Weg zum Stand der Feu­er­wehr und tru­gen flei­ßig die erbe­te­nen Über­set­zun­gen in vor­be­rei­te­te Erfas­sungs­bö­gen ein. Zusätz­lich zu der Über­set­zung in die jewei­li­ge Lan­des­spra­che wur­de auch eine Ver­si- on in einer Laut­schrift ange­fer­tigt, die es den Adres­sa­ten des Ein­satz-Wör­ter­bu­ches erlaubt, die Sät­ze im Ein­satz­fall ver­ständ­lich aus­zu­spre­chen. Auf die­se Wei­se kamen Über­set­zun­gen in den Spra­chen Eng­lisch, Grie­chisch, Ita­lie- nisch, Marok­ka­nisch, Rus­sisch, Spa­nisch und Tür­kisch zustan­de. Der Por­tu­gie­si­sche Kul­tur­ver­ein sag­te zudem zu, die Über­set­zung in des­sen Mut­ter­spra­che im Nach­gang zu dem Fest zu lie­fern. Und um den Rei­gen der wich­tigs­ten in der Stadt Arns­berg ver- tre­te­nen Spra­chen zu kom­plet­tie­ren, soll zudem noch eine pol­ni­sche Über­set­zung ange­fer­tigt wer­den.   Wör­ter­buch wird nun zusam­men­ge­stellt Die Pro­jekt­grup­pe wird die gesam­mel­ten Ergeb­nis­se nun zusam­men­füh­ren und in das Ein­satz-Wör­ter­buch auf­neh­men. Nach des­sen Fer­tig­stel­lung wird es dann in der Arns- ber­ger Feu­er­wehr vor­ge­stellt und den Ein­satz­lei­tern der Umgang mit dem Nach- schla­ge­werk ver­mit­telt. Aber auch die in der Stadt Arns­berg eta­blier­ten Kul­tur­ver­ei­ne sol­len Exem­pla­re des Wör­ter­bu­ches erhal­ten als Ein­la­dung, ihre Mit­glie­der über das Pro­jekt der Arns­ber­ger Feu­er­wehr zu infor­mie­ren und sie auf den Kon­takt mit der Wehr in Ein­satz­si­tua­tio­nen vor­zu­be­rei­ten. Durch das Beschrei­ten die­ses neu­en Weges kann der Kon­takt zwi­schen den Arns­ber­ger Brand­schüt­zern und den Men­schen mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te hof­fent­lich noch wei­ter inten­si­viert und das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis geför­dert wer­den. Die Feu­er­wehr der Ruhr-Stadt wür­de sich hier­über je- den­falls sehr freu­en.