Arns­ber­ger Feu­er­wehr betritt mit Vor­trä­gen in VHS-Ori­en­tie­rungs­kur­sen Neuland

20. Februar 2013
von Redaktion

130220-FW-Vortrag in VHS-Orientierungskurs 001 130220-FW-Vortrag in VHS-Orientierungskurs 002 130220-FW-Vortrag in VHS-Orientierungskurs 003Arns­berg. (Hoch­sauer­land) Als wohl ers­te Feu­er­wehr der Regi­on hat sich die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg am 20. Febru­ar in Per­son ihres Pres­se­spre­chers Peter Krä­mer im Rah- men eines sog. Ori­en­tie­rungs­kur­ses der Volks­hoch­schu­le (VHS) Arnsberg/​Sundern in Neheim prä­sen­tiert. Die­se 45 Unter­richts­stun­den umfas­sen­den Kur­se der VHS sind Be- stand­teil der Inte­gra­ti­ons­kur­se für Ausländer/​innen und Aussiedler/​innen, die die VHS im Auf­trag des Bun­des­am­tes für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge durch­führt. Die Kur­se die- nen dem Erwerb aus­rei­chen­der Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che und der Ver­mitt- lung von All­tags­wis­sen, Ein­blick in die Rechts­ord­nung, der Kul­tur und der Geschich­te in Deutsch­land. Auf Ver­mitt­lung von Son­ja Essers vom Büro für Zuwan­de­rung und Inte­gra­ti­on der Stadt Arns­berg knüpf­te Pres­se­spre­cher Krä­mer zunächst Kon­takt zur stell­ver­tre­ten­den Lei­te­rin der VHS Arnsberg/​Sundern, Syl­via Mül­ler-Dörf­ler, und lote­te gemein­sam mit ihr die Mög­lich­kei­ten und die Inhal­te einer Prä­sen­ta­ti­on der Feu­er­wehr im Rah­men von Ori­en­tie­rungs­kur­sen aus. Ziel der Brand­schüt­zer ist es dabei zum einen, die Arns- ber­ger Feu­er­wehr als vor­wie­gend ehren­amt­lich getra­ge­ne Hil­fe­leis­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on mit ihren Auf­ga­ben und Struk­tu­ren vor­zu­stel­len. Zudem ist es auch das Bestre­ben der Wehr, den Neu­bür­ge­rin­nen und Neu­bür­gern wert­vol­les Wis­sen über den häus­li­chen Brand­schutz und das Ver­hal­ten im Not­fall zu ver­mit­teln. Schließ­lich soll den neu­en Mitbürgern/​innen aber auch die Mög­lich­keit zur akti­ven Teil­ha­be für Frau­en und Män­ner an die­sem Ehren­amt zum Woh­le des Nächs­ten nahe­ge­bracht wer­den. So stell­te Peter Krä­mer der inter­es­sier­ten Zuhö­rer­schaft in einem 45-minü­ti­gen Vor­trag anhand prak­ti­scher Bei­spie­le und eini­ger mit­ge­brach­ter Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de die Arbeit und den Auf­bau einer Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr vor. Da der Brand­schutz in den Her­kunfts­län­dern vie­ler Kursteilnehmer/​innen voll­stän­dig anders orga­ni­siert ist, als in Deutsch­land und zum Teil sogar para­mi­li­tä­ri­sche Struk­tu­ren auf­weist, boten die Aus­füh­run­gen den Anwe­sen­den inter­es­san­te Ein­bli­cke in eine für sie oft­mals unbe- kann­te Welt. Beson­ders am Her­zen lag dem Vor­tra­gen­den dabei auch, den Kurs­teil­neh- mern/​innen ganz prak­ti­sche Hin­wei­se für ihre Sicher­heit in den eige­nen vier Wän­den mit auf den Weg zu geben. So wur­de auch die Bedeu­tung der Instal­la­ti­on von Rauch­warn­mel­dern in Pri­vat­woh­nun­gen und deren lebens­ret­ten­de Wir­kung ver- deut­licht. Die­se The­ma­tik stellt, ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund der sich auch für Nord­rhein-West­fa­len abzeich­nen­den Rauch­warn­mel­der­pflicht, ein seit vie­len Jah­ren bestehen­des Betä­ti­gungs­feld im Rah­men der Öffent­lich­keits­ar­beit der Feu­er­weh­ren dar. Anhand eines mit­ge­brach­ten Exem­plars konn­te die Funk­ti­ons­wei­se und der un- über­hör­ba­re Alarm­ton die­ser elek­tro­ni­schen Lebens­ret­ter anschau­lich demons­triert wer­den. Das Publi­kum zeig­te gro­ßes Inter­es­se für die ange­bo­te­nen Infor­ma­tio­nen. Nach sei­ner Prä­sen­ta­ti­on zog Pres­se­spre­cher Krä­mer ein posi­ti­ves Fazit die­ses Pilot- Vor­trags: „Ich freue mich, dass ich heu­te die Gele­gen­heit hat­te, unse­ren Neu­bür­ge- rin­nen und Neu­bür­gern die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg vor­zu­stel­len! Ich dan­ke an die­ser Stel­le der VHS Arnsberg/​Sundern ganz aus­drück­lich für ihre Bereit- schaft, die­sen Test­lauf gemein­sam mit der Arns­ber­ger Feu­er­wehr zu wagen und freue mich, fest­stel­len zu kön­nen, dass die­ser Ver­such nach mei­ner Wahr­neh­mung erfolg­reich ver­lau­fen ist. Es ist uns als Feu­er­wehr sehr wich­tig, auch den Mit­bür­ge­rin- nen und Mit­bür­gern mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te den Brand­schutz­ge­dan­ken nahe- zubrin­gen, und  wir möch­ten die­sen Weg gern auch in Zukunft gemein­sam mit der VHS Arnsberg/​Sundern wei­ter­ge­hen.“ So ver­ein­bar­ten bereits unmit­tel­bar nach den Vor­trä­gen Feu­er­wehr und VHS-Lei­tung die Fort­set­zung die­ser Vor­trags­rei­he und ter- minier­ten für den Herbst 2013 zwei wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen. Die Brand­schutz-Vor­trä­ge in den Ori­en­tie­rungs­kur­sen sind jüngs­ter Bestand­teil eines lang­fris­ti­gen Pro­jekts der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr der Stadt Arns­berg zum inter­kul­tu­rel- len Dia­log mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te. Bereits im Febru­ar 2011 hat­te die Arns­ber­ger Feu­er­wehr Kon­takt zu den Kul­tur­ver­ei­nen im Stadt­ge­biet auf­ge­nom­men und war in der Fol­ge bei vie­len von ihnen zu Gast, um dort Vor­trä­ge zum häus­li­chen Brand­schutz zu hal­ten oder bei ver­schie­dens­ten Ver- anstal­tun­gen mit Brand­schutz-Tipps vor Ort prä­sent zu sein. Im Okto­ber 2011 wur­de in Arns­berg der Kreis­feu­er­wehr­tag der Feu­er­weh­ren im Hoch­sauer­land­kreis mit dem The­men­schwer­punkt Inte­gra­ti­on ver­an­stal­tet, in des­sen Orga­ni­sa­ti­on sich die Arns- ber­ger Kul­tur­ver­ei­ne in vor­bild­li­cher Wei­se aktiv ein­ge­bracht haben. Des Wei­te­ren ist der Pres­se­spre­cher der Arns­ber­ger Wehr seit Herbst 2011 Mit­glied in Gre­mi­en auf Bun­des­ebe­ne, in denen pra­xis­ori­en­tier­te Hand­rei­chun­gen zum inter­kul­tu­rel­len Dia­log für die deut­schen Feu­er­weh­ren erar­bei­tet wer­den. Außer­dem wur­den nord­rhein- west­fä­li­sche Feu­er­weh­ren bei ihren eige­nen Bemü­hun­gen zur inter­kul­tu­rel­len Öff- nung durch die Arns­ber­ger Feu­er­wehr bera­ten. Auf­bau­end auf die­sen Erfah­run­gen wird in Arns­berg auch künf­tig der inter­kul­tu­rel­le Dia­log zwi­schen der Feu­er­wehr und den Men­schen mit Zuwan­de­rungs­ge­schich­te einen hohen Stel­len­wert besit­zen und hof­fent­lich zu einem noch bes­se­ren gegen­sei­ti­gen Ver­ste­hen führen.