Kla­ge der Stadt Iser­lohn gegen Erwei­te­rung eines Stein­bruchs erfolg­reich

29. Januar 2013
von Redaktion

Arns­berg / Iser­lohn. Die Stadt Iser­lohn hat sich vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt Arns­berg mit Erfolg gegen die Erwei­te­rung eines in Hagen-Hohen­lim­burg betrie­be­nen Stein­bruchs auf Iser­loh­ner Gebiet gewehrt. Mit dem heu­te ver­kün­de­ten Urteil hat das Gericht die Geneh­mi­gung der Erwei­te­rung durch die Stadt Hagen auf­ge­ho­ben.
In der münd­li­chen Urteils­be­grün­dung hat das Gericht aus­ge­führt: Die auf der Grund­la­ge des Bun­des-Immis­si­ons­schutz­ge­set­zes erteil­te Geneh­mi­gung sei der Stadt Iser­lohn gegen­über rechts­wid­rig, weil mit ihr zu Unrecht das von der Stadt Iser­lohn ver­wei­ger­te bau­pla­nungs­recht­li­che Ein­ver­neh­men ersetzt wor­den sei. Die kla­gen­de Stadt habe die von ihr gel­ten­de gemach­te, auf dem Bau­recht beru­hen­de Rechts­stel­lung nicht dadurch ver­lo­ren, dass sie inner­halb der dafür maß­geb­li­chen Frist kei­ne immis­si­onschutz­recht­li­chen Ein­wen­dun­gen erho­ben habe. Sie habe ihr Ein­ver­neh­men auch zu Recht ver­wei­gert. Denn bei der Erwei­te­rung han­de­le es sich um ein so genann­tes raum­be­deut­sa­mes Vor­ha­ben, das den Zie­len der Raum­ord­nung wider­spre­che. Die geplan­te Erwei­te­rung wür­de sich über min­des­tens 6 ha in einen Bereich erstre­cken, der in dem maß­geb­li­chen Raum­ord­nungs­plan nicht als Abbau­flä­che vor­ge­se­hen sei. Solan­ge der Regio­nal­rat die­sen Plan nicht ände­re, stün­den sei­ne Bestim­mun­gen dem Vor­ha­ben ent­ge­gen.
Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat die Beru­fung gegen das Urteil vom 28. Janu­ar 2013 wegen grund­sätz­li­cher Bedeu­tung zuge­las­sen. Über eine Beru­fung hät­te das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter zu ent­schei­den.
Akten­zei­chen: 8 K 2887/11