Arns­berg 2020

29. Januar 2013
von Redaktion

Arns­berg 2020 Umwelt­po­li­ti­scher Antrag der SPD-Rats­frak­ti­on

Sehr geehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter Vogel, die Stadt Arns­berg hat mit der Ein­füh­rung eines Kli­ma­schutz­kon­zep­tes und dem Ein­stieg in den Aus­bau und in die Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gi­en wich­ti­ge Schrit­te zur Errei­chung der loka­len wie auch der natio­na­len Kli­ma­schutz­zie­le ein­ge­lei­tet. Die SPD-Frak­ti­on hat bereits dazu u. a. im Febru­ar 2007 den Antrag „Erstel­lung eines Hand­lungs­kon­zep­tes zur Redu­zie­rung von CO²-Belas­tung in Arns­berg“ gestellt. Dar­über hin­aus hal­ten wir es auch wei­ter­hin für drin­gend erfor­der­lich, mit wei­te­ren gro­ßen wie auch klei­nen Aktio­nen und dau­er­haf­ter Suche nach neu­en Ansät­zen das The­ma nach­hal­tig zu ver­fol­gen. Ein wei­te­rer Bau­stein um sowohl Jugend­li­che als auch Erwach­se­ne für den Kli­ma­schutz zu sen­si­bi­li­sie­ren ist, die kon­kre­te Ein­bin­dung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger z. B. auch über die neu­en Medi­en und sozia­le Netz­wer­ke. Bei­spiel­haft hat hier die Stadt Wies­ba­den mit dem „CO²-Mara­thon Wies­ba­den“ eine Online-Akti­on gestar­tet, wo sich die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger per Maus­klick zu all­tags­taug­li­chen Kli­ma­schutz­maß­nah­men ver­pflich­ten. Ziel ist es hier, auf die­se Wei­se gro­ße Men­gen an CO² ein­zu­spa­ren. So ist es z. B. der Stadt Wies­ba­den gelun­gen, inner­halb von 22 Tagen 23 Ton­nen CO² durch 1181 Betei­li­gun­gen von 336 Teil­neh­mern ein­zu­spa­ren. Bei­spiel­haft von ins­ge­samt 25 dort mög­li­chen Aktio­nen sei­en hier erwähnt das Erset­zen des Dusch­kop­fes mit einem

was­ser­spa­ren­den Modell sowie die Ver­kür­zung der Dusch­zeit. Wei­ter­hin bei­spiel­haft die stär­ke­re Nut­zung des Fahr­ra­des oder auch der Kauf vom regio­na­lem Obst und Gemü­se. Allei­ne durch die­se Maß­nah­men kann der Ener­gie­ver­brauch eines Pri­vat­haus­hal­tes erheb­lich gesenkt wer­den, was den CO²-Aus­stoß deut­lich redu­ziert und die Ener­gie­kos­ten so um bis zu eini­gen hun­dert Euro pro Jahr sen­ken kann. Somit kann auch den stei­gen­den Strom­prei­sen begeg­net wer­den und die mög­li­chen Ener­gie­spar­po­ten­tia­le im pri­va­ten Bereich wer­den deut­lich auf­ge­zeigt. Dar­über hin­aus ist es den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern mög­lich, eige­ne Vor­stel­lun­gen und Ide­en für eine nach­hal­ti­ge­re Kom­mu­ne in den Kom­men­ta­ren zu hin­ter­las­sen. Teil­neh­men kön­nen neben Ein­zel­per­so­nen auch Grup­pen, Ver­ei­ne und Schul­klas­sen. Mit einer sol­chen Akti­on kann die Stadt Arns­berg die Bedeu­tung des Kli­ma­schut­zes beto­nen und dar­an erin­nern, dass wei­te­re Anstren­gun­gen nötig sind, um auch Arns­berg wei­ter­hin kli­ma­freund­li­cher und damit zukunfts­fä­hig zu gestal­ten. Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt zu prü­fen, inwie­weit auch unter der vor­ge­ge­be­nen Haus­halt­füh­rung eine Umset­zung des Pro­jek­tes in Arns­berg mög­lich ist.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

gez. Ralf Paul Bitt­ner     Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der

 

F.d.R. Bär­bel Risa­del­li Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­re­rin

 

Zusatz: Für den CO²-Mara­thon Wies­ba­den konn­ten nam­haf­te Unter­neh­men als Spon­so­ren gewon­nen wer­den. Ent­wi­ckelt wur­de die Web­site www.co2marathon.de von der Agen­tur Scholz & Volk­mer in Wies­ba­den, die sich schon lan­ge mit dem The­ma Kli­ma­wan­del beschäf­tigt.