Euro­päi­scher EFID-AWARD für Arnsberg

30. März 2014
von Redaktion

Arns­ber­ger Lern-Werk­stadt Demenz ausgezeichnet.

EFID-Award “Living well with Demen­tia in the Com­mu­ni­ty“ für die Fach­stel­le Zukunft Alter

EFIDAWADR 2014

Foto: Wer­ner Krü­pe­ron – EFID Awards 2014 Euro­pean Fon­da­ti­ons´ Initia­ti­ve on dementia

Arns­berg. Das Pro­jekt und Netz­werk „Lern-Werk­stadt Demenz“ der Stadt Arns­berg wur­de am 25. März mit dem Euro­päi­schen Award “Living well with Demen­tia in the Com­mu­ni­ty“ der “Euro­pean Foun­da­ti­ons’ Initia­ti­ve on Demen­tia” (EFID) aus­ge­zeich­net. Die Aus­zeich­nung wur­de in Brüs­sel ver­ge­ben an ins­ge­samt zehn Initia­ti­ven aus den Län­dern: Ita­li­en, Nie­der­lan­de, Bel­gi­en, Cypern, Deutsch­land, Öster­reich, United King­dom und Irland.

Vor dem Hin­ter­grund des demo­gra­fi­schen Wan­dels ste­hen Euro­pas Städ­te und Regio­nen vor enor­men Gestal­tungs­auf­ga­ben. Das Leben mit Demenz ist für den Euro­päi­schen Stif­tungs­ver­bund Demenz des­halb ein zen­tra­les Hand­lungs­feld. Gefragt sind sozia­le Inno­va­tio­nen, die pas­sen­de loka­le und regio­na­le Lösun­gen bieten.

Arns­bergs Bür­ger­meis­ter Hans-Josef Vogel: „Eine sol­che sozia­le Inno­va­ti­on haben wir in Arns­berg ent­wi­ckelt und umge­setzt. Ein Netz­werk von Akteu­ren – beruf­lich, ehren­amt­lich, in der Nach­bar­schaft, in den Ein­rich­tun­gen, die Men­schen mit Demenz und ihre Fami­li­en unter­stüt­zen. Ich bin begeis­tert, dass die Arbeit der vie­len Akteu­re und Unter­stüt­zer euro­pa­weit aner­kannt wor­den ist.“ Es gehe – so Vogel wei­ter – um die gemein­sa­me ver­ant­wor­tungs­vol­le Gestal­tung einer „Stadt des lan­gen und guten Lebens“. Die „Lern-Werk­stadt Demenz“ ist in Arns­berg Teil einer neu­en bür­ger­schaft­li­chen Ver­wal­tungs­ar­beit, die Stadt als Netz­werk von viel­fäl­ti­gen Akteu­ren sowie Stadt­ver­wal­tung als Unter­stüt­zer und Teil des Netz­werks sieht.  Die Arns­ber­ger Lern-Werk­stadt Demenz wird koor­di­niert durch die Fach­stel­le Zukunft Alter der Stadt Arnsberg.

Mar­tin Polenz  von der Fach­stel­le Zukunft Alter, der zusam­men mit Manue­la Völ­kel den Euro­päi­schen Preis ent­ge­gen­neh­men konn­te, sag­te in Brüs­sel: “Wir freu­en uns sehr über die­se Aus­zeich­nung. Sie ist eine Wert­schät­zung für alle, die sich in Arns­berg für Men­schen mit Demenz und ihre Fami­li­en engagieren.“

Titelblatt

Mag­da Alvo­et, die Vor­sit­zen­de der Jury des Euro­päi­schen Stif­tungs­ver­bun­des Demenz, hat­te zuvor betont: “Ziel die­ses Prei­ses ist es, loka­le Gemein­schaf­ten zu ermu­ti­gen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.“  Die Ent­schei­dung der euro­päi­schen Jury wur­de vor­be­rei­tet und unter­stützt durch ein Gre­mi­um von Men­schen mit Demenz, die alle Bei­trä­ge prüf­ten und Emp­feh­lun­gen aussprachen.

Der Euro­päi­sche Stif­tungs­ver­bund „Demenz“, deren Preis das Arns­ber­ger Demenz-Pro­jekt und ‑Netz­werk erhal­ten hat, besteht aus der Stif­tung The Atlan­tic Phil­an­thro­pies (Irland), der Foun­da­ti­on Médé­ric Alz­hei­mer (Frank­reich), der Joseph Rown­tree Foun­da­ti­on (Groß­bri­tan­ni­en), der King Bau­dou­in Foun­da­ti­on (Bel­gi­en) und der Robert Bosch Stif­tung (DE) und zählt zum Net­work of Euro­pean Foun­da­ti­ons (NEF).