Radar­mess­ge­rät gestoh­len – Wert­vol­le Daten weg

7. Juli 2016
von Redaktion

rADrIser­lohn. Um Belas­tun­gen von Stra­ßen durch den Ver­kehr ermit­teln zu kön­nen, hat die Stadt Iser­lohn vor gut zwei Jah­ren soge­nann­te Sei­ten­ra­dar­mess­ge­rä­te ange­schafft. Mit den akku­be­trie­be­nen klei­nen grau­en Käs­ten, die an Later­nen oder Schil­der mon­tiert wer­den, kann die Abtei­lung Stra­ßen­ver­kehr über län­ge­re Zeit­räu­me Fahr­zeu­ge zäh­len und  Geschwin­dig­kei­ten erfas­sen, meist unbe­merkt von den Auto­fah­rern, da kein Radar­wa­gen im Ein­satz ist.

 

Mit den Sei­ten­ra­dar­mess­ge­rä­ten kön­nen aktu­el­le Gege­ben­hei­ten, zum Bei­spiel an einer Unfall­stre­cke oder bei Beschwer­den über Lärm oder Raser, gemes­sen wer­den. Erfasst wer­den jeweils die Anzahl der Fahr­zeu­ge, die Geschwin­dig­kei­ten und die Fahr­zeug­län­gen. Dar­aus las­sen sich Rück­schlüs­se über die Belas­tung einer Stra­ße zum Bei­spiel durch Schwer­last­ver­kehr zie­hen. Die an einem die­ser Käs­ten erfass­ten Geschwin­dig­kei­ten kön­nen nicht, wie bei einer Mes­sung mit dem Radar­wa­gen, einem bestimm­ten Fahr­zeug zuge­ord­net wer­den. Geschwin­dig­keits­über­schrei­tun­gen blei­ben also ohne Fol­gen für die Fah­rer, da nicht „geblitzt“ wird.

 

Eines die­ser mit Vor­hän­ge­schlös­sern gesi­cher­ten Mess­ge­rä­te wur­de kürz­lich bei einem Ein­satz an der L 680 (Süm­mer­ner Stra­ße / Bräu­ker­weg) zwi­schen Men­den und Iser­lohn gestoh­len. Der Dieb­stahl wur­de bei der Kreis­po­li­zei­be­hör­de zur Anzei­ge gebracht.

Damit wur­de nicht nur der städ­ti­sche Haus­halt geschä­digt (Kos­ten von etwa 2 500 Euro), auch die für die Bewer­tung der unfall­träch­ti­gen Stre­cke not­wen­di­gen Daten sind weg.

Der Dieb­stahl oder das Beschä­di­gen eines sol­chen Gerä­tes nützt kei­nem: Da kein Foto gemacht und kein Kenn­zei­chen gespei­chert wird, blie­be eine even­tu­el­le Geschwin­dig­keits­über­schrei­tung unge­straft. Das Feh­len von Mess­da­ten scha­det jedoch der All­ge­mein­heit.